An Aus
Leah hatte Vanes Worte aufmerksam verfolgt und ihm zum Schluss einen kurzen, liebevollen Blick zugeworfen, bevor sie sich dann selbst erhob um etwas zu sagen.. Da Jesus sie bereits vorgestellt hatte, musste sie das nicht tun.
Ihre Haltung war ruhig und offen.
"Ich mache es kurz…" begann sie, ihre Stimme war ruhig und ehrlich. Ihr Blick wanderte durch den Raum, blieb hier und da an einzelnen Gesichtern hängen.
"Ich kann mir gut vorstellen, dass das hier alles gerade viel ist. Fremde Gesichter und auch eine Entscheidung, die nicht leicht ist.“
Ein leichtes, verständnisvolles Lächeln zeigte sich auf ihrem Gesicht.
„Und ich erwarte nicht, dass ihr uns einfach so vertraut.“
Sie atmete einmal tief durch, bevor sie weitersprach.
"Aber… ich kenne Jax schon sehr lange." Ihre Stimme wurde etwas weicher. "Ich war ein Kind als ich ihn das erste Mal getroffen habe. Er war jemand, zu dem ich immer aufgesehen habe,wie auch zu meinem Bruder,
Für einen Moment wirkte sie etwas nachdenklich.
"Er ist kein Mensch, der aufgibt."
Ihr Blick wanderte kurz zu Jesus, ruhig und unterstützend.
"Und genau deshalb bin ich mir sicher, dass er noch lebt."
Dann sah sie wieder in die Runde.
"Ich will euch zu nichts drängen oder überreden. " sagte sie ehrlich. "Jeder hier muss selbst wissen, was er bereit ist zu tun."
Ein kurzer Blick ging zu Vane, dann wieder zu den Bewohnern von Hilltop.
"Aber wenn ihr euch entscheidet zu helfen sollte es nötig sein… dann seid ihr nicht allein. Wir stehen hinter euch und helfen euch.."
Ein sanftes Lächeln zeigte sich auf ihren Lippen.
"Für mich ist Jax auch Familie. Und seine Familie lässt man nicht zurück.“
Mit einem leichten Nicken setzte sie sich wieder neben Vane. Ihre Blicke waren weiter aufmerksam, doch ihre Ausstrahlung war nun ruhig und verbunden zu den Leuten hier und sie hoffte dass sie das auch erkennen.
@Vane Dixon
RE: Home sweet Home
in Hilltop Innenbereich 25.03.2026 16:48von Paul Rovia (Jesus) •
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Jesus hatte während Vanes und Leahs Worten ruhig dagestanden und ihm zugehört, sein Blick war ab und zu aufmerksam durch den Raum gewandert. Er beobachtete die Reaktionen der Bewohner ganz genau, Erkannte Misstrauen bei einigen, bei anderen kleine Anzeichen von Hoffnung in ihren Blicken. Als Vane und Leah schließlich zu Ende geredet hatte und sich beide wieder hingesetzt hatten, atmete Jesus einmal tief durch.
Für einen kurzen Moment sagte er nichts. Er ließ die Worte zuerst mal wirken auf die Bewohner.
Dann trat er einen kleinen Schritt nach vorne.
"Danke, Vane…" sagte er ruhig. Sein Blick ging kurz zu Leah, dann wieder durch die Menge. "Und auch dir, Leah. Es bedeutet uns sehr viel, dass ihr euch hier hinstellt und uns eure Unterstützung anbietet.“
Er ließ den Blick einen Moment länger auf den Bewohnern ruhen, bevor er weitersprach.
"Ich weiß, dass viele von euch Zweifel haben." Ein leichtes, ernstes Lächeln huschte über sein Gesicht. "Aber genau wie Vane gesagt hat… wir haben in dieser Welt nicht mehr viel. Keine alten Strukturen und keine Sicherheiten. Dafür müssen wir jetzt selber sorgen.
Was wir allerdings noch haben sind wir, unsere Gemeinschaft und die anderen Gemeinschaften, die uns unterstützen und denen auch wir helfen." Sein Blick wurde entschlossener.
"Jax ist nicht nur mein Mann." Er machte einen kurzen Moment der Pause beim sprechen, nicht, weil er zögerte, sondern weil die Worte kurz auf die LLeute wirken sollten.. "Er ist ein Teil von Hilltop und ein Teil von uns allen und wir werden ihn nicht dort lassen.“
Ein teilweise zustimmendes Murmeln ging durch einige Reihen.
Jesus trat noch einen Schritt vor.
"Aber ich werde auch niemanden blind in die Gefahr schicken. Wenn wir handeln müssen, dann tun wir das gemeinsam und überlegt, vorbereitet,als Gemeinschaft." Seine Augen wanderten kurz zu Joel, der noch immer sichtlich mitgenommen wirkte. "Und wir überlassen niemanden einfach so seinem Schicksal."
Gerade als er weitersprechen wollte, wollte anscheinend noch jemand etwas sagen,Peter.
Er saß neben Julia und war leicht nach vorne gebeugt. Schon die ganze Zeit hatte er etwas unruhig gewirkt, sein Blick war immer wieder zu Jesus gewandert, nur um sich sofort wieder von ihm zu lösen.
Dann stand er auf.
Die Gespräche verstummten nach und nach.
„Ich…“, begann er und atmete tief durch.
Sein Blick ging kurz durch den Raum.
"Ich weiß ja, dass einige von euch dort im Gefängnis dabei waren." sagte er zunächst ruhig. "Dass ihr gesehen habt, wie es dort ist."
Ein paar der Anwesenden nickten leicht,Jesus allerdings nicht auch wenn er dort war.
"Und genau deshalb wisst ihr auch, was das bedeutet." Seine Stimme wurde ein wenig fester. "Das ist kein Ort, aus dem man einfach jemanden rausholen kann."
Ein leises Murmeln ging durch die Reihen.
"Ich verstehe, warum wir helfen wollen.,sollte es nötig sein. Wirklich.“ Er schluckte kurz etwas nervös da er nicht unbedingt gerne vor vielen Menschen sprach. "Und ich zweifel auch nicht daran, was Jax für diese Gemeinschaft bedeutet..
"Und für dich.“ Für einen Moment trafen sich seine Blicke mit denen von Jesus. Dann sah er wieder weg.
"Wir sollten nicht losziehen, um ihn zu befreien,wenn er nicht von alleine zurückkommt.
Seine Hände ballten sich kurz zu Fäusten, wahrscheinlich mehr unbewusst.
"Wenn wir da reingehen, riskieren wir, dass von uns Menschen sterben oder dann auch dort festgehalten werden.."
Nach seinen Worten folgte Stille im Raum, keiner sagte im Moment etwas.
"Ich will nicht, dass noch mehr Leute an diesem Ort enden und nicht mehr zurückkommen." Sein Blick ging erneut nach vorne zu Jesus, dieses Mal richtete er ihn etwas länger auf ihn.
"Du warst da." sagte er als wäre sonst niemand mit ihm Raum der mithört.. "Du weißt, wie es da ist und ich will nicht, dass du das nochmal durchmachen musst." Man konnte deutlich hören, dass Peter Interesse an Jesus hatte,damit hatte er sich jetzt verraten, wahrscheinlich lag es daran das Peter, auch wenn er clever und schlau ist in Kontakt mit Menschen eher unbeholfen ist und gerade wegen der Anwesenheit der vielen Menschen unter Stress stand.
Langsam setzte er sich dann wieder auf seinen Stuhl.
Stille breitete sich im Raum aus. Besonders hilfreich war seine Ansprache nicht gewesen aber hier wurde die Meinung von jedem angehört, der etwas sagen wollte.
Jesus hatte ihn währenddessen die ganze Zeit angesehen. Für einen Moment sagte er nichts, sein Blick lag nachdenklich auf Peter, bevor er sich wieder der gesamten Gemeinschaft und den Gästen zuwandte.
Er atmete einmal tief durch.
"Er hat teilweise recht“, sagte er schließlich ruhig.
Einige Blicke hoben sich überrascht.
"Diese Menschen dort im Gefängnis sind gefährlich und unberechenbar. Malcolm,Joel,Tyler,Robby,Diego und ich haben erlebt, wozu die fähig sind."
Er trat wieder einen Schritt nach vorne. Sein Blick war ernst.
"Aber das ändert nichts daran, dass wir Jax da rausholen,wenn er nicht bald zurückkommt.
„Nur nicht kopflos. Sondern gemeinsam mit einem Plan.“
Dann wandte er sich wieder an alle.
„Die Unterstützung von Moonlight und Alexandria könnte den Unterschied machen, ob wir Erfolg haben aber wir brauchen mehr Leute die kämpfen können.." er deutete leicht mit der Hand auf die Menschen im Raum.
Er ließ dann noch eine kurze Pause entstehen.
"Also sagt es mir ehrlich…" Seine Stimme wurde wieder ruhiger, aber nicht weniger eindringlich. "Wer von euch ist noch bereit, dieses Risiko einzugehen, sollten wir Jax befreien müssen?"
Nachdem dann noch einige der Bewohner ihre Meinungen und Bedenken äußerten, breitete sich Aufmerksamkeit im Raum aus. Manche berichteten von eigenen Erfahrungen, andere äußerten Angst, aber auch den festen Willen, gemeinsam zu handeln und zu helfen, falls ein Rettungsplan nötig sein sollte.
Jesus hatte währenddessen jede Meinung aufmerksam angehört, nickte hin und wieder, um die Sorgen und Vorschläge der Bewohner zu würdigen. Schließlich hob er die Hand, um die Gespräche zu beenden, und trat wieder ein Stück nach vorne.
"Danke euch allen." sagte er ruhig, aber bestimmt. "Für eure Ehrlichkeit, eure Gedanken und für euren Mut, hier etwas zu sagen." Sein Blick wanderte durch die Reihen, ruhte kurz auf Vane, Leah,Joel und Malcolm,einigen anderen die etwas gesagt hatten und dann auch nochmal auf Peter, bevor er wieder über die Menge blickte.. "Wir haben viele Meinungen gehört, und ich weiß, dass es nicht einfach war, hier zu stehen und etwas zu sagen abber eure Beiträge sind wichtig. Jede Meinung und jede Erfahrung zählt."
Er machte eine kleine Pause, atmete tief durch und ließ die Worte wieder kurz wirken.
"Die Versammlung ist hiermit beendet. Geht zurück an eure Arbeit, sprecht miteinander, plant und helft euch gegenseitig, so wie wir es als Gemeinschaft tun müssen.“ Er nickte noch einmal ernst. "Wenn noch irgendjemand Ideen oder Vorschläge habt schreibt es auf oder kommt gleich damit zu mir."
Mit diesen Worten begann sich der Raum langsam zu leeren. Einige Bewohner tauschten Blicke, andere redeten leise miteinander beim rausgehen.
Jesus blieb noch einen Moment stehen, beobachtete, wie sie sich die Leute in Bewegung setzten, spürte eine Hoffnung, dass sie gemeinsam mit Moonlight und Alexandria stärker sind und dass jeder, der dazu bereit war, seinen Teil dazu beitragen würde,sollten sie Jax retten müssen.
Nachdem die meisten den Raum allmählich verlassen hatten, ließ Jesus die Tür einen Moment offen, damit die frische Luft hereinkam. Dann trat er zu Malcolm und Joel, die noch in der Nähe standen, und deutete auf einen ruhigeren Bereich etwas abseits der anderen.
"Kommt bitte her." sagte Jesus leise. Malcolm und Joel folgten ihm, bis sie an einem kleinen Tisch am Rand des Raumes standen, wo sie ungestört sprechen konnten.
Jesus ließ sich auf einen Stuhl nieder, hatte dann die Hände locker auf dem Tisch vor sich verschränkt. "Bevor die Versammlung begonnen hat." begann er. "war da einiges los im Funkraum mit Peter.“ Er blickte zu Malcolm und dann zu Joel. "Ihr beide habt es ja mitbekommen, wie er reagiert hat und jeder hat gehört, was er bei der Versammlung gesagt hat.. Er ist nicht dafür, dass wir Jax da rausholen… und er hat das nicht ausgesprochen aber offensichtlicher gehts kaum, seine Gefühle für mich beeinflussen ihn."
Malcolm nickte leicht,runzelte leicht die Stirn und sagte dann "Ja, er hat sich verraten ohne es zu wollen. Er liebt dich und er will deswegen, dass Jax nicht zurückkommt und gleichzeitig hat er Angst, dass du dich sich selbst in Gefahr bringst, bei dem Versuch ihn zu befreien."
Jesus seufzte leise und lehnte sich etwas zurück. "Ich weiß. Ich verstehe ihn aber das macht es nicht einfacher. Ich muss eine Entscheidung treffen, die für alle das beste ist und ich kann nicht zulassen, dass seine Unsicherheit die anderen möglicherweise beeinflusst.
Ich muss klar handeln, ohne jemanden mehr als nötig zu gefährden bei der Befreiungsaktion,sollte die stattfinden müssen aber ich muss auch seine Gefühle berücksichtigen,natürlich ohne mich da auf irgendwas mit ihm einzulassen,versteht sich. Er muss verstehen, dass da nichts laufen wird, was schwierig werden könnte .. wie alt ist er ? 21 ? oder 22? Er ist doch gerade mal wenige Jahre aus dem Teenageralter raus.."
Malcolm nickte nachdenklich. "Er wird hoffentlich nicht gegen uns arbeiten. Er hat seine Meinung gesagt und in einigen wenigen Punkten hatte er ja recht.."
Jesus atmete tief durch und nickte.
Malcolm legte die Hand auf Jesus Schulter. "Wir kriegen das hin. Wir haben einander. Peter wird seinen Platz finden, egal wie er sich gerade fühlt."
Jesus seufzte leise. Er hoffte das Malcolm recht hat. Das Letzte, was er gerade brauchen konnte, war der, Schwarm dieses jungen Mannes zu sein aber so war es leider.
@Joel Smith

RE: Home sweet Home
in Hilltop Innenbereich 25.03.2026 22:24von Daryl Dixon •
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Daryl hatte vor, nach der Versammlung wieder nach Hause zu fahren, um dort mit Rick zu sprechen. Seit er Ellie nach Hause gebracht hatte, war ungefähr knapp eine Woche vergangen. Rick hatte damit gedroht, die Gemeinschaft anzugreifen, sollte Daryl nach einer Woche nicht unversehrt zurück sein. Das würde auf keinen Fall nötig sein. Daryl konnte Rick berichten, dass in dieser Gemeinschaft gute Menschen lebten und sie ein Bündnis eingehen solten. Zumal er Jesus ja auch schon zugesagt hatte, dass Alexandria mit in dieses Bündnis eingehen würde, ohne Rick gefragt zu haben, aber Daryl fand es richtig, wenn Alexandria, Hilltop und Vane´s Moonlight ein Bündnis eingehen und eine Miliz gründen.
Da er sich nach der Versammlung gleich auf den Weg nach Hause machen wollte, stellte er schonmal sein Motorrad beim Tor ab. Dabei entging ihm nicht, dass er von Tyler und Robby beobachtet wurde. Daryl kannte die beiden Jungen nur sehr flüchtig, da sie zu den Entführten gehört hatten und erst gestern wieder mit zurück gekommen waren. Er sah ganz unauffällig zu ihnen eüber. Es hatte den Anschein, dass sie über ihn redeten. Gut, das taten hier auch andere, da er Fremd war und sie nicht wissen konnten, ob man ihm wirklich trauen konnte. Vertrauen würden sie alle erst aufbauen müssen. Was ihm allerdings bei den beiden Jungs und vor allem bei Tyler auffiel, war die Unsicherheit in seinen Augen. Daryl konnte Menschen ziemlich gut einschätzen und die Beiden machten nicht den Eindruck, als würden sie ihm einfach misstrauen. So, wie sie ihn beobachteten, steckte etwas anderes dahinter. Das machte Daryl neugierig und er dachte darüber nach, die Beiden nach der Versammlung einfach mal darauf anzusprechen, aber ob er das auch tun würde, kam darauf an, wie lange die Versammlung dauern würde.
Als er sein Motorrad beim Tor abgestellt hatte, ging er ins Haus und steuerte den Besprechungsraum an. Der war schon gut gefüllt. Die Sitzplätze waren offenbar schon alle besetzt. Als er Diego entdeckte, der an einer Wand lehnte, ging er zu ihm und stellte sich neben ihn. Dann eröffnete Jesus die Versammlung und Daryl hörte ihm zu. Immer mal sah er sich um, bei dem, was Jesus sagte. Die Meisten Leute schienen seiner Meinung zu sein. Als dann aber ein junger Mann aufstand und meinte, dass sie Jax nicht retten sollten, musterte er diesen. Ihm entging nicht, mit welchen Blick der junge Mann Jesus ansah. Der Mann äußerte, dass sie nicht mehrere Leben für ein einziges Leben riskieren sollten. das erinnerte ihn an damals, als er Rick kennengelernt hatte. der hatte Merle gefesselt auf einem Dach zurückgelassen. Als sie dann mit einigen anderen aufbrechen wollten, um Merle zu retten, waren auch einige dagegen gewesen. Allen vorran Ricks damalige Frau. Die Sache hier war aber anders. Hier ging es nicht um ein Arschloch, wie Merle, sondern um einen Arzt, insbesondere einem Chirurgen. "Klar.....lasst ihn ruhig da....wenn du dann ne Operation brauchst....machst du das dann selber...?", fragte er dann einfach laut frei raus und sah den Mann an, der darauf nichts erwiderte. "Was...? Keine Argumente mehr..? Ging ja schnell..", sagte er und schwieg dann wieder. Jesus stellte dann auch nochmal klar, dass er Jax nicht im Stich lassen würde.
Nach der Versammlung blieb daryl noch in dem Raum und verabschiedete sich schonmal von Diego, Julia, Harlan, Vane und Leah. In ein paar Tagen würde er mit Rick zurückkommen und dann auch mit Rick das Moonlight besuchen, anschließend würden sie dann wohl auch Vane und Jesus nach Alexandria einladen. Daryl hoffte, dass sich die Sache mit Jax bis dahin geklärt haben würde, ansonsten würden sie sich einen Plan zurechtlegen müssen. In erster Linie mussten sie dieses Gefängnis allerdings erstmal finden. Während Daryl sich von seinen Brüdern, Julia, Harlan und Leah verabschiedete, redete Jesus mit Joel und Malcolm über diesen Peter, wobei Daryl nicht entging, wie Jesus sagte, dass der wohl in ihn verliebt war. Nachdem Daryl sich verabschiedet hatte, waren auch Jesus, Malcolm und Joel mit ihrem Gespräch fertig und Jesus wollte Daryl noch bis zum Tor begleiten und ihn dort verabschieden. "Was diesen Peter angeht.....den solltet ihr im Auge behalten, wenn der wirklich in dich verknallt ist und dich haben will, wir der vielleicht versuchen, die Leute zu überzeugen Jax nicht zu retten, aber ich denke, dass das Falsch ist....wie Vane schon gesagt hat....die Leute in einer Gemeinschaft, sind die neue Familie und jedes einzelne Mitglied ist Wertvoll und es Wert gerettet zu werden...Vor allem auch, weil Jax Chirurg ist...das macht ihn noch wertvoller und das wird dieser Schwanzlurch von Knastanführer wissen....wird also sicher nicht einfach, Jax da rauszuboxen, aber ich bin dabei und mit einem guten Plan klappt es vielleicht sogar....Ich bin in ein paar Tagen mit Rick wieder hier...", sagte er und stieg auf sein Bike. Nun kam auch Ellie nochmal zu ihm und umarmte ihn zum Abschied. "Machs gut, Kleine...und pass auf Diego auf....ich komm bald wieder...", sagte er und machte sich dann auf den Weg. Als er weg war, wurde das Tor wieder geschlossen.
@Paul Rovia (Jesus)
@Ellie

Ellie hatte sich während der gesamten Besprechung keinen Platz gesucht. Stattdessen lehnte sie leicht abseits an einem der Tische nahe dem Fenster. Von dort aus konnte sie alles überblicken, genau so, wie sie es wollte. Sie sagte kein Wort, hörte jedoch aufmerksam zu und beobachtete die Menschen.
Immer wieder blieb ihr Blick an Daryl hängen. Nicht lange, nicht auffällig, aber doch oft genug. Er war hier zu Gast, für die meisten klar ein Fremder, und dennoch schienen ihn die misstrauischen Blicke mancher überhaupt nicht zu stören. Das fiel ihr auf. Ellie selbst empfand ihm gegenüber kein Misstrauen. Schließlich hatte er ihr das Leben gerettet, und sie kannte ihn. Als dieser Typ Peter schließlich aufstand und vorschlug, Jax einfach dortzulassen, verzog Ellie das Gesicht.
"Echt jetzt?", murmelte sie leise. Bullshit, genau das war es, was der Typ da von sich gab.
Als Daryl einfach dazwischenredete und so direkt etwas sagte, hob Ellie leicht den Kopf. Für einen Moment huschte ein kaum sichtbares Grinsen über ihr Gesicht. Er war ziemlich direkt, aber ehrlich, und Ehrlichkeit war ihr lieber als dieses ganze vorsichtige Gerede. Ihr Blick wanderte weiter zu Jesus, der die Situation ruhig und gefasst wieder unter Kontrolle brachte. Er war jemand, der keine lauten Worte brauchte, damit die Leute ihm zuhörten. Trotzdem lag weiterhin Spannung in der Luft, und Ellie konnte sie deutlich spüren.
Als sich die Versammlung langsam auflöste, lehnte Ellie sich noch für einen Moment an die Wand. Sie machte noch keine Anstalten, sich zu rühren, ließ die anderen vorbeigehen und beobachtete die kleinen Gruppen, die sich bildeten, hörte das leise Murmeln und sah die flüchtigen Blicke. Erst nach einer Weile ging sie aus dem Raum und trat ins Freie. Ihr Blick suchte nach Diego. Sie sah ihn gerade nicht. Vielleicht war er schon im Stall.
Dann ging sie in Richtung Tor, wo Daryl zusammen mit Jesus stand, nachdem er drinnen mit Malcolm und Joel gesprochen hatte. Dort angekommen, blieb sie schließlich stehen, die Hände tief in den Taschen vergraben, und sah zu, wie Daryl sein Motorrad fertig machte, um aufzubrechen. Zuerst beobachtete sie ihn nur.
Dann, kurz bevor er losfahren wollte, setzte sie sich doch in Bewegung. Ohne große Vorwarnung trat sie näher und umarmte ihn.
"Komm heil zurück…" sagte sie leise.
Als sie sich dann wieder löste, sah sie ihn kurz direkt an.
"Und bring diesen Rick wirklich mit. Ich will sehen, wie der so ist, und alle anderen hier wollen den sicher auch kennenlernen."
Ein leicht freches Grinsen huschte über ihr Gesicht, bevor sie wieder einen Schritt zurücktrat.
"Und bau keinen Mist. Lass dich nicht beißen oder dich von Sektenfreaks oder anderen Spinnern erwischen.
Sie blieb noch stehen, als er losfuhr, und sah ihm nach.
Sie sah ihm so lange nach, bis das Tor zu war, und lauschte dann noch, bis das Geräusch des Motors langsam in der Ferne verschwunden war und schließlich nichts mehr zu hören war.
Langsam drehte sie sich um und ihr Blick fiel auf Jesus, der noch in der Nähe stand. Einen Moment lang sagte sie nichts, sondern sah ihn nur an. Dann ging sie ein paar Schritte auf ihn zu. "Der Typ von vorhin…" begann sie "der würde Jax wirklich gerne dort lassen." Während sie sprach verschränkte sie die Arme. "Das war nicht nur Gerede. Sowas kann echt zum Problem werden. Daryl hat recht,man lässt niemanden zurück. So läuft das hier, stimmt’s?"
Einen Moment lang herrschte Stille zwischen ihnen.
Jesus nickte und sagte dass es hier so läuft.
"Wenn ihr losziehen müsst, um Jax zu holen … ich bin dabei."
In ihrer Stimme lag weder Unsicherheit noch Zögern.
"Ich kann gut schießen, mit dem Messer umgehen, mich selbst verteidigen und ich passe auf.
Und Diego sowieso,er ist bestimmt auch dabei."
Sie sah Jesus direkt an.
"Also sag einfach Bescheid" meinte sie, bevor sie loslief, um Diego zu suchen.
@Diego Dixon
@Daryl Dixon

Nach einer eher schlechten Nacht, bei der sie beide es erst spät geschafft hatten, einzuschlafen, verschliefen sie beinahe die Versammlung. Als die Beiden erst um 11 wach wurden, standen sie rasch auf, zogen sich an, versorgten noch schnell July und Blue und gingen dann rüber ins Haus. Sie wollten sich dann dort schnell in der Küche etwas zum Frühstücken machen. Als Jesus nochmal nach oben ging, da er nochmal versuchen wollte, Jax zu erreichen, hoffte Joel, dass es klappte. Als allerdings dann auch Peter nach oben ging und Joel und Malcolm aufgefallen war, dass der Kerl Jesus ständig überall hin folgte. Joel und Malcolm hatten ja schon den Verdacht, dass der Kerl scharf auf Jesus war und daher folgten sie den beiden nach oben. Als Joel durch die Luke kletterte und Malcolm kurz nach ihm durchkletterte, verhinderten sie wohl etwas, denn Peter schien sich gestört zu fühlen und kletterte wieder nach unten. Da nun aber auch Zeit für die Versammlung war, wollte Jesus ihnen später erzählen, was gewesen war.
Auf der Versammlung erklärte Jesus den Leuten, was im Gefängnis passiert war und dass Jax sich geopfert hatte, damit sie wieder frei waren. Jesus sagte auch, dass er nicht vorhatte, Jax dort zu lassen. Er stellte gleich zu beginn klar, dass er Jax nicht im Stich lassen würde und sie ihn retten würden, wenn er es nicht schaffte, von allein zurück zu kommen. Allerdings wollte Jesus auch wissen, wie die Leute darüber dachten. Als erstes sollte Joel sagen, was er wollte. Natürlich wollte Joel Jax wieder zurück holen. Schließlich war Jax sein Bruder und Joel hing sehr an ihm. Das stellte er auch klar und machte dann auch deutlich, dass er Jax zur Not auch alleine retten würde. Als er sich wieder hingesetzt hatte, sprach auch Malcolm und stellte ebenfalls klar, dass sie Jax auf keinen Fall im Stich lassen durften. Peter war da anderer Meinung, weshalb Joel ihm einen wütenden Blick zuwarf. "War doch klar, dass er nicht will, dass Jax zurück kommt....glaubt der ernsthaft, dass er bei Jesus landen kann...?", murmelte Joel leise und sah dann zu Daryl, als er einen Kommentar zu dem abließ, was Peter von sich gab. Joel fand, dass Daryl recht hatte. Jax schien ja offenbar der einzige Chirurg in einem Umkreis von vielen Meilen zu sein. Schließlich waren Mephisto und seine Leute auf der Suche weit gefahren. Das machte Jax wertvoll, aber das war Jax dür Joel sowieso, denn schließlich war er sein Bruder.
Nach der Versammlung blieben Joel und Malcolm noch sitzen und Jesus kam zu ihnen und erzählte ihnen, was auf dem Dachboden vorgefallen war. Jesus wusste nun, dass er der Schwarm von Peter war, da sich Peter verraten hatte. Peter hatte zwar auch in einigen Punkten Recht. Die Leute vom Gefängnis waren gefährlich, aber Jax einfach dort lassen und ihn im Stich lassen, kam für Joel nicht in Frage. Jesus sagte auch, dass Peter seinen Platz finden musste und er sich ganz sicher nicht auf ihn einlassen würde. Als Jesus überlegte, wie alt Peter sein mochte, nickte Joel leicht. "Ja, ich meine, dass er so alt ist, wie ich....", sagte er, denn er selbst war ja auch erst 21 und dennoch war Malcolm mit ihm zusammen, trotz der 10 Jahre Altersunterschied. Joel störte das auch nicht, denn er liebte Malcolm sehr. Joel und Malcolm würden allerdings auch ein Auge auf Peter haben, denn Menschen waren bereit dumme Sachen zu tun, wenn sie verliebt waren und Joel war sich sicher, dass Peter versuchen würde, Jesus davon zu überzeugen, dass Jax nicht mehr wiederkommen würde und er ihn loslassen sollte.
Es vergingen einige Wochen. Der Sommer war inzwischen vorbei und im Herbst gab es viel zu tun. Das Herbstgemüse musste geerntet werden und es musste alles für den Winter vorbeireitet werden. Joel und Sarah waren inzwischen mit ihrer Ausbildung zu Tierärzten fertig. Es gab nichts mehr, was Georg ihnen noch beibringen konnte. Georg zog sich nun auch von der Arbeit zurück, denn er war sehr alt und schaffte es einfach nicht mehr. Jesus hatte in einer weiteren Versammlung, bei der besprochen worden war, was noch gesammelt werden musste und was alles getan werden musste, bis zu Wintereinbruch, verkündete Jesus auch, dass Georg in den Ruhestand zurückziehen würde und bedankte sich für seine Arbeit und die Ausbildung von Joel und Sarah. Joel und Sarah waren also nun die neuen Tierärzte von Hilltop und sie wechselten sich mit der Arbeit ab, so dass jeder auch mal einige Tage frei hatte und dann eben bei anderen Arbeiten helfen konnten. Irgendwann neigte sich auch der Herbst dem Ende zu. Das zeigte sich, indem die Bäume keine Blätter mehr hatten und es inzwischen auch schon recht kalt war. Von Jax gab es leider immernoch kein Lebenszeichen. Joel vermisste ihn sehr und hoffte, dass er noch lebte und irgendwann wieder zurückkommen würde. Peter hatte natürlich noch nicht locker gelassen. Er versuchte Jesus einzureden, dass Jax sicher scho nicht mehr lebte, oder er meinte, dass es ja auch sein konnte, dass Jax sich nicht mehr meldete, weil er dort einen neuen Mann gefunden hatte. Joel hatte einmal mitbekommen, wie Peter gemeint hatte, dass Jesus loslassen sollte und einer neuen Liebe eine Chance geben sollte. Jesus wies ihn allerdings immer wieder ab und war inzwischen auch schon sehr genervt von Peter und versuchte, ihm möglichst aus dem Weg zu gehen, was allerdings oft nicht möglich warm, da Peter immer darauf bedacht war, sich möglichst in der Nähe von Jesus aufzuhalten. Jesus musste jetzt auch immer sein Zimmer abschließen, wenn er allein war, oder wenn er nicht da war,. denn sonst hatte er irgendwelche Geschenke auf dem Bett liegen. Einmal hatte Peter es sogar gewagt, sich ins Bett zu legen und auf Jesus zu warten. Der hatte ihn dann allerdings aus dem Zimmer geworfen und ihm wieder einmal gesagt, dass er verheiratet war und Jax ganz sicher irgendwann zurückkommen würde.
Joel hatte an diesem Tag frei und kümmerte sich darum das Wohnmobil sauber zu halten. Malcolm war mit einer kleinen Gruppe in den Wäldern unterwegs, um Feuerholz zu schlagen und es mussten auch noch Kräuter gesammelt werden, damit über den Winter auch genug Medizin hergestellt werden konnte. Dazu war auch Harlan mitgekommen. Joel war gerade dabei, die Bücher im Regal abzustauben, als ihm ein Buch herunterfiel. Dabei fiel ein Foto heraus, das Jesus mit der Sofortbildkamera gemacht hatte, das Foto war etwa eine Woche vor der Entführung entstanden. Darauf waren Jax und Joel zu sehen, die in die Kamera grinsten. Jesus hatte das Foto geschossen und es Joel gegeben. Als Joel es aufhob und ansah, fing er an zu weinen. Nun kam auch Malcolm zurück, da sie mit Holz und Kräutersammeln fertig waren. Joel saß auf dem Bett und sah zu ihm, als er hereinkam. Er wischte sich die Tränen weg, konnte aber nicht aufhören zu weinen. "Er fehlt mir so sehr...", sagte er und zeigte Malcolm das Foto.
@Malcolm Whitly
@Paul Rovia (Jesus)
RE: Home sweet Home
in Hilltop Innenbereich 31.03.2026 17:28von Malcolm Whitly •
| 310 Beiträge
Malcolm hatte die Nacht genauso schlecht geschlafen wie Joel. Die Sorge um Jax, aber auch um Jesus und Joel, ließ ihn einfach nicht zur Ruhe kommen, selbst wenn er versuchte, stark zu bleiben für Jax, für Joel, für Jesus, für die Gemeinschaft… und vielleicht auch ein wenig für sich selbst. Als sie schließlich viel zu spät aufwachten, meldete sich sofort das schlechte Gewissen ein wenig. Diese Versammlung fast zu verpassen, war nicht die Art von Joel und Malcolm. Es war wichtig, dabei zu sein.
Er zog sich dann schnell an, warf Joel einen kurzen Blick zu Joel und half dabei, alles Nötige zu erledigen, bevor sie rüber ins Haupthaus gingen. Beim Frühstück war er stiller als gewöhnlich. Als Jesus in den Funkraum hinaufging und kurz darauf Peter folgte, wurde Malcolm ein wenig angespannt. Dieser Typ war ihm unsympathisch,zu aufdringlich und irgendwie berechnend. Als Joel und er beschlossen, ebenfalls nach oben zu gehen, war Malcolm sofort dabei, und sie sollten recht behalten.
Der Ausdruck in Peters Gesicht, als er sie sah, sprach Bände. Ein kurzer Blick und ein paar Worte genügten, damit er sich zurückzog. Irgendetwas stimmte ganz und gar nicht. Jesus wollte später noch mit ihnen darüber sprechen.
Bei der Versammlung selbst hielt Malcolm sich zunächst zurück und ließ Joel sprechen. Als sein Freund so klar und entschlossen für seinen Bruder einstand, legte Malcolm ihm kurz die Hand auf den Rücken, es war eine stille Unterstützung für Joel. Als Joel sich dann wieder hingesetzt und Malcolm dann selbst das Wort ergriff, war seine Stimme ruhig, aber bestimmt. Für ihn gab es keine Diskussion was Jax anging.
Jax gehörte zu ihnen und ihm musste geholfen sollte er nicht in einigen Wochen oder spätestens Monaten nicht zurückkehren.
Peters Worte ließen ihn innerlich kochen. Malcolm verschränkte die Arme und sah ihn direkt an, ohne ein Wort dazu zu sagen. Manchmal war Schweigen und direkter Blickkontakt besser als jedes Wort oder irgendwelche Drohungen.
Als Jesus später Joel und ihm erzählte, was oben passiert war, bestätigte das nur Malcolms und Joels Verdacht.
Er hörte aufmerksam zu und blieb dabei ruhig, aber seine Gedanken arbeiteten. "Wir behalten ihn im Auge." sagte er schließlich knapp. "Solche Leute können unberechenbar werden, wenn sie nicht bekommen, was sie wollen."
Die Wochen danach waren hart. Der Herbst und der nahende Winter brachten Arbeit mit sich, sehr viel Arbeit. Malcolm war ständig draußen, half beim Holzschlagen, gab Anweisungen an die Gruppen und hatte dabei stets alle im Blick. Kaum ein Geräusch oder eine Bewegung entging ihm, während er Seite an Seite mit den anderen arbeitete und darauf achtete, dass niemand allein im Wald unterwegs war.
An diesem Tag ritt er mit einer gemischten Gruppe aus Männern und Frauen in den Wald. Die Luft war kühl, der Boden noch feucht vom Morgentau, und in der Nacht hatte es geregnet.
Während ein Teil der Gruppe Bäume fällte und Holz hackte, zog Malcolm mit einer kleineren Truppe tiefer in den Wald, um Kräuter zu sammeln. Mit dabei war auch Dr. Harlan Carson, der sich aufmerksam umsah und genau wusste, wonach er suchte. Malcolm blieb wachsam, lauschte auf jedes Geräusch und achtete auf jede Bewegung, Sicherheit war hier draußen entscheidend. "Hier, das können wir gebrauchen." sagte Harlan, während er einige Pflanzen vorsichtig abschnitt. Malcolm nickte nur und hielt weiter Ausschau. Die Stille im Wald war trügerisch, jederzeit konnten Fremde oder Untote auftauchen.
Als Malcolm schließlich mit den anderen vom Kräutersammeln zurückkehrte, waren die Pferde mit Holz beladen. Die Hände von allen waren kalt, aber die Arbeit war für heute getan und sie konnten nach Hause.
Kaum hatte Malcolm das Wohnmobil betreten, bemerkte er sofort, dass etwas nicht stimmte.
Joel saß auf dem Bett mit einem Foto in der Hand und Tränen liefen über sein Gesicht. Dieser Anblick traf Malcolm, Ohne zu zögern, ging er zu ihm, setzte sich nahe neben seinen Freund und legte einen Arm um seine Schultern.
Als Joel ihm das Foto zeigte und mit brüchiger Stimme sagte, wie sehr Jax ihm fehlte, sah Malcolm ihn betrübt an.
Dann sah er das Bild einen Moment lang an, das Lachen, die Unbeschwertheit die zu sehen war auf dem Foto, das war eine Zeit, die sich plötzlich so weit entfernt anfühlte.
Dann sah er Joel wieder an.
"Ich weiß…" sagte er leise und strich ihm sanft über den Rücken. "Mir fehlt er auch."
Er zog ihn etwas näher zu sich, kuschelte mit Joel und ließ ihm die Zeit, die er brauchte.
"Aber wir geben ihn nicht auf." fügte er nach einem Moment hinzu, seine Stimme war ruhig, aber voller Überzeugung. "Egal, wie lange es dauert und wie schwer das wird. Wir holen ihn zurück, wenn er nicht bald hier auftaucht."
Seine Hand lag weiterhin auf Joels Rücken und Malcolm kuschelte mit ihm, weil es manchmal genau das war, was am meisten half gegen Angst und Traurigkeit.
@Joel Smith
RE: Home sweet Home
in Hilltop Innenbereich 31.03.2026 20:04von Paul Rovia (Jesus) •
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Jesus hatte Peters Verhalten schon lange im Blick. Vielleicht sogar schon zu lange. Anfangs hielt er es für Unsicherheit, da Peter manchmal sozial unbeholfen wirkte, einfach jemand, der in einer Welt, die kaum noch Halt bot, nach Sicherheit suchte, zumindest für ihn. Ohne Familie und richtige Freunde hier galt er in Hilltop als Außenseiter. Doch es veränderte sich etwas mit der Zeit.
Peter wurde immer hartnäckiger, suchte immer öfter die Nähe zu Jesus, die nicht erwünscht war und missachtete Grenzen.
Der Moment, in dem er Peter nur in Shorts in seinem Bett vorgefunden hatte, hatte ihm endgültig gezeigt, dass es kein harmloses Verhalten mehr war, von jemandem der Nähe sucht. Seitdem war Jesus noch vorsichtiger und wachsamer geworden.
An einem kühlen Herbstmorgen wollte er für ein paar Stunden bewusst Abstand von Hilltop gewinnen. Er sattelte Hunter, strich dem Hengst kurz über den Hals und ritt in den Wald hinaus. Die Luft war feucht, der Boden rutschig vom Regen der letzten Nacht. Es war still hier draußen, genau das, was er gebraucht hatte. Sorgen machte er sich nicht, denn bei solchem Wetter war er schon oft mit Hunter unterwegs gewesen.
Seit dem Sommer hatte sich viel verändert. Begegnungen wie die mit Vane und auch Rick Grimes aus Alexandria hatten ihm noch einmal deutlich gemacht, wie wichtig Strukturen, Bündnisse mit anderen Gemeinschaften, klare Entscheidungen und gute Führung waren. Und genau das versuchte Jesus für Hilltop umzusetzen. Nur jetzt wollte er einfach mal für sich einige Stunden durch die Wälder reiten.
Ein leises Knacken hinter ihm holte ihn nach einer Weile aus seinen Gedanken.
Jesus brachte Hunter dazu stehenzubleiben und atmete einmal ruhig durch.
"Du solltest nicht hier sein, Peter."
Er musste sich nicht einmal umdrehen. Jesus wusste, dass er es war.
Doch bevor eine Antwort von Peter kam, veränderte sich etwas. Ein Geräusch war zu hören, das unverkennbare Stöhnen eines Untoten..
Jesus’ Blick ging sofort in die Richtung.
Es war tatsächlich ein Untoter, und er war viel zu nah an Peter.
"Peter, beweg dich!" rief Jesus.
Doch der Boden war rutschig. Peter wich zurück, trat auf nasses Laub und stürzte. Er verlor den Halt, fiel zu Boden und konnte sich nicht mehr rechtzeitig aufrichten. Sofort war der Untote über ihm und versuchte, ihn zu beißen.
Jesus reagierte instinktiv, sprang vom Pferd und war mit schnellen, kontrollierten Schritten bei Peter. Noch im Lauf drehte er sich und trat dem Untoten mit voller Wucht gegen den Oberkörper. Der Tritt schleuderte das Wesen zurück und verschaffte einen kurzen Moment,doch das reichte nicht aus.
Der Untote kam wieder nach vorn und torkelte auf die beiden Männer zu.
Jesus setzte einen zweiten, gezielten Tritt, diesmal gegen den Kopf.. Der Schädel des Untoten wurde zur Seite gerissen, der Körper verlor die Spannung und der Untote fiel um.. Der war noch nicht erledigt, weswegen Jesus zu ihm ging und ihn mit einem kräftigen Tritt auf den Kopf den Schädel eindrückte,es war nur noch ein Röcheln zu hören, dann folgte Stille.
Jesus packte Peter und zog ihn hoch. "Steh auf!" grummelte er.
Peter keuchte und war sichtlich überfordert. "Ich wollte doch nur …", murmelte er.
"Nicht hier. Sei still." Jesus Stimme war ruhig, aber scharf genug, um keinen Widerspruch zuzulassen. Er wandte sich Hunter zu, packte die Zügel und schwang sich in den Sattel. Dann beugte er sich hinunter und streckte die Hand aus. "Komm. Steh nicht einfach herum, steig auf."
Als Jesus bemerkte, dass in der Nähe noch mehr Untote zu hören waren, was Hunter nervös machte, zögerte Peter nicht länger und reichte ihm die Hand. Jesus ergriff sie und zog ihn hinter sich aufs Pferd. "Bilde dir bloß nichts darauf ein... Halt dich fest." Kaum saß Peter hinter ihm, trieb Jesus Hunter an. Der Hengst setzte sich vorsichtig in Bewegung, doch der unberechenbare Boden verstärkte die Unruhe des Pferdes noch.
Nur wenige Meter weiter rutschte ein Huf weg.
Jesus spürte sofort, wie Hunter Probleme damit hatte das Gleichgewicht zu halten... "Festhalten.." Rief er Peter zu.
Hunter rutschte seitlich weg und ging zu Boden. Der Aufprall war durch den aufgeweichten Boden nicht so hart und wurde gedämpft vom nassen Laub. Jesus rollte sich ab und fing sich so gut es ging.
Hunter kam schnell wieder hoch, schnaubte und blieb von schlimmeren Verletzungen verschont.
Peter hatte weniger Glück.
Als das Pferd sich aufrichtete, wurde er unsanft gedrückt und blieb einen Moment liegen. Ein schweres schmerzhaftes Keuchen entwich ihm. Jesus war sofort bei ihm.
Er kniete sich neben ihn und musterte ihn aufmerksam. Es gab keine eindeutigen Anzeichen für eine schwerwiegende Verletzung aber seine Reaktion, das Keuchen und die Art, wie er da lag, sprachen für schmerzhafte Prellungen oder sowas in der Art.
"Du wirst ein paar ordentliche blaue Flecken bekommen." sagte er zu Peter
Für einen Moment blieb er bei ihm, ließ ihm Zeit, wieder zu sich kurz zu erholen. Einige Untote waren immer noch zu hören aber nicht zu sehen, also konnte er ihm einen kurzen Moment zum Ausruhen lassen..
Dann half er ihm vorsichtig auf die Beine, stützte ihn, bis er sicher stand.
"Ich bring’ dich zurück."
Mit Vorsicht führte er ihn zu Hunter zurück. Er half ihm wieder in den Sattel und achtete darauf, jede unnötige Bewegung zu vermeiden. Erst als er sicher saß, stieg Jesus selbst auf.
Peter hielt sich mit zittrigen Händen an ihm fest.
Der Rückweg zog sich recht lange da es wieder zu regnen begann.
Hunter setzte vorsichtig einen Huf vor den anderen. Das gleichmäßige Schnauben des Hengstes waren die einzigen Geräusche, die im Moment zu hören waren.
Jesus blieb wachsam, sein Blick ging immer wieder durch die Umgebung. Doch seine Aufmerksamkeit lag nicht nur auf möglichen Gefahren, sondern auch auf Peter hinter ihm. Er spürte, wie unruhig sein Atem ging und wie fest er sich klammerte.
Nach einigen Minuten sprach Jesus ruhig, aber unmissverständlich zu Peter.
"Das ist genau das, wovor ich dich gewarnt habe."
Sein Blick blieb nach vorn gerichtet.
"Du bist mir gefolgt, obwohl ich dir gesagt habe, dass du es lassen sollst das zu tun. Innerhalb Hilltops war das einfach nur unangebracht,hier draußen ist es gefährlich. Wir hätten alle 3 wegen deines Leichtsinns sterben können.. Du hast Hunter nervös gemacht schätze ich und dann auch noch die Untoten in der Nähe.. Deswegen ist er weggerutscht. Ich war schon unzählige Male hier draußen bei jedem Wetter und nie ist etwas passiert.."
Eine kurze Pause folgte.
"Und zu deinem Glück kommst du mit ein paar blauen Flecken und einem Schrecken davon.“
Er atmete einmal tief durch.
"Ich werde nicht zulassen, dass dir etwas passiert. Aber das hier… das hört auf und zwar sofort..
Ich werde mich nicht auf dich einlassen, Peter. Daran ändert sich nichts."
Ein kurzer Moment verging, bevor er weitersprach.
"Jax kommt zurück."
Als der Wald sich langsam lichtete, tauchten die Zäune von Hilltop vor ihnen auf. Jesus ließ Hunter etwas schneller werden.
"Verletzter!" rief er den Wachen entgegen, noch bevor sie ganz durch das Tor waren. "Holt Harlan!"
Er ritt dann durch das geöffnete Tor, sprang ab und wandte sich direkt wieder Peter zu. "Langsam…"
Vorsichtig half er ihm aus dem Sattel. Peter verzog das Gesicht, blieb aber auf den Beinen.
Ein anderer Mann kam herbeigeeilt und half Peter beim Laufen, der führte ihn Richtung Haupthaus. Jesus lief nebenher. "Nur ein paar Prellungen, hoffe ich." sagte er knapp, als Harlan ihnen entgegenkam. "Aber sieh ihn dir an."
Harlan half dem anderen Mann Peter in die Krankenstation zu führen..
Jesus ging mit und blieb für einen Moment in der Türe stehen.
"Er hatte wohl Glück." sagte er. "Untersuch ihn dennoch auf Kratzer oder Bisse.."
Dann verließ er die Krankenstation und überließ Harlan die Arbeit.
Er ging zu Hunter und führte seinen Hengst in den Stall wo er von Diego abgesattelt und vorsichtig trocken gerieben wurde.
Währenddessen ging Jesus zu dem Wohnmobil von Joel und Malcolm um Joel zu fragen, ob er kurz Zeit hätte nach Hunter zu sehen, um sicherzugehen, dass er wirklich keine schlimmeren Verletzungen hatte.
Jesus war selbst völlig durchnässt vom Regen und fror, auch seine Kleidung war völlig verdreckt von dem Sturz aber bevor er sich um sich selbst kümmerte wollte er sicher sein dass Hunter keine schlimmen Verletzungen hatte.
@Joel Smith

Tyler und Robby frühstückten in Ruhe und machten sich dann auf den Weg zur Versammlung. Sie bekamen zum Glück noch Sitzplätze, denn Tyler wusste nicht, ob er die ganze Versammlung über hätte stehen können. Schließlich ging es ihm noch nicht gut, aber immerhin gut genug, um an der Versammlung teilzunehmen. Bei Benji sah das wohl anders aus, denn Tyler konnte ihn und Victor nirgendwo sehen, also vermutete Tyler, dass Benji für die Versammlung noch zu schwach war. Und Victor kümmerte sich um Benji, weshalb auch er nicht hier war. Ellie kam etwas später und blieb stehen, da inzwischen kaum noch Sitzplätze frei waren und sie älteren Leuten den Vortritt ließ.
Als der Raum schließlich voll war mit Leuten und viele stehen blieben, begann Jesus mit seiner Ansprache. Er erklärte, was im Gefängnis passiert war, und wie sie wieder freigelassen worden waren. Dafür hatte Jax gesorgt, in dem er dort geblieben war. Zudem hatte Tyler es Jax und Diego zu verdanken, dass er jetzt überhaupt hier sitzen konnte, denn ohne die Hilfe von Jax und Diegos Blut, wäre Tyler im Gefängnis gestorben. Jesus stellte auch klar, dass er Jax nicht im Gefängnis lassen würde. Wenn er in einigen Wochen, oder Monaten nicht von selbst zurückkommen würde, dann würden sie dieses Gefängnis suchen. Leider hatten sie nicht die Möglichkeit gehabt sich den Weg zu merken, dann wäre es vielleicht einfacher es wiederzufinden. So würden sie 35 Gefängnisse überprüfen müssen und das würde dauern.
Als sich dann dieser Peter zu Wort meldete, der meinte, dass sie Jax dort lassen sollten, bekam von Daryl einen passenden Spruch reingedrückt und war anschließend still. "Der hat doch keine Ahnung, was im Gefängnis abgeht....wenn der das wüsste, würde er sowas nicht sagen...", sagte Tyler , der ja keine Ahnung hatte, dass Peter nicht wollte, dass Jax wieder zurückkam, damit er freie Bahn bei Jesus hatte. Der Großteil der Leute war aber zum Glück dafür, dass sie Jax befreien sollten, wenn es nötig werden sollte. Zum Glück waren es nur wenige, die meinten, dass man für ein einziges Leben nicht so viele andere Leben opfern sollte. Zum Glück ging die Versammlung auch nicht mehr allzulang, denn inzwischen spürte Tyler eine sehr unangenehme Spannung im Rücken und wusste, dass er sich gleich erstmal wieder hinlegen musste. Nach der Versammlung ging er daher mit Robby wieder auf das gemeinsame Zimmer und legte sich wieder ins Bett.
Es vergingen einige Wochen. Daryl war nun auch zwischendurch schon öfter mit Rick hiergewesen und die drei Anführer der drei Gemeinschaften verstanden sich wirklich sehr gut und es wurde auch untereinander gehandelt. Tyler ging es auch schon viel besser. Er hatte sich von seinen Verletzungen erholt und die Fäden hatte Harlan auch schon längst gezogen. Von den Wunden waren nun nur noch feine Narben zu sehen, die immernoch recht rot waren. Es würde auch noch dauern, bis sie verblassen würden. Schwer heben durfte Tyler aber immernoch nicht, denn es konnte immernoch passieren, dass die Narben wieder aufplatzten, weil sie eben recht tief gewesen waren und noch nicht komplett verheilt waren. Daher hatte Harlan angeordnet, dass Tyler sich noch etwa 3 Wochen schonen sollte. Dasselbe galt auch für Benji, dem es inzwischen auch schon wieder besser ging. Auch er musste sich noch schonen und durfte noch nicht arbeiten. Tyler und Robby verstanden sich mit Benji und Victor richtig gut und auch Ellie hing immer mit ihnen rum. Sarah war zwar recht nett, aber sie und Ellie waren sehr verschieden und daher hielt sich Sarah lieber bei den anderen Teenagermädchen auf. Die waren Ellie aber zu Mädchenhaft, worauf sie gar keine Lust hatte. Bei Tyler, Robby, Benji und Victor fühlte sich Ellie viel wohler, denn mit ihnen zusammen, konnte sie so sein, wie sie nunmal war.
Es gab aber immernoch eine Sache, die sich Tyler immernoch nicht getraut hatte. Daryl wusste immernoch nicht, dass Tyler sein Sohn war. Wenn Daryl zu Besuch in Hilltop war, konnte Tyler einfach nicht den Mut aufbringen, ihn anzusprechen. Mit seinen beiden Onkeln war das um ein vielfaches einfacher. Vor allem bei Diego, da er ja ebenfalls in Hilltop lebte, aber auch Vane hatte Tyler gern als seinen Neffen angenommen und ihn auch ins Moonlight eingeladen, wenn er wieder richtig gesund war. Tyler hatte auch schon überlegt, ob er für eine Weile mit Robby dorthin ziehen sollte, denn Tyler überlegte, ob er sich von Vane zum Waffenschmied ausbilden lassen sollte. Andererseits lebte Tyler gerne hier in Hilltop, aber auch Alexandria reizte ihn, denn da würde er seinem Vater näher sein und würde ihn dann vielleicht näher kennenlernen. Geäußert hatte er sich darüber noch nicht, denn er wusste nicht, wie Robby darauf reagieren würde und Tyler wollte auf keinen Fall von ihm getrennt sein.
@Robby
@Ellie

Robby hatte während der Versammlung kaum ein Wort gesagt, nur das Nötigste,was gesagt werden musste. Fast die ganze Zeit über hielt er Tylers Hand fest. Sein Blick blieb meist auf Jesus gerichtet, in dessen Stimme sich genau das widerspiegelte, was auch Robby fühlte. Sorge, Wut und diese hartnäckige schwere Ungewissheit, die ihn nicht losließ, sobald er an Jax dachte.
Als Joel sprach, senkte Robby kurz den Blick. Die Verzweiflung in seiner Stimme war unüberhörbar und traf ihn mehr, als er gedacht hätte. Familie ließ man eben nicht einfach zurück.
Als Tyler sprach, sah Robby ihn kurz an. Die Entschlossenheit in seiner Stimme war klar zu spüren. dann drückte er seine Hand ein wenig fester.
"Natürlich …", sagte er ruhig, aber bestimmt, nachdem Tyler gesprochen hatte. "Ich lass euch da nicht allein hingehen." Sein Blick ging kurz durch den Raum, über all die anderen Hilltop-Bewohner. In ihren Gesichtern lagen Unsicherheit, Anspannung, aber auch Entschlossenheit.
"Jax hat sein Leben riskiert, damit wir da wegkommen konnten", sagte er noch. "So jemanden lässt man nicht einfach zurück, egal wie schwer es wird." Dann sah er Tyler wieder an, mit einem leichten, aber ehrlichen Lächeln.
"Also ja, ich bin dabei."
Als Tyler nach der Versammlung ziemlich direkt den Rückweg zum Zimmer antrat, war Robby an seiner Seite. Ohne groß etwas zu sagen, sorgte er einfach dafür, dass sie schnell, aber nicht zu schnell vorankamen. Im Zimmer angekommen, wartete er, bis Tyler sich hingelegt hatte, bevor er selbst kurz durchatmete.
"Wir hätten bestimmt auch früher gehen können", sagteRobby schließlich leise, während er sich auf die Bettkante setzte. Seine Stimme klang nicht vorwurfsvoll, eher ruhig, doch man konnte hören, dass er sich Sorgen um Tyler machte. Er ließ seinen Blick kurz über seinen Freund schweifen und prüfte, ob sich sein Zustand verschlechtert haben könnte. Erst als er sicher war, dass es zumindest nicht schlimmer geworden war, legte er sich zu ihm.
Auch Wochen später war dieses Gefühl noch immer da. Er wollte Jax befreien, von dem es weiterhin kein Lebenszeichen gab. Dass Peter ihn am Funkgerät gehört und die Frequenz absichtlich völlig verstellt hatte, ahnte niemand.
An diesem Tag saß Robby mit seinem Freund in ihrem gemeinsamen Zimmer und beobachtete Tyler. In Hilltop war es ruhiger geworden, fast schon normal,so normal, wie es in dieser Lage eben möglich war. Tyler ging es besser, seine Wunden heilten, auch wenn Robby genau wusste, dass er noch lange nicht wieder ganz fit war. Außerdem dachte Tyler zu viel nach, was ihm deutlich anzusehen war, und Robby entging das nicht. Das war ihm schon seit einiger Zeit aufgefallen, besonders immer dann, wenn Daryl in der Nähe war.
"Du willst Daryl doch sagen, dass er dein Vater ist, oder?
Er ließ Tyler einen Moment Zeit, bevor er weitersprach.
"Ich verstehe wirklich, wie schwer das ist, aber vielleicht ist es besser, wenn er es erfährt.“
Seine Stimme blieb ruhig, doch man hörte auch die Überzeugung darin. Etwas, das keinen Zweifel ließ, dass er für ihn da war und helfen würde "Du musst das nicht alleine machen."
Kurz wanderte sein Blick zur Seite, dann wieder zurück zu Tyler.
"Und wenn du noch andere Pläne hast...", sagte er, zuckte leicht mit den Schultern und ein kleines, schiefes Lächeln huschte über seine Lippen,ganz typisch für Robby.
"solltest du mir davon erzählen." Robby war aufgefallen, dass Tyler in letzter Zeit ziemlich viel beschäftigte, doch er wusste nicht genau, was dahintersteckte und ob es vielleicht mehr war als nur die Sache mit seinem Dad und Jax.
@Tyler Dixon

Nachdem Benji von Harlan untersucht worden war und neue Schmerzmittel bekommen hatte, legte Harlan ihm nahe, dass er auf dem Zimmer bleiben sollte und höchstens bis zur Toilette gehen durfte. Als Benji fragte, ob er sich nicht wenigstens auf der Versammlung vorstellen sollte, schüttelte Harlan den Kopf und erklärte, dass das für das Knie nicht gut war und es ohnehin viel zu Anstrengend war, die vielen Stufen runter und dann wieder hoch zu laufen. "Harlan hat recht....dich überhaupt hier hoch zu kriegen, war ja schon Anstrengend genug gewesen...", sagte Victor und Benji bekam von Harlan nochmal Schmerzmittel, ehe dieser sich erstmal verabschiedete. Er würde ja später nochmal nach Benji sehen und ihnen dann auch erzählen, was auf der Versammlung besprochen worden war.
Nachdem Harlan gegangen war, half Victor seinem Freund ins Bad, da Benji auf die Toilette musste, sie wuschen sich dann auch gleich und putzten sich die Zähne. Als sie wieder ins Zimmer kamen, stand dort schon das Frühstück bereit. Das war in der Zwischenzeit gebracht worden. Da Victors Magen immernoch recht empfindlich war, bekam er Haferbrei mit Obst und eine Scheibe Weißbrot mit Fruchtaufstrich. Benji bekam ein herzhafteres Frühstück mit Rührei und Speck. Sie frühstückten zusammen und als sie fertig waren, brachte Victor die Tabletts nach unten in die Küche. De Versammlung hatte schon angefangen, aber Victor konnte nicht bleiben. Er lief wieder nach oben und legte sich dann wieder zu Benji ins Bett. Nun, wo sie zur Ruhe gekommen waren, kam in Victor das, was mit seiner Familie passiert war, wieder hoch. Das erzählte er Benji, wobei er sich immermal ein paar Tränen wegwischte. Er hoffte, dass wenigstens seine Freunde noch lebten und irgendwo in Sicherheit waren. Er selbst war sehr froh darüber, dass Benji jetzt wieder bei ihm war, denn es wäre wirklich schlimm gewesen, wenn Benji bei diesem Unfall auch gestorben wäre.
Es vergingen einige Wochen. Der Sommer ging zuende und der Herbst kam. Die Bäume verloren ihre Blätter und es wurde immer kälter. Benji ging es schon viel besser, aber ganz verheilt waren seine Verletzungen noch nicht. Das würde noch ein wenig dauern. Immerhin konnte er jetzt das Zimmer auch wieder verlassen und mit Victor an die frische Luft gehen, auch wenn sie sich schon wärmer anziehen mussten. Sie verbrachten die meiste Zeit mit Tyler und Robby, mit denen sie sich richtig gut verstanden. Auch Ellie, die Victor ja schon ein wenig länger kannte, war immer bei ihnen, denn hier konnte sie sich geben, wie sie eben war. Jax war leider immernoch nicht zurück. Victor kannte ihn noch nicht, aber er konnte die bedrückte Stimmung spüren, die über Hilltop lag. Vor allem Jesus war sehr traurig, was man ihm ansehen konnte und auch Joel war sehr traurig und hatte, seidem sie wieder hier waren nicht einmal gelacht. Zumindest hatte Victor ihn nie lachen sehen, stattdessen hatte auch er immer sehr niedergeschlagen ausgesehen.
Auch heute saßen die 5 zusammen vor dem Haus. sie saßen an einem der Picknicktische, wobei das wohl nicht mehr allzulange möglich war, denn es wurde immer kälter und draußen zu sitzen daher unangenehmer. "Was glaubt ihr wohl, was passieren wird, wenn Jax wirklich nicht bald von selbst zurück kommt...?", fragte Victor, denn er hatte ein wenig Angst, dass dann ein Krieg zwischen Hilltop und dem Gefängnis ausbrechen würde.
@Benji
@Robby
@Ellie

Diego stand früh auf, um die Pferde zu versorgen. Er ließ Julia noch schlafen und gab ihr einen zarten Kuss, ohne sie zu wecken und stand dann leise auf. Er zog sich an und ging rüber ins Bad, um sich zu waschen. Als er damit fertig war, setzte er sich seinen Hut auf und machte sich auf den Weg zum Stall. Dort sah er nach den Pferden und versorgte sie mit Heu und Wasser. Später, wenn sie auf der Weide waren, würde er sich um die Stallarbeit kümmern, Zusammen mit den beiden Männern, die ihm immer dabei halfen. Als er mit dem Füttern der Pferde fertig war, machte er sich auf den Weg ins Haus, um sich auch was zu machen. Als er in die Küche kam, waren dort auch schon Julia und Jesus. Julia hatte bereits etwas zum Frühstücken gemacht. Diego trat an sie heran und küsste sie zärtlich, wobeier ihr auch sanft über den Bauch strich. Er freute sich schon sehr auf das Kind, selbst wenn es ebenfalls stumm auf die Welt kommen würde. Da soetwas aber nur sehr selten vorkam, war die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind ganz normal sein würde, Bisher hatten Julia und er es aber noch keinem gesagt. Nur Harlan wusste natürlich bescheid. Da Jesus mitbekam, wie Diego ihr den Bauch streichelte, wusste, oder ahnte nun auch er, dass Julia schwanger war. Diego setzte sich zu Jesus an den Tisch und aß das Frühstück, das Julia für ihn gemacht hatte. Als er damit fertig war, wusch er sein Geschirr ab und gab Julia noch einen Kuss und nickte Jesus zu, ehe er sich wieder auf den Weg zum Stall machte. Als er die Küche verließ, kam ihm gerade Vane und Leah entgegen. Er begrüßte die Beiden mit einem Kopfnicken und ging zum Stall, wo er seinen Hengst sattelte und sich dann auf den Weg in den Wald machte. Sein Hengst brauchte Bewegung, auch wenn er eigentlich heute nicht raus müsste. Da sein Hengst aber friedlicher war, wenn er genug Bewegung gehabt hatte, und die Leute dann nicht ganz soviel Angst hatten, dass er aus seinem Stall ausbrechen würde, sorgte Diego täglich für genug Bewegung.
Im Wald kümmerte sich um die Untoten, die ihm und seinem Hengst überden Weg liefen. Sein Hengst trat jedem einzelnen den Schädel ein. Als Diego merkte, dass sein Hengst müde wurde, machte er sich wieder auf den Rückweg. Zudem wollte er ja auch nicht zu spät zur Versammlung kommen. Als er wieder zurück in Hilltop war, brachte er seinen Hengst auf seine Weide und sattelte ihn ab. Er wusch ihm auch die Beine ab, da an ihnen noch Blut von den Untoten klebte. Als das erledigt war und sein Hengst müde und zufrieden noch etwas graste, machte sich Diego auf den Weg ins Haus. Als er im Besprechungsraum ankam, sah er sich nach Julia um und entdeckte sie und Harlan in einer der vorderen Reihen, da der Raum schon voll war, ging Diego zu Julia und ließ sie wissen, dass er zurück war, dann lehnte er sich an die Wand und nur kurze Zeit, leistete ihm Daryl Gesellschaft.
Jesus eröffnete die Versammlung und erklärte, was sie im Gefängnis durchgemacht hatten. So wussten die Leute auch gleich bescheid, warum Tyler in den nächsten Wochen nichts machen durfte, sowie auch Benji, den sie dann später noch kennenlernen würden. Jesus stellte auf der Versammlung auch klar, dass er Jax nicht im Stich lassen würde. Er wollte aber auch wissen, was die Leute darüber dachten. Joel wollte seinen Bruder natürlich wiederhaben und würde notfalls sogar allein versuchen, ihn zu retten, aber Joel würde dabei ganz sicher nicht allein sein, denn Jesus hatte ja schon klar gemacht, dass er Jax nicht aufgeben würde und Diego würde Jax auch nicht im Stich lassen. Der Großteil der Leute hier, waren ebenfalls der Ansicht, dass Jax nicht im Stich gelassen werden durfte. Nur Peter war dagegen, dass Jax wieder zurückkam, aber der mochte Jax ohnehin nicht besonders, das hatte man auch vorher schon gemerkt. Peter war der Meinung, dass man nicht mehrere Menschenleben gefährden sollte, nur um ein einziges Leben zu retten. Daryl drückte Peter einen passenden Spruch rein, zu dem Diego nickte. Denn Jax war nicht nur als Mensch wichtig, sondern auch als Chirurg. Aber Diego fand das eher zweitrangig, den Jax gehörte zu ihnen, sie alle hier waren sowas, wie eine Familie und Diego war der Ansicht, dass man ein Familienmitglied nicht einfach im Stich lässt.
Es vergingen einige Wochen. Der Sommer war vorbei und der Herbst war inzwischen im vollem Gange. In Hilltop bereiteten sich die Leute auf den kommenden Winter vor. Es mussten noch einige Ernten eingebracht werden, wobei Diego mithalf. Inzwischen hatten sie auch Rick kennengelernt und Hilltop bildete nun zusammen mit dem Moonlight und Alexandria eine große Gemeinschaft. Daryl pendelte öfter zwischen Alexandria und Hilltop hin und her. Da Jax immernoch nicht zurück war, hatte Daryl nun beschlossen, nach dem richtigen Gefängnis zu suchen und er wollte Diego fragen, ob er mitkommen würde. Ellie bekam das mit und bot sich gleich an, die beiden zu begleiten. Diego allerdings zögerte, denn er wollte Julia nicht allein hier lassen, auch wenn sie nicht wirklich allein war. Da es ihr in letzter Zeit Morgens immer so schlecht ging und sie sich öfter übergeben musste, machte sich Diego ohnehin schon Sorgen um sie, obwohl Harlan ihm erklärt hatte, dass das in den ersten Monaten der Schwangerschaft ganz normal war. Daher kam auch nicht in Frage, dass sie mitkam. Ellie bestand allerdings darauf, Daryl zu begleiten und als Julia dazukam, war auch sie der Meinung, dass Diego mitgehen sollte. So würde sein Hengst wenigstens mal wieder mehr Bewegung bekommen. Sie meinte Scherzhaft, dass er schon ein wenig fett geworden wäre, da Diego seine Ausritte in letzter Zeit kürzer hielt, als sonst. Auch Tristan, der in der Nähe beschäftigt war, bekam die Unterhaltung mit und kam zu ihnen. "Wenn ihr geht, solltest ihr vielleicht auch Jesus mitnehmen....dann kommt er vielleicht mal auf andere Gedanken....", sagte Tristan, der sich dann mit Malcolm und Joel um Hilltop kümmern würde. Auch Ellie hielt die Idee für gut und sie würden ja nicht ganz so lange weg bleiben. Sobald der erste Schnee fiel, würden sie sich wieder auf den Rückweg machen, denn im Winter war es nicht möglich nach dem richtigen Gefängnis zu suchen. Schließlich ließ sich Diego überreden und sie machten sich auf den Weg zu Jesus, um ihn zu fragen, ob er mitkommen würde.
@Julia Carson
@Ellie
@Paul Rovia (Jesus)

Benji ließ sich nach der Untersuchung erschöpft zurück ins Bett sinken, während Harlans und Victors Worte noch in seinem Kopf waren. Er hätte sich gern wenigstens kurz unten gezeigt, einfach um sich vorzustellen und um zu wissen, was los war. Aber tief in sich drin wusste er auch, dass Harlan und Victor recht hatten. Schon der Weg hier hoch hatte sich angefühlt wie eine halbe Ewigkeit.
Als Victor ihn später im Bad unterstützte, war Benji stiller als sonst. Jeder Schritt erinnerte ihn daran, wie knapp das alles gewesen war. Trotzdem war er dankbar, dass Victor bei ihm war und ihm half.
Beim Frühstück sah er kurz zu Victor.
"Du solltest wieder etwas mehr essen, sobald du kannst." sagte er leise, ohne Druck. Er wusste ja selbst, wie schwer das sein konnte, machte sich aber auch Sorgen deswegen.
Als Victor später wieder zurückkam und sich zu ihm legte, merkte Benji sofort, dass etwas nicht stimmte. Er sagte nichts, hörte ihm einfach zu, während Victor von seiner Familie erzählte. Seine Stimme, die immer wieder mal stockte, traf ihn mehr, als er erwartet hatte.
Benji drehte leicht den Kopf zu ihm.
"Hey…", sagte er leise und zog ihn ein Stück näher zu sich während er seine Stirn leicht an Victors legte. "du bist nicht allein damit, okay?"
Er zögerte kurz, dann legte er vorsichtig eine Hand auf Victors Arm.
"Und… solange wir hier sind, hast du mich und auch alle anderen hier."
Er wusste, dass das die Vergangenheit nicht besser machte, aber vielleicht machte es das was geschehen war ein kleines bisschen leichter.
Die Wochen danach zogen sich dahin. Der Herbst begann langsam und Benji wurde in dieser Zeit Schritt für Schritt stärker. Anfangs schaffte er nur ein paar Meter, dann immer mehr. Manchmal war es frustrierend, aber auch beruhigend zu merken, dass es voranging.
Draußen mit den anderen zu sitzen fühlte sich fast wieder normal an. Meist hörte Benji mehr zu, als dass er sprach, und beobachtete, wie die Gruppe miteinander umging. Es tat gut, nicht allein zu sein und Gleichgesinnte um sich zu haben.
Als Victor schließlich nach Jax fragte, wurde Benji ernst.
"Er ist ja nicht einfach weg." sagte er ruhig. "Und genau da liegt vielleicht das Problem."
Er ließ den Blick kurz durch die Runde schweifen, dann sah er wieder zu Victor.
"Er ist dort geblieben, damit die anderen rauskommen.“
Seine Finger strichen gedankenverloren über das Holz des Tisches.
"Der Anführer,der funktionieren muss,ist sehr traurig,hat wahrscheinlich auch Schuldgefühle. Ich kann mir vorstellen, dass das echt schwer sein muss. Und… wir brauchen Jax hier“, fügte er nach einem Moment hinzu. "Ich kenne ihn ja noch nicht aber er ist nicht nur irgendein Kämpfer. Er ist Chirurg. Wenn hier jemand schwer verletzt wird… dann ist er der, der wirklich helfen kann."
Kurz zögerte er, dann sprach er weiter
"Und er ist der Ehemann vom Anführer. Das macht das Ganze nicht einfacher."
Er atmete einmal durch.
Sein Blick wurde etwas sanfter, als er kurz zu Victor sah.
"Und wir hatten Glück, dass wir hier aufgenommen wurden.
In vielen anderen Gemeinschaften wären wir wahrscheinlich nicht mal reingelassen worden… oder hätten uns deutlich schwerer getan, uns einzuleben. Hier ist es anders. Die Leute halten zusammen. Genau deshalb… wird es ihnen auch nicht egal sein, dass er fehlt, zumindest den meisten nicht."
Benji hob wieder leicht die Schultern.
"Ich glaube… es wird schwierig, wenn er nicht zurückkommt." sagte er ruhig.
Er sah kurz erneut in die Runde.
"Vielleicht gibt es nicht gleich Streit… aber die Leute werden anfangen, sich noch mehr Gedanken zu machen.
Und das macht alles schnell kompliziert."
Benji richtete seinen Blick wieder auf Victor und zuckte leicht mit den Schultern.
"Aber vielleicht kommt er ja einfach wieder." fügte er dann noch hinzu. "Man weiß ja nie."
Ein kleines, vorsichtiges Lächeln erschien auf seinem Gesicht.
"Bis dahin sollten wir uns nicht verrückt machen. Vielleicht wird alles gut.."
@Victor Salazar

Julia hatte den Morgen entspannt begonnen, auch wenn ihre Gedanken immer wieder zu Jax und den anderen abschweiften, die im Gefängnis gewesen waren. Während sie das Frühstück zubereitete, hatte sie sich bewusst konzentriert, als könnte sie so die Unruhe in sich vertreiben. Als Diego sie küsste und seine Hand sanft über ihren Bauch strich war für einen flüchtigen Moment alles still. Kein Zweifel, keine Angst,nur dieses warme, sichere Gefühl, das Diego ihr immer gab. Doch wie so oft hielt dieser Moment nicht lange an.
Nach dem Frühstück war sie mit ihrem Bruder Harlan zur Versammlung gegangen. Sie hatte sich hingesetzt, die Hände zunächst ruhig im Schoß liegen, doch immer wieder wanderte eine wie von selbst zu ihrem Bauch,eine unbewusste, schützende Geste, die mehr verriet, als Julia vielleicht wollte. Die Unruhe in ihr blieb aber.
Als Diego den Raum betrat, ging er zu ihr, um zu zeigen, dass er da war, und lehnte sich dann an die Wand. Sie suchte noch einmal kurz seinen Blick und für einen Moment trafen sich ihre Augen. Ein sanftes, flüchtiges Lächeln huschte über ihr Gesicht, bevor sie ihre Aufmerksamkeit wieder dem Geschehen vorne widmete.
Als Jesus zu sprechen begann, wich die Sanftheit aus ihrem Gesicht. Ihr Blick wurde ernst und konzentriert. Besonders bei der Erwähnung von Jax zog sich in ihr etwas schmerzhaft zusammen. Sie konnte nur zu gut nachempfinden, wie es ist, jemanden zurücklassen zu müssen, den man liebt. Unbewusst nickte sie leicht, als die Frage aufkam, ob sie etwas unternehmen sollten, um Jax zu retten, falls er nicht bald zurückkehren würde.
Für sie gab es darauf nur eine Antwort: Ja!
Als Joel sprach, wanderte ihr Blick kurz zu ihm. Der Schmerz war ihm deutlich ins Gesicht geschrieben. Julia verstand das nur zu gut. Niemand, der in diesem Gefängnis gewesen war, war unversehrt aus all dem herausgekommen und Jax war an diesem furchtbaren Ort zurückgeblieben.
Ihre Finger krallten sich für einen Moment leicht in den Stoff ihrer Hose, doch dann beruhigte sie sich schnell wieder. Langsam hob sie den Blick, während mehrere Stimmen nacheinander zu hören waren. Es gab keine feste Reihenfolge, in der die Bewohner sprechen sollten. Als Nächstes stand Julia auf.
"Wir können ihn nicht dort lassen." Ihre Stimme war nicht sehr laut, aber klar genug, um gehört zu werden.
"Wenn wir anfangen, Leute zurückzulassen, verlieren wir mehr als nur sie. Dann geht unsere Gemeinschaft verloren."
Ihr Blick wanderte kurz zu Diego, bevor er wieder zu Jesus zurückkehrte.
"Wir finden einen Weg. Irgendwie. Und wenn er nicht von allein nach Hause kommt… dann sorgen wir dafür, dass er gefunden wird."
Sie wusste selbst, dass sie nicht diejenige sein würde, die mit losziehen würde. Nicht jetzt in ihrem Zustand. Doch das änderte nichts an ihrer Überzeugung. Es mochte schwer sein und sogar gefährlich aber nichts zu tun war keine Option.
Langsam setzte sie sich wieder, atmete aus und legte erneut eine Hand auf ihren Bauch. Eine kleine Geste, die sie wieder runterbrachte
Sie mussten es tun. Für Jax. Für Jesus. Für Joel. Für alle aus Hilltop.
Die Wochen danach zogen ins Land, der Sommer ging und machte dem Herbst Platz. Die Luft wurde kühler und die Tage kürzer. Hilltop bereitete sich auf den Winter vor. Julia half, so gut sie konnte, auch wenn ihr Körper ihr nicht immer gehorchte. Die morgendliche Übelkeit kam und ging, war hartnäckig und schwer zu ignorieren. Trotzdem hielt sie durch.
Als sie an diesem Tag zu den anderen kam und das Gespräch zwischen Diego, Daryl, Tristan und Ellie mitbekam, verstand sie sofort, worum es ging.
Sie blieb einen Moment stehen und beobachtete Diego. Sein Zögern war kein Zeichen von Schwäche, sondern von Sorge und genau deshalb durfte es ihn nicht aufhalten. Schließlich trat sie noch etwas näher.
Ihre Hand fand seine. Sie sah zu ihm auf.
"Du solltest mitgehen." sagte sie leise.
Kein Zweifel war in ihrer Stimme zu hören.
Unbewusst legte sie ihre freie Hand auf ihren Bauch.
"Hier ist alles in Ordnung." sprach sie weiter. "Wir sind genug Leute… und ich bin nicht allein."
Ein sanftes Lächeln huschte über ihre Lippen.
"Und dein Hengst…", sagte sie leise. "Der wird es dir danken, wenn du ihm mal wieder mehr abverlangst als nur kurze Strecken. In letzter Zeit ist er sowieso ein bisschen dick geworden." Sie meinte es eher scherzhaft als ernst und schmunzelte leicht bei ihren Worten.
Doch die Wärme in ihrem Gesichtsausdruck blieb als sie ihre Hand langsam aus seiner löste und stattdessen leicht über seinen Arm strich.
Es fiel ihr nicht ganz so leicht da es gefährlich werden würde aber sie wusste, dass es richtig war.
"Pass auf dich auf", sagte sie leise, bevor ihr Blick zu den anderen wanderte, die mitwollten. "Ihr alle und ganz besonders du", meinte sie dann zu Ellie und ging zu dem Mädchen, um sie kurz zu umarmen. Sie wusste nur zu gut, dass Ellie manchmal ziemlich draufgängerisch für ein Mädchen war.
Dann ging sie zurück zu Diego und sah erneut zu ihm auf. Einen Augenblick lang betrachtete sie ihn, als wollte sie sich sein Gesicht genau einprägen. "Komm heil wieder zurück..." flüsterte sie und gab ihm einen Kuss, bevor er mit den anderen wegging, um Jesus zu fragen, ob er mitkommen würde.
@Diego Dixon
Ellie saß mit den anderen am Picknicktisch vor dem Haus, die Beine hatte sie locker unter dem Tisch verschränkt, die Hände hatte sie um einen mittlerweile nur noch lauwarmen Becher Kakao gelegt. Die kühle Herbstluft war leicht auf ihren Wangen zu spüren, aber sie ignorierte es. Ihr Blick wanderte zwischen Victor und Benji hin und her, während sie ihnen zuhörte.
Als Victor diese Frage stellte, hob sie leicht eine Augenbraue. Die Unsicherheit in seiner Stimme war kaum zu überhören. Und Benjis Antwort… die traf es genau.. Viele vermutlich dachten es vermutlich, aber sprachen es nicht aus.
Ellie atmete durch und lehnte sich ein Stück nach vorne, die Ellbogen stützte sie dabei auf den Tisch.
"Dann holen wir ihn zurück."
Ihre Stimme war ruhig, aber da war dieses Funkeln in ihren Augen, das verriet, dass sie das nicht einfach so dahingesagt hatte.
"Ich mein…" Sie zuckte leicht mit den Schultern und sah kurz in die Runde. "Wir sitzen hier nicht einfach auf Dauer rum und hoffen, dass alles gut wird, oder?" Ihr Blick blieb kurz an Victor hängen.
"Benji hat recht… das wird kompliziert, wenn er nicht zurückkommt." sagte sie dann, etwas leiser. "Nicht nur wegen… dem ganzen Anführer-Zeug und das er der Mann von Anführer ist.. Nein.."
Sie verzog leicht das Gesicht.
"Sondern weil er zu Hilltop gehört. Und wenn man anfängt, Leute zurückzulassen…“ Sie brach den Satz ab und schüttelte kaum merklich den Kopf. "Das frisst sich rein und wird früher oder später zu einem richtigen Problem.."
Für einen Moment wurde sie still und starrte auf die Maserung des Holztisches.
Dann schnaufte sie leise und richtete sich wieder etwas auf.
"Aber hey…" Ein leicht freches Grinsen huschte über ihr Gesicht. "Vielleicht kommt er wirklich einfach zurück und wir machen uns hier alle völlig umsonst verrückt."
Ein kurzer Blick zu Benji, dann wieder zu Victor und den anderen beiden.
"Und bis dahin…" Sie tippte leicht mit den Fingern auf den Tisch. "Können wir uns wenigstens vorbereiten.. Trainieren.. Reiten üben.. und sowas.. Okay.. Ich nicht.. Ich kann reiten aber ich kann andere Sachen üben und trainieren die ich noch nicht so gut kann..
Etwas später, als sie das Gespräch zwischen Daryl, Diego und den anderen mitbekam, wurde Ellie sofort hellhörig.
Es ging um das Gefängnis. Sie wollten es suchen.
Ellie war von ihrem Platz aufgesprungen und war hingelaufen..
"Ich komm’ mit." Sagte sie überzeugt..
Es war kein Zögern zu hören in ihrer Stimme. Sie musste darüber auch nicht nachdenken..
Als Diego zögerte, verschränkte sie kurz die Arme und beobachtete die anderen. Sein Blick ging immer wieder zu Julia, und Ellie verstand das… Irgendwie. Aber gleichzeitig verstand sie es auch nicht.
Als Julia schließlich selbst sagte, dass er gehen sollte, entspannte sich Ellies Haltung.
"Siehst du?" warf sie ein und grinste leicht zu Diego rüber. "Alles geregelt."
Tristans Vorschlag ließ sie kurz innehalten. Jesus mitnehmen?
Ihr Blick wanderte unbewusst in die Richtung des Hauses wo das Büro war, dort hielt er sich oft auf neben dem Funkraum, wenn er nicht gerade draußen mitarbeitete,was Jesus auch oft tat.. Für einen Moment wurde ihr Gesicht etwas ernster.
"ist vielleicht gar nicht so dumm,die Idee." sagte sie dann. "Er dreht hier sonst nur durch."
Das war nicht böse gemeint. Eher ehrlich.
Als Julia zu ihr kam und sie umarmte, war Ellie kurz überrascht, erwiderte die Umarmung dann aber. Ihre Hände klopften ihr leicht auf den Rücken.
"Ich pass’ schon auf mich auf." sagte das Mädchen, halb grinsend, halb ernst. "Mach ich immer. Ich komm’ schon zurecht."
Als sie sich wieder lösten, sah Ellie ihr noch einen Moment nach, dann wanderte ihr Blick zurück zu Diego.
"Also…" Sie hob eine Augenbraue. "Gehen wir jetzt, oder wollen wir noch warten, bis dein Hengst über den Boden rollt?"
Ein kleines, freches Grinsen zeigte sich auf Ellies Gesicht.
Aber in ihren Augen lag noch etwas anderes. Es war Entschlossenheit und vielleicht auch ein kleines bisschen Ungeduld, endlich wieder etwas zu tun, statt nur abzuwarten.
@Diego Dixon

RE: Home sweet Home
in Hilltop Innenbereich 07.04.2026 23:05von Daryl Dixon •
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Nach der Versammlung hatte sich Daryl auf den Weg nach Hause gemacht. Natürlich nicht, ohne sich vorher zu verabschieden. Vor allem von Ellie, die ihm das übel genommen hätte, wenn er sich einfach aus dem Staub gemacht hätte. Daryl mochte das Mädchen sehr und da Diego sie als Tochter adoptiert hatte, war Daryl ja nun sowas, wie ihr Onkel. "Mach´s gut, Kleine...und pass auf Diego auf...ich bin in ein paar Tagen wieder da...", sagte er und umarmte Ellie nochmal kurz, ehe er sich dann auf den Weg machte.
Die Fahrt nach Alexandria dauerte ungefähr 2 Stunden, aber das war okay. Mit dem Motorrad kam Daryl gut vorran und erreichte schließlich Alexandria, wo er durch das Tor gelassen wurde und sein Bike abstellte. Er wurde auch gleich von Carol und einigen anderen begrüßt. Natürlich auch von Rick, der alles über Hilltop wissen wollte. Daryl erzählte ihm alles und versicherte ihm auch, dass die Leute in Hilltop gute Leute waren und dann erzählte er ihm auch von Vane und der Gemeinschaft, die von Vane angeführt wurde. Rick war überrascht, dass Daryl offenbar noch mehr Brüder hatte, als nur Merle, den er ja kennengelernt hatte und wusste, was Merle für ein Arschloch war. Vor allem war Rick aber überrascht, als Daryl ihm von Diego erzählte, der ja Daryls Zwillingsbruder war. Das hatte Rick neugierig gemacht und er war schon gespannt auf Daryls Brüder, wobei er hoffte, dass Vane und Diego nicht auch solche Idioten, wie Merle waren.
Wie Daryl es Ellie versprochen hatte, kam er ein paar Tage später nach Hilltop zurück. Diesmal hatte er allerdings Rick, Michonne, Carol, Carl, Maggie und Glenn dabei. Da Rick der Sache noch nicht so vertraute, wollte er liebert auf Nummer sicher gehen und mit mehr, als nur zwei Leuten hinfahren. Sie wurden nach ihrer Ankunft in Hilltop von Jesus, Malcolm und Vane begrüßt, der ja extra zusammen mit Leah gewartet hatte. Rick unterhielt sich mit Jesus und Vane, während sich Michonne, Carl, Carol, Maggie und Glenn in Hilltop umsahen und sich mit den Leuten unterhielten. Ziemlich interessant fanden sie Diego, der zwar aussah, wie Daryl, sich aber ganz anders verhielt. Vor allem schien er Pferde zu lieben, während Daryl Pferde nicht ganz so gern mochte. Es lief alles super und Ricks Gruppe freundete sich mit den Leuten aus Hilltop an. Carol hatte irgendwie einen Narren an Joel gefressen, den sie zum knuddeln niedlich fand, es tat ihr jedoch leid, dass er so unendlich traurig war. Jesus hatte Rick die Lage erklärt und Sowohl Rick, als auch Vane waren bereit zu helfen, wenn es dazu kommen würde, dass Jax befreit werden musste.
Es vergingen einige Wochen und der Sommer war vorbei. Inzwischen war der Herbst in vollem Gange. In allen 3 Gemeinschaften gab es sehr viel zu tun. Zudem war Vane mit Waffenbestellungen aus Hilltop und Alexandria beschäftigt, dafür bekam das Moonlight einen Teil der Ernten aus Alexandria und Hilltop. Vor allem Weizen, mit dem Brot gebacken werden konnte. Daryl hatte mit Rick gesprochen und wollte vor dem Winter immerhin schonmal anfangen die Gefängnisse in Georgia zu checken, damit sie wussten, welches das Richtige war. Das würde wohl eine Weile dauern und sie würden wohl auch bis zum Winter nicht fertig werden, es sei denn, sie hätten Glück. Sie würden sehen, wie weit sie bis zum ersten Schnee kommen würden. Spätestens, wenn es das erste Mal zu schneien anfangen würde, mussten sie wieder nach Hause, denn im Winter durch die Gegend ziehen und in verlassenen Häusern zu übernachten, war im Winter nicht gut. Vor allem, wenn sie in einer Gegend unterwegs waren, wo es keinen Unterschlupf gab. Diego zögerte erst und Daryl hatte auch Verständnis, denn Diego wollte seine schwangere Frau nicht einfach alleine lassen, aber Julia war auch der Meinungm, dass er mitgehen sollte, als sie meinte, dass der Hengst schon dicker geworden war und wieder mehr Bewegung brauchte, musste Daryl etwas grinsen. Auch Ellie wollte mitkommen. Daryl hatte nichts dagegen, denn das Mädchen konnte gut kämpfen und war anders, als es Mädchen in ihrem Alter sonst waren.
Als Tristan dann meinte, dass es Jesus auch gut tun würde, wenn er mal aus Hilltop rauskam, beschlossen sie ihn zu fragen. Da Jesus in letzter Zeit meistens in seinem Büro, oder im Funkraum war, versuchten sie es dort. Sie fanden ihn schließlich mit Tom im Büro, wo er mit dem Jungen spielte. "Wir wollen schonmal mit der Suche nach dem Knast anfangen...gibt ja schließlich 35 Stück in Georgia...So können wir dann wenigstens schonmal ein paar ausschließen..es wäre vielleicht auch hilfreich, wenn ihr euch noch an irgendwas von eurer Flucht erinnert...Vielleicht irgendein besonderes Gebäude, oder so....Tristan hat gemeint, dass es dir vielleicht gut tun würde, wenn du mitkommst...", sagte Daryl, der dann auch Peter bemerkte, der ständig irgendwie versuchte in der Nähe von Jesus zu sein. "Außerdem hättest du mal Ruhe vor der Klette....der stalkt dich ja richtig...", sagte Daryl und sah zu Jesus. "Ich find, das Tristan recht hat....so kommst du auch vielleicht auf andere Gedanken....auch wenn der Trip nicht einfach wird, oder viellicht auch gerade deswegen....dann hast du nicht mehr soviel Zeit zum Grübeln....und hast Ruhe vor deiner Klette....", sagte Daryl und wartete ab, was Jesus dazu sagten würde.
@Paul Rovia (Jesus)
@Ellie
@Julia Carson

RE: Home sweet Home
in Hilltop Innenbereich 08.04.2026 11:38von Paul Rovia (Jesus) •
| 2.461 Beiträge
Jesus hatte in den letzten Tagen kaum einen Moment gefunden, in dem sein Kopf wirklich zur Ruhe kommen konnte. Hilltop war lebendiger geworden, voller neuer Leute und Stimmen, neuen Aufgaben aber auch Sorgen und Hoffnung wegen Jax zugleich. Und mittendrin war er selbst, gefangen zwischen Verantwortung und Erinnerungen an Jax die einfach überall waren, aber er selber war nicht hier und der Funkkontakt war auch bisher ohne Erfolg. Das Peter ihn gehört hatte und dann die Frequenz völlig verstellt hatte ahnte hier in Hilltop niemand. Dass Peter ein merkwürdiger Nerd war, wusste jeder aber das er so bösartig und hinterlistig sein konnte dachte niemand.
Als Daryl dann mit Rick und den anderen in Hilltop angekommen war, war Jesus zum Tor gekommen.. An seiner Seite standen Vane und Leah und Malcolm. Jesus hatte Rick,von dem Daryl geredet hatte, sofort erkannt, noch bevor dieser näher trat. Die Art, wie er sich bewegte, wachsam, aber kontrolliert, verriet, dass er der Anführer sein musste.
Hi, Du musst Rick sein.“, hatte Jesus ruhig gesagt und ihm die Hand gereicht. jesus Blick war aufmerksam, fast ein wenig prüfend, doch nicht unfreundlich. "Willkommen in Hilltop." sagte er und hatte dann auch seinen Zwillingsbruder Malcolm,seine Schwester Leah und Vane vorgestellt.
Das Gespräch zwischen, Rick und Vane und ihm entwickelte sich schnell. Jesus erklärte die Situation rund um Hilltop, die Bedrohungen und die Unsicherheiten. Rick hörte aufmerksam zu, stellte gezielte Fragen. Dann unterhielten sie sich über den Handel zwischen den Gemeinschaften..
Jesus bemerkte schnell, dass Rick kein Mann war, der leicht anderen vertraute, aber auch keiner, der vorschnell urteilte. Als das Thema auf Jax kam, wurde die Stimmung spürbar schwerer. Jesus’ Stimme hatte sich dabei kaum verändert, doch in seinen Augen lag Sorge, das sich nicht ganz verbergen ließ.
"Wenn es so weit kommt…" , hatte Rick schließlich gesagt. "dann helfen wir."
Vane nickte zustimmend.
Jesus hatte daraufhin kurz genickt. "Danke.." Sagte er noch. Es waren keine großen Worte aber es war genug. Er war wirklich dankbar für die Hilfe von allen.
Nach dem Gespräch mit Vane und Rick hatte er sich auch die Zeit genommen, die anderen aus Alexandria kennenzulernen. Michonne fiel ihm sofort auf. Ihre Haltung wirkte aufmerksam, sie hatte ein Katana bei sich, das erinnerte ihn wieder schmerzlich an Jax. Das Gespräch zwischen Ihr und Jesus war kurz gewesen, aber respektvoll.
Carol hingegen war ganz anders. Freundlich, fast warm, aber mit einer Tiefe, die Jesus nicht entging. Als sie Joel entdeckt hatte, hatte Jesus ihren Blick bemerkt. Dieses leise Mitgefühl war ihm nicht entgangen. Sie hatten sich auch über ihn unterhalten und was mit ihm los war..Jesus hatte nichts schöngeredet. Er erzählte alles wie es war..
"Er hat viel verloren." hatte er gesagt. "Sein Bruder ist weg aber zumindest hat er noch Malcolm und mich. Wir helfen ihm."
Carol nickte zustimmend. Offenbar verstand sie es besser als viele andere. Jesus vermutete, dass sie in der Vergangenheit ebenfalls einiges verloren hatte.
Carl hatte Jesus überrascht. Für sein Alter wirkte er sehr erwachsen. Während ihres Gesprächs stellte Carl direkte Fragen und wollte wissen, wie Hilltop funktionierte, wie sie sich verteidigten und ähnliches. Jesus hatte ihm offen geantwortet und dabei bemerkt, dass dieser Junge viel zu früh erwachsen geworden war.
Maggie und Glenn brachten dagegen eine andere Energie mit, vielleicht sogar ein wenig Hoffnung. Besonders Maggie zeigte Interesse an den Feldern, den Vorräten und der Struktur von Hilltop. Sie stellte kluge Fragen, während Glenn aufmerksam zuhörte und gelegentlich eigene Gedanken einbrachte. Jesus mochte die beiden sofort, denn sie wirkten wie Menschen, die etwas aufbauen wollten und nicht nur ums Überleben kämpften.
In den Wochen danach kehrte der Alltag zurück, doch er war nicht mehr derselbe. Die Gemeinschaften arbeiteten zusammen, teilten Ressourcen und schmiedeten Pläne. Während um ihn herum alles wuchs, zog sich Jesus jedoch immer weiter zurück. Sein Büro wurde zu einem festen Rückzugsort, ebenso wie der Funkraum und der Wald rund um Hilltop. Die Gespräche mit den Bewohnern wurden seltener.
Als Daryl schließlich wieder vor ihm stand, zusammen mit Ellie und Diego, saß Jesus entspannt auf dem Boden und spielte mit Tom. Für einen Moment wirkte alles normal, fast friedlich. Doch kaum begann Daryl zu sprechen, änderte sich die Stimmung im Raum.
Jesus hörte aufmerksam zu, ohne ihn zu unterbrechen. Die Idee, nun die Gefängnisse in Georgia zu suchen, erschien logisch,sogar notwendig. Bei der Erwähnung der Flucht kamen Jesus Bruchstücke des Weges in den Sinn, aber auch Erinnerungen an die Zeit im Gefängnis,das Gefühl von Enge, von Angst und die Sorge um Jax und die anderen, die damals mit ihm dort waren.
Sein Blick wurde für einen Moment leer und traurig, bevor er sich wieder fing.
Dann fiel Daryls Kommentar über Peter. Er sagte zunächst nichts dazu, aber sein Blick wanderte kurz zur Tür, als würde er überprüfen, ob jemand lauschte. Peter war natürlich wie so oft in der Nähe..
Stille breitete sich für einen Moment aus, nachdem Daryl zu Ende gersprochen hatte
Jesus blieb noch kurz sitzen bevor er langsam aufstand. Seine Bewegungen waren ruhig.
Er sah Daryl direkt an. "35 Gefängnisse …" wiederholte er leise. "Das ist viel." Er atmete tief durch.
"Aber du hast recht" sagte er schließlich. "Herumsitzen und Grübeln bringt uns nicht weiter. Und das Funkgerät hat bisher auch nichts gebracht."
Sein Blick wanderte kurz zu Tom, der immer noch spielte. Jesus legte dem Kind kurz die Hand auf die Schulter.
Dann sah er wieder zu Daryl und den anderen.
"Ich komme mit."
Eine kurze Pause folgte, bevor er wieder weitersprach.
"Und vielleicht… erinnere ich mich unterwegs an mehr."
Seine Stimme war ruhig, aber fester und überzeugter als noch zuvor.
Etwas Ablenkung und die Suche nach den Gefängnissen und Jax würden ihm sicher guttun.
Und vielleicht auch der Abstand zu allem, was ihn hier herunterzog. Vor allem jede Erinnerung an Jax hier in Hilltop und der Abstand zu Peter, der ihn wirklich schon fast stalkte.
Jesus blieb noch einen Moment stehen, nachdem er seine Entscheidung ausgesprochen hatte, mitzukommen. Doch dann wanderte sein Blick wieder zu Tom.
Der Junge hatte aufgehört zu spielen und sah ihn nur still an. Jesus erwiderte den Blick. Für einen Moment lag in seinen Augen etwas Weiches, fast Verletzliches.
"Ich muss vorher noch etwas erledigen." sagte er, bevor er zur Türe ging.. Er öffnete sie einen Spalt und warf einen Blick in den Flur. "Charlotte!" rief er. "Kommst du mal bitte ins Büro?" Sie war in der Nähe, und es dauerte nicht lange, bis Schritte zu hören waren. Als Charlotte schließlich anklopfte und eintrat, sah Jesus sie kurz an. "Ich brauche dich für ein paar Tage." sagte er ruhig und trat beiseite, damit sie ins Büro kommen konnte. Er deutete leicht in Toms Richtung.
"Ich werde für ein paar Tage unterwegs sein." erklärte er knapp. "Kannst Du in der Zeit nach ihm sehen?"
Tom sah zwischen ihnen hin und her. Der Junge sah jetzt ein wenig traurig aus als würde er gleich weinen. Er verstand schon mehr als man manchmal erahnen würde.
Jesus ging zu ihm und nahm ihn auf den Arm um ihn zu beruhigen..
"Hör auf sie, ja?" sagte er ruhig. "Ich bin bald wieder bei dir.."
Dann gab er ihn Charlotte.
"Danke. Du weißt ja, wo alles ist und wie du ihn beruhigen kannst."
Mehr brauchte er nicht zu sagen im Moment.
Anschließend wandte er sich wieder Daryl und den anderen zu.
"Wir können dann gleich los. Ich hol mein Zeug für unterwegs und zieh mich um.." Er war im Moment nicht für draußen gekleidet..
"Wir treffen uns in einer Stunde am Tor.."
Dann machte er sich auf den Weg in sein Zimmer,zog sich um. Anschließend holte er seine Waffen aus der Waffenkammer und Vorräte für unterwegs aus der Küche.
Dann lief er zu den Ställen und sattelte Hunter. Einige der Vorräte verstaute er in einer Satteltasche und dann kam auch Buckley angelaufen und bellte. Offenbar wollte er mit. Da Jesus, dass für keine schlechte Idee hielt da der Hund draußen bei der Suche nach dem Gefängnis und Jax mit seiner Spürnase hilfreich sein könnte legte er ihm sein Geschirr an.
Als er alles erledigt hatte, führte er Hunter zum Tor gefolgt von Buckley, um mit den anderen aufzubrechen.
@Daryl Dixon
@Diego Dixon

Joel hatte auf der Versammlung seinen Standpunkt klargemacht, denn wenn Jax es nicht von allein schaffte zurück zu kommen, dann würde Joel es ganz sicher nicht einfach hinnehmen und seinen Bruder einfach aufgeben. Das kam für Joel garnicht In Frage. Er würde notfalls auch alleine losziehen, um Jax zu finden und zu retten und wenn er dabei sterben würde, dann hatte er es wenigstens versucht. Er war froh, als Malcolm sagte, dass auch er Jax nicht im Stich lassen würde. Die Meisten hier waren bereit dieses Gefängnis zu suchen und Jax zu retten. Nur Peter war dagegen, aber bei dem wussten Joel und Malcolm auch, warum, denn Peter war scharf auf Jesus und wollte daher nicht, dass Jax jemals wieder zurück kam.
Das zeigte Peter in den nächsten Wochen auch deutlich, denn er hing, wie eine Klette an Jesus und versuchte ihm einzureden, dass Jax sicher tot ist, oder nicht zurückkommt, weil er schon einen anderen hat. Er versuchte mit allen Mitteln Jesus einzureden, dass er Jax aufgeben und einer neuen Liebe eine Chance geben sollte. Darauf ließ sich Jesus aber zum Glück nicht ein, denn auch er glaubte fest daran, dass Jax zurück kommen würde und dass er noch lebte und sie ihn zur Nor dann eben retten würden. Joel war froh, dass sie inzwischen mit Alexandria und dem Moonlight starke Verbündete hatten, die ihnen in der Not zur Seite stehen würden. Carol schien ihn sehr zu mögen. Joel fand sie ja nett, aber er war in letzter Zeit einfach nur noch sehr traurig, denn er vermisste seinen Bruder sehr. Das merkte er wieder, als ihm beim Staubwischen ein Buch runterfiel, in das er ein Foto gesteckt hatte und dieses herausfiel. Darauf waren er und Jax. Das Foto hatte Jesus mit der Sofortbildkamera gemacht etwa eine Woche bevor sie entführt worden waren. Als Joel das Foto ansah, fing er an zu weinen und setzte sich auf das Bett. In ihm kam die Angst hoch, dass Jax vielleicht wirklich schon tot war und deshalb nicht zurück kam, aber dann würde Joel das sicher im Gefühl haben.
Joel saß weinend auf dem Bett, als Malcolm hereinkam. "Er fehlt mir so...", sagte er und zeigte Malcolm das Foto. Malcolm sah sich das Foto an und nahm ihn in den Arm. Ihm fehlte Jax auch und er sagte mit fester Stimme, dass sie Jax aber nicht aufgeben würden und Joel nickte zustimmend. "Ja...wir geben Jax nicht auf....er lebt....da bin ich mir sicher....egal, was Peter dauernd behauptet und einen anderen Mann hat Jax ganz sicher auch nicht, dafür liebt er Jesus viel zu sehr...", sagte Joel und wischte sich wieder die Tränen weg.
Als der Herbst sich schon dem Ende neigte, hatten Joel und Sarah ihre Ausbildung zu Tierärzten beendet und waren von Georg zu vollwertigen Tierärzten ernannt worden. Der teilte das auch Jesus mit und redete auch gleich mit ihm darüber, dass er ab jetzt in der Ruhestand gehen wollte. Er war schon über 80 und die Arbeit strengte ihn sehr an, daher fragte er, ob es okay war, wenn er die Zeit, die er noch hatte als Rentner verbringen durfte. Natürlich würde er Joel und Sarah weiterhin mit Ratschlägen zur Verfügung stehen, wenn sie seinen Rat brauchten. Natürlich war es für Jesus okay und er verkündete bei einer weiteren Versammlung, dass Georg nun im Ruhestand war.
Einige Tage später war auch Daryl wieder hier. Das war inzwischen nichts ungewöhnliches, denn er wollte ja auch Zeit mit Diego verbringen und ihn kennenlernen. Als Joel aus dem Stall kam, sah er Daryl und Diego zu Jesus gehen, der in letzter Zeit oft im Büro, oder im Funkraum war. Leider gab es von Jax immernoch kein Lebenszeichen. Als Joel dann später sah, wie Diego und Jesus ihre Pferde sattelten und diese auch mit Gepäck beluden, ahnte er, was sie vorhatten. "Wollt ihr nach dem Gefängnis suchen....? Wenn ja, will ich mit....Sarah ist ja noch hier und den Tieren geht es gut....außerdem bin ich hilfreich, wenn einem der Pferde unterwegs was passiert....", sagte er, denn auch er wollte nicht mehr tatenlos Zuhause rumsitzen. Auch Malcolm wollte mitkommen, doch Jesus bat ihn und Joel hierzubleiben. Diego konnte unterwegs nach den Pferden sehen und Jesus wollte Hilltop in guten Händen wissen. Zudem bat er die Beiden Peter zu bewachen, wenn sie sich auf den Weg machten, denn der würde sicher versuchen, ihnen zu folgen.Jesus sagte, dass sie wieder zurück kommen würden, sobald die ersten Schneeflocken fielen. "Also gut, aber passt auf euch auf und ich hoffe, dass ihr dieses Gefängnis findet....", gab Joel dann nach und blieb mit Malcolm in Hilltop.
@Malcolm Whitly
@Paul Rovia (Jesus)
RE: Home sweet Home
in Hilltop Innenbereich 13.04.2026 13:48von Malcolm Whitly •
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Malcolm hatte während der Versammlung nicht viel gesagt, nur das Nötigste, aber jedes seiner Worte spiegelte seine Sorge um jax und seine Entschlossenheit wider. Natürlich war er bereit, Jax zu befreien, sollte es nötig sein.
Malcolm hatte jedes einzelne Wort von Joel aufmerksam verfolgt. Für ihn kam es ebenso wenig infrage, Jax einfach aufzugeben,dieser Gedanke war ihm genauso fremd. Jax war nicht irgendein Mensch, er war Familie, und seine Familie ließ man nicht im Stich. Dass so viele bereit waren, sich auf die Suche zu machen, gab ihm Hoffnung. Selbst wenn diese Hoffnung zerbrechlich war, klammerte er sich daran. Peter hingegen… Malcolm hatte ihn von Anfang an im Auge behalten. Es war kein Geheimnis, was er wollte, und Malcolm verabscheute die Art, wie er versuchte, die Situation auszunutzen. Diese unterschwelligen Bemerkungen und die ständigen Vesuche Jesus etwas einzureden machten ihn wütend, doch noch hielt er sich zurück.
Malcolm beobachtete in den folgenden Wochen aufmerksam, was in Hilltop geschah. Peters Verhalten bestätigte nur, was er längst wusste. Wie eine Klette hing er an Jesus und versuchte, ihm Zweifel einzureden. Malcolm hielt sich bewusst in der Nähe auf, wann immer es möglich war,nicht nur, um im Notfall einzugreifen, sondern auch, um Jesus den Rücken freizuhalten. Er sah genau, wie sehr ihn all das belastete, auch wenn er es kaum zeigte.
Als er Joel an diesem Tag weinen sah, nachdem er wieder in Hilltop angekommen war, traf es ihn sehr.
Er war gerade hereingekommen, hatte eigentlich etwas sagen wollen, doch die Worte blieben ihm im Hals stecken, als er Joel auf dem Bett sitzen sah, er hatte das Foto in der Hand von Jax und sich..Für einen Moment blieb Malcolm einfach stehen. Doch als Joel sprach, setzte er sich zu ihm..
Ohne zu zögern war er zu ihm gegangen, setzte sich neben ihn und zog ihn in eine feste Umarmung.
"Er fehlt mir auch…" sagte er leise, während sein Blick kurz auf das Foto fiel.
Malcolm schluckte schwer, doch seine Stimme blieb fest, als er weitersprach. "Aber wir geben ihn nicht auf. Egal, was kommt."
Er ließ Joel erst los, als dieser sich die Tränen weggewischt hatte, nickte ihm ruhig zu und legte ihm kurz eine Hand auf die Schulter. Es war kein großes Versprechen aber ein ehrliches.
Die Zeit verging, und auch wenn sich vieles veränderte, blieb eines gleich, das Warten.
Als Joel und Sarah schließlich ihre Ausbildung abgeschlossen hatten, war Malcolm wirklich stolz auf die beiden. Es war einer der wenigen Momente, in denen etwas Gutes geschah. Etwas, das sich richtig anfühlte. George hatte sich seinen Ruhestand verdient, das sah Malcolm genauso. Und es beruhigte ihn zu wissen, dass Joel und Sarah nun diese Verantwortung übernehmen konnten.
Doch selbst dieser Fortschritt konnte die Leere nicht füllen, die Jax hinterlassen hatte.
Als Daryl wieder auftauchte, bekam Malcolm erst nur am Rande mit. Sein Blick war ohnehin ständig wachsam auf andere Dinge hier in Hilltop gerichtet und als er sah, wie Diego und Jesus die Pferde vorbereiteten, wusste er sofort, was passieren würde.
Er stand etwas abseits, die Arme verschränkt und hörte zu, während Joel sie ansprach. Ein Teil von ihm wollte sofort zustimmen, wollte sich anschließen, einfach losziehen und endlich etwas tun. Nicht mehr warten,nicht mehr hoffen,sondern handeln.
Deshalb trat er dann auch vor, als Joel sprach. "Ich komme auch mit." sagte er ruhig, aber bestimmt.
Doch Jesus’ Antwort gefiel ihm zuerst nicht.
Joel und er sollten Hierbleiben und aufpassen.
Malcolm spannte sich leicht an, doch er widersprach nicht. Stattdessen hörte er zu. Hilltop brauchte Schutz. Und Peter… ja, Peter würde auch versuchen, ihnen zu folgen. Der Gedanke daran ließ Malcolms Blick kurz ernster werden...
Schließlich atmete kurz durch.
"Verstanden." sagte er knapp.
Er sah Jesus direkt an, dann Diego. "Ich hoffe, ihr findet das richtige Gefängnis und passt gut auf euch auf.. Der Weg ist weit und gefährlich."
Als sie sich schließlich verabschiedeten, blieb Malcolm neben Joel stehen und sah ihnen nach, bis sie durch das Tor geritten waren. Daryl war mit dem Motorbike rausgefahren.. Dann wurde das Tor von den Männern die Wachdienst hatten,geschlossen. Erst dann wandte er sich leicht zu Joel.
"Wir halten hier die Stellung." sagte er ruhig. "Und wir sorgen dafür, dass dieser Idiot keinen Mist baut." Das war auch eine wichtige Aufgabe. "Und wenn sie zurückkommen… dann ist Jax vielleicht schon dabei oder sie haben zumindest einige Gefängnisse, die sie ausschließen können.." Meinte er zu Joel, umarmte ihn dann und gab ihm einen Kuss.
@Joel Smith
Der Sommer ging und der Herbst kam. Es war Erntezeit und es gab jede Menge zu tun und doch fühlte es sich an, als würde die Zeit nicht rum gehen. Wenn Diego nicht bei den Pferden war, half er auf den wilden Wiesen, die es im Umkreis von Hilltop gab, das Gras zu schneiden, was mit einer Sense harte Arbeit war, aber so hatten sie Heut für dir Tiere, das über den Winter reichte. Natürlich passten sie auch auf Untote auf. Hin und wieder tauchte mal einer auf. Hier in der Gegend gab es zum Glück nur wenige. Von Jax gab es immernoch leider keine Spur. Diego machte sich so seine Gedanken, denn er fand, dass es Zeit wurde, anzufangen, nach diesem Gefängnis zu suchen. Diego versuchte sich an irgendwas zu erinnern, doch da sich Joel ja völlig verfahren hatte, wusste Diego nicht, ob die Gebäude, an die er sich erinnerte, auch nützlich waren.
Schließlich brach der letzte Monat des Herbstes an. Es war Ende Oktober und Daryl kam wieder nach Hilltop. Als Diego sah, dass er sein Bike mit Gepäck beladen hatte, schien er entweder länger hierbleiben zu wollen, oder er wollte mit der Suche anfangen, worauf Diego eher tippte. Als Daryl zu ihm kam und ihn bat mit ihm zusammen nach diesem Gefängnis zu suchen, zögerte Diego allerdings, denn schließlich war Julia schwanger und er wollte sie hier nicht allein zurücklassen, auch wenn sie hier ja nicht allein war. Julia und auch Tristan bekamen das Gespräch zwischen Daryl und Diego mit, obwohl sie nur Daryl sprechen hörten. Diego musste alles aufschreiben, um mit seinem Bruder reden zu können. Daryl hatte zwar schon angefangen, die Gebärdensprache zu lernen, doch er war noch völlig am Anfang. Julia mischte sich dann in das Gespräch ein und meinte, dass das eine gute Idee sei und er auf jeden Fall mitgehen sollte. Die Reise würde vor allem seinem Hengst gut tun, denn der bekam in letzter Zeit nicht mehr soviel Bewegung, wie er eigentlich bräuchte. Als Diego dann in Gebärdensprache meinte, dass er sich aber Sorgen um sie machte, schüttelte Julia den Kopf und meinte, dass er sich um sie keine Gedanken machen musste. Sie war hier in Sicherheit, hatte Gesellschaft und mit der Schwangerschaft lief ja auch alles so, wie es sollte. Und dann fühte sie noch scherzhaft hinzu, dass sein Hengst schon fetter geworden wäre, durch die wenige Bewegung. Da auch Ellie das Gespräch mitbekommen hatte, wollte sie auch mitkommen. Für Diego war es okay, denn sie konnte gut kämpfen und konnte vielleicht auch bei Sachen helfen, für die man als Mann zu groß, oder zu schwer war. Zudem würden auch Diego und Daryl auf sie aufpassen, also war es okay, wenn sie mitkam. Tristan meinte dann, dass sie auch Jesus mitnehmen sollten. So hätte er Ablenkung und vor allem mal Ruhe vor Peter, denn der rannte Jesus ja nur noch hinterher, daher wussten inzwischen alle, dass er scharf auf Jesus war. Die Idee fanden auch Diego und Daryl gut also machten sie sich auf den Weg zum Büro, wo sie Jesus auch fanden. Sie teilten ihm mit, dass sie mit der Suche nach dem Gefängnis anfangen wollten. Zumindest solange, bis die ersten Schneeflocken fielen, denn dann würden sie umkehren und sich auf den Heimweg machen. Jesus stimmte zu, denn auch er war der Meinung, dass es ihm gut tun würde, wenn er mal länger aus Hilltop rauskaum. Sie machten aus, sich in einer Stunde beim Tor zu treffen. So hatten sie noch Zeit, um sich vorzubereiten. Diego nahm auch ein Zelt mit, für den Fall, das sie mal irgendwo unterwegs waren, wo es keinen Unterschlupf gab, wo sie übernachten konnten. Das Zelt war groß genug für 4 Personen und Diego packte auch noch ein paar Wechselklamotten ein. Zudem nahm er auch noch einige Vorräte mit, die er in einer seiner großen Satteltaschen verstaute, sowie 2 Schlafsäcke, von denen er einen Ellie gab. Sie hatte auch alles eingepackt, was sie brauchte und war startklar, also nahmen sie die Taschen und machten sich auf den Weg zum Stall. Dort war auch schon Jesus dabei Hunter zu satteln. Diego ging zu dem Stall seines Friesen und sattelte ihn. Der Friese scharrte mit den Hufen, als könne er es kaum erwarten. Als Diego mit Satteln fertig war, befestigte er auch die Taschen und band auch das Zelt hinten auf dem Sattel fest. Auch Ellie und Jesus waren startklar. Diego verabschiedete sich von Julia, die ihnen für heute und Morgen auch noch Sandwiches gemacht hatte und die an die vier verteilte. Diego küsste sie und strich ihr auch nochmal über den Bauch. Er nickte, als sie ihn bat, auf sich aufzupassen und stieg dann auf seinen Hengst. Auch Jesus und Ellie stiegen auf ihre Pferde und Daryl war ebenfalls startklar. Gerade, als sie loswollten, kamen Joel und Malcolm, die auch mitkommen wollten, doch Jesus bat sie hierzubleiben und sich um Hilltop zu kümmern. ZUdem sollten sie vor allem ein Auge auf Peter haben und ihn daran hindern, ihnen zu folgen. Schließlich waren die beiden einverstanden und blieben hier. Sie wünschten ihnen Glück und dann machten sich die Vier auf den Weg.
(Ich zieh mal eben um)
@Ellie
@Julia Carson
@Paul Rovia (Jesus)

RE: Home sweet Home
in Hilltop Innenbereich 14.04.2026 15:55von Paul Rovia (Jesus) •
| 2.461 Beiträge
Jesus bekam natürlich alles mit, was in Hilltop passierte, auch wenn er nicht immer im Mittelpunkt stand, da er sich öfter mal zurückzog oder auch gar nicht da war. Seit Jax weg war ritt er öfter alleine hinaus in den Wald, auch wenn es eigentlich als feste Regel für alle galt genau das nicht zu tun. Dennoch tat Jesus es ab und an.. Dann ritt er alleine durch die Wälder und verlassene Dörfer in der Nähe von Hilltop. Er vermisste Jax sehr und brauchte deswegen einfach diese Zeit nur für sich.
Die Gruppe einigte sich schnell als Diego und Daryl aufbrechen wollten zusammen mit Ellie und Jesus.. Treffen am Tor in einer Stunde.
Nachdem er mit den anderen besprochen hatte, dass sie aufbrechen würden, um damit anzufangen, die Gefängnisse in Georgia zu suchen stand er neben Hunter und zog den Sattelgurt gerade noch fest. Gleich würden sie aufbrechen..
Die Idee, nach dem Gefängnis zu suchen, war eine gute.. auf keinen Fall schlecht oder falsch.. eher etwas, das endlich wieder Bewegung in alles bringen konnte. Trotzdem fühlte Jesus einen kleinen Schmerz bei dem Gedanken daran und bei dem an Jax.. Nicht wegen der Reise selbst, auch wenn sie gefährlich werden würde..sondern wegen dem, was fehlte. Das war Jax..
Seit er in dem Gefängnis zurückgeblieben ist, breitete sich immer mehr Leere in Jesus Leben aus.. Seine Familie und Freunde verhinderten allerdings, dass er zu traurig wurde. Er machte weiter und war weiter ein guter Anführer für Hilltop. Er sagte selten etwas wegen Jax, aber manchmal blieb sein Blick zu lange am Tor hängen und an Wegen, die aus Hilltop hinausführten, so als würde er hoffen, Jax würde einfach dort wieder auftauchen.
Jesus atmete ruhig aus und strich Hunter über den Hals.
Dann sah er zu Diego. Die Entscheidung war nicht einfach gewesen. Diego wollte Julia nicht alleine lassen. Das verstand Jesus sofort. Familie war hier alles und Julia war schwanger, das machte jede Entscheidung schwerer.
Ellie war auch dabei, sie war aufmerksam, stark und bereit für diese Reise..
"Ich komme mit. Ich kann kämpfen. Und ich passe auf euch auf, wenn es sein muss." hatte sie zuvor gesagt..
Jesus hatte leicht genickt dazu. Er wusste, dass Ellie recht hatte. Sie war kein Anhängsel was man ständig beschützen musste.
Jesus fühlte sich nicht gut aber er fand es gut mitzureiten. Diese Suche bedeutete Ablenkung von den vielen schlechten Gedanken und Abstand von Peter..
Solange sie bei den ersten Schneeflocken umkehren würden war alles gut.. Das Wetter hier in der Gegend und auch in Georgia konnte schnell eiskalt und gefährlich werden..
Jesus bewegte sich schnell. Er wusste genau, was er brauchte. Sein Pferd Hunter, Ausrüstung, Proviant. Alles musste in einem Rucksack und den Satteltaschen verstaut werden.. Während er die Taschen überprüfte, ging sein Blick kurz ins Leere. Seine Gedanken waren kurz wieder bei Jax..
Ein stiller Gedanke, der nicht gehen wollte. Jesus schob ihn nicht weg, aber er ließ ihn auch nicht länger werden. Nur ein kurzer Moment.
Dann war er wieder im Hier und jetzt..
Im Stall war er neben Diego, während sein Friese bereits unruhig mit den Hufen scharrte. Ellie war schon fertig, ebenso Daryl,der am Tor bei seinem Bike wartete.
Buckley der mitwollte wartete auch geduldig. Jesus hatte dem Hund sein Geschirr angelegt..
Diego verabschiedete sich dann von Julia. Jesus sah kurz hinüber und merkte, dass der Abschied ihm nicht so leicht fiel..
Julia gab ihnen Essen mit. Es waren Sandwiches, für die Fleisch aßen mit Steak,für die anderen mit Käse..
Jesus nahm seine dankend entgegen.
Als die Gruppe aufsaß, stieg Jesus auch auf Hunter.
Doch bevor sie losritten, kamen Joel und Malcolm zu ihm..
Jesus sah zu ihnen..
Joel sprach zuerst. Sie wollten mitkommen.
Jesus sah sie einen Moment lang an. Dann schüttelte er langsam den Kopf.
"Nein." sagte er klar. "Ihr bleibt bitte hier. Hilltop braucht euch.
Und achtet bitte besonders auf Peter.. Sicher wird er wieder versuchen uns nachzulaufen.. Das letzte Mal wäre er dabei fast draufgegangen.. Er hatte nur Glück."
"Verstanden.." meinte Malcolm dann.
Joel bat sie alle auf sich aufzupassen.
Jesus nickte. "Das werden wir. Wenn der erste Schnee fällt kehren wir um und kommen nachhause.."
Jesus atmete kurz durch. Es war richtig so. Nicht jeder konnte mitgehen.
Als Joel und Malcolm zurückblieben, hob Jesus kurz die Hand zum Abschied.
Dann kam die Gruppe aus den drei Reitern und Daryl in Bewegung.. Sie brachen auf..
Daryl fuhr vorne, Diego ritt leicht versetzt neben ihm, Ellie und Jesus ritten hinterher..
Jesus hielt die Zügel locker in der Hand aber war jetzt schon sehr aufmerksam.. Jeder Schritt außerhalb Hilltops konnte gefährlich werden..
Während Hunter ruhig vorwärtsging, war da wieder dieser Gedanke an Jax.
Der Weg führte erst durch den Wald, dann auf alte Landstraßen und später verlassene Highways, die schon lange nicht mehr gepflegt wurden. Risse im Asphalt waren zu sehen und Gras, das sich hindurchwuchs und vereinzelt Wurzeln. Die Natur holte sich eben nach und nach immer mehr alles zurück..
Jesus ritt mit Hunter ruhig vorwärts. Diese Wege kannte er ein Stück weit. Nicht jedes Detail, aber genug, um zu wissen, welche Richtungen sicherer waren und welche besser gemieden wurden.
"Wir reiten am besten erstmal Richtung Süden." sagte er schließlich ruhig. "Georgia liegt weit weg, aber diese Straßen bringen uns zumindest in die richtige Richtung."
Es war ein langer Weg. Viel zu lang für einen einzigen Ritt, das wusste jeder hier. Deswegen hatte Diego auch das Zelt mitgenommen.. Wobei das nicht wirklich sicher war aber sie konnte es in verlassenen Gebäuden aufstellen, um sich zusätzlich vor Kälte und Gefahren zu schützen oder wenn es kein Gebäude gab musste einer oder am besten immer zwei Wache halten..
Daryl führte die Gruppe an und fuhr weiter voraus... Diego blieb aufmerksam, Ellie ebenso.. Jesus ließ seinen Blick immer wieder über die Umgebung wandern. Es war sehr still hier draußen.
Nur die Hufgeräusche waren zu hören,das Rascheln von Blättern ab und an und Daryls Motorrad..
Und dann, nach ungefähr einer Stunde, tauchte ein erster Untoten auf..
Ein umgestürztes Auto lag am Straßenrand. Es war zerbeult, es war rostig und die Fenster zerbrochen. Davor war ein einzelner Beißer, der sich langsam aus dem Gras am Straßenrand auf die Straße zog..
Jesus zog leicht die Zügel an.
Der Untote krabbelte schlurfend über den Boden auf sie zu. Zum Glück war es keine Herde.. Nur einer dieser verlorenen Seelen, die sich irgendwie noch bewegten, ohne viel machen zu können..
Ellie war sofort bereit.
Sie sprang von Shimmers Rücken, bevor jemand sie stoppen konnte. "Ich mach das.." Sagte das Mädchen..
Sie bewegte sich schnell und sicher. Sie zögerte nicht. Sie stach zu und der Untote röchelte noch kurz ehe es wieder still wurde..
Jesus nickte nur kurz. "Gut gemacht.."
Die Gruppe setzte sich dann wieder in Bewegung.
Nach ungefähr einer weiteren Stunde tauchten noch zwei weitere Beißer auf, diesmal kamen sie aus einem Feldweg heraus. Sie waren langsam, ziemlich stark verwest aber liefen im Gegensatz zu dem vorher, den Ellie erledigt hatte. Jesus blieb ruhig im Sattel und beobachtete die beiden Untoten..
Daryl erledigte den ersten, Diego den zweiten mit seinem Hengst
Zwei Stunden waren seit dem Aufbruch aus Hilltop vergangen, vielleicht ein wenig mehr.
Jesus ließ Hunter kurz langsamer gehen, als sie eine Kreuzung erreichten. Die Straße, die sie nahmen, war ihm bekannt. Er erinnerte sich ein wenig. Er war hier oft unterwegs gewesen.
Sein Blick wanderte kurz in die Ferne und kurz dachte er wieder an Jax. Jesus atmete tief durch. Er fragte sich, wie es ihm geht,ob er noch lebt und ob sie ihn vielleicht finden würden..
Dann schüttelte er den Gedanken wieder ab und konzentrierte sich wieder auf den Weg.
"Wir bleiben auf dieser Route." sagte er.. Er hoffte, dass dieser Weg richtig ist.
Während die Pferde weiterliefen und Daryl fuhr, blieb Jesus wachsam und hoffte, dass die nächsten Stunden bis zum Einbruch der Nacht und auch die Nacht ruhig verlaufen würden ohne irgendwelche Begegnungen mit Untoten oder vielleicht noch schlimmer Menschen.. Die waren oft noch gefährlicher. Von einem Untoten wusste man was er möchte und was er tut .. Bei Menschen konnte man das nie mit Sicherheit wissen..
@Daryl Dixon
@Diego Dixon

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