An Aus
Da Jax in der vergangenen Nacht auf die starken Schlaftabletten verzichtet hatte, hatte er natürlich auch wieder schlecht geschlafen. Das konnte man ihm auch gut ansehen. Allerdings konnte man daran nichts ändern. Ohne Jesus konnte Jax nunmal nur sehr schlecht schlafen, aber er wollte die Tabletten auch nicht jede Nacht nehmen, denn die konnten süchtig machen und das wollte Jax auf keinen Fall.
Da er ohnehin die halbe Nacht nicht geschlafen hatte, versuchte er es am Morgen wieder mit dem Funkgerät. Er hoffte, dass er diesmal Erfolg haben würde, doch er hatte wieder keinen Erfolg, was ihn traurig machte. Nur zu gerne würde er die Stimme von Jesus hören. Das wäre wenigstens ein kleiner Trost, wenn sie sich schon nicht sehen konnten. Aber leider blieb das Funkgerät still. Jax legte das Teil zum Sprechen ab und bemerkte dann, das Juliet bei ihm war. "Guten Morgen..", begrüßte er sie mit leicht brüchiger Stimme und sah zu ihr, als sie auf ihn zukam und vor ihm stehen blieb. Er nickte, als sie ihn fragte ob er wieder kaum geschlafen hatte. Dann hörte er ihr weiter zu und nickte leicht, als sie meinte, dass seine Leute gerade einfach nur nicht da waren, weil es in Hilltop sicher auch immer viel zu tun gab. "Ja, du hast recht...ich versuch es später wieder....", sagte er und ging dann mit ihr in die Kantine, wo sie sich etwas zum Frühstücken machten.
Nach dem Frühstück gingen sie ihrer Arbeit nach und bekamen auch wieder einen toten Beißer geliefert, an dem Juliet wieder Operationen üben durfte. Sie machte das wirklich sehr gut und als sie damit fertig waren und der Körper entsorgt werden konnte, war es schon Zeit fürs Mittagessen. Da sie sich inzwischen daran gewöhnt hatten, zusammen zu kochen und zu essen, taten sie das auch heute wieder. Sie machten sich diesmal Bratkartoffeln und Omelett. Kaum waren sie mit dem Essen fertig wurde Jax wieder zu Mephisto gerufen. Juliet meinte, dass er ruhig gehen konnte und sie sich um den Abwasch kümmern würde. Jax nickte und bedankte sich. Er machte sich auf den Weg zu Mephistos Quartier und klopfte an die Tür. Als Mephisto ihn herein bat, trat Jax ins Zimmer und schloss die Tür. "Was willst du.?", fragte Jax und erinnerte Mephisto daran, dass er ihn morgen nochmal untersuchen wollte, um zu sehen, ob sich neue Tumore gebildet hatten, oder ob die Behandlung, die Jax durchführte. "Ich will, dass du mir erzählst, wie dein Mann eure Gemeinschaft anführt...ich will wissen, was ich tun soll, um meine Art zu ändern...", sagte Mephisto und Jax hob eine Augenbraue, denn Mephisto schien es ernst zu meinen. "Nun....in erster Linie unterdrücken wir keine anderen Gemeinschaften, nur, weil sie kleiner sind....Du solltest den ersten Schritt vielleicht damit beginnen, dass du die Leute frei lässt, die du hier als Geiseln gefangen hältst, damit die Gemeinschaften tun, was du verlangst...", sagte Jax und sah Mephisto an. "Habt ihr denn in Hilltop gar keine Gefangenen....?", wollte Mephisto wissen und Jax setzte sich erstmal hin. "Doch, wir haben auch Gefangene, aber unsere Gefangenen haben auch etwas Schlimmes getan...Leute, die sich nicht an die Regeln halten, werden eingesperrt...wir halten uns keine unschuldigen Gefangenen und bei uns wird auch keiner zur Bestrafung gefoltert, oder verstümmelt, so wie du es mit Jesus machen wolltest, wenn ich dir nicht gehorche....Das hat mich zu meiner Handlung gezwungen...Dabei hätte all das überhaupt nicht sein müssen...erst recht das mit Tyler nicht....du kannst doch nicht diesen Psychopaten auf einen Teenager loslassen und auspeitschen, als Bestrafung für Teenager geht gar nicht....du darfst diesem Cyle nicht soviel Freiheit lassen und ihn zu deinem Nachfolger zu machen, würde ich an deiner Stelle lieber nochmal überdenken....Vielleicht gibt es ja jemanden aus deinem engen Vertrautenkreis, der Verantwortungsbewusster ist...", sagte Jax und seufzte leise. Du musst deine Art der Bestrafung ändern....die Gefangenen von diesem Irren foltern zu lassen geht gar nicht....Du hast es nicht mitbekommen, aber Tyler wäre in dieser Nacht, nachdem wir ihn aus diesem Keller geholt haben, gestorben...Zum Glück hatten wir Diego, der Blut spenden konnte....sonst hätte Tyler das nicht überlebt....und ich will mir nicht ausmalen, was er mit Robby gemacht hätte, nachdem Robby sich gewehrt hat.....wenn wir nicht rechtzeitig gekommen wären....von daher solltest du ihm weniger Freiheiten lassen und ihn vielleicht auch mehr im Auge behalten, denn ich befürchte, dass er solchen Spaß am Foltern hat, dass er das auch ohne dein Wissen tut.....", sagte Jax und stand dann wieder auf. "Ich freue micht, dass du deine Weise, diese Gemeinschaft zu führen, ändern willst und bin gerne bereit dir dabei zu helfen...Der erste Schritt sollte daher sein, die Geiseln frei zu lassen, sie zu ihren Gemeinschaften zurück zu bringen, und dich zu netschuldigen...vielleicht sind einige der Gemeinschaften sogar bereit, dir zu verzeihen und vielleicht könnt ihr einen neuen, gemeinsamen Weg finden.....denk drüber nach...und vergiss nicht, Morgen zur Untersuchung zu kommen...Juliet und ich erwarten dich um 11....", sagte Jax und verließ dann das Quartier.
Als er wieder auf der Krankenstation ankam, wwar Juliet neugierig und wollte wissen, was Mephisto wollte. Jax erzählte ihr von seinem Gespräch mit Mephisto und als er fertig war, ihr alles zu erzählen, seufzte er leise. "Ich hoffe wirklich, dass er meine Vorschläge umsetzt....Vor allem die Wahl seines Nachfolgers muss er unbedingt nochmal überdenken...wenn dieser Cyle hier Anführer wird, dann wird es hier noch schlimmer, als es ohnehin schon ist.....", sagte Jax und machte für sich und Juliet erstmal etwas Tee.
@Dr.Juliet Burke

Juliet hörte ihm aufmerksam zu, ohne ihn ein einziges Mal zu unterbrechen. Während Jax sprach, lag ein nachdenklicher Ausdruck auf ihrem Gesicht. Als er fertig war und anfing, Tee zu machen, verschränkte sie die Arme und lehnte sich leicht an einen Tisch.
"Wenn er auch nur die Hälfte von dem umsetzt, was du ihm gesagt hast, wäre das schon mehr, als ich ihm je zugetraut hätte", meinte sie schließlich ruhig. Man merkte Juliet an, dass sie versuchte, die Situation möglichst nüchtern zu betrachten, innerlich war jedoch deutlich kritischer.
Sie stieß sich vom Tisch ab, ging ein paar Schritte auf Jax zu und musterte ihn kurz. Die Müdigkeit in seinem Gesicht war unübersehbar. Einen Moment schwieg sie,ihr Blick wurde sanfter.
"Du hast ihm die Wahrheit gesagt. Klar, direkt… und ohne Angst." Mit einem leichten, anerkennenden Lächeln sah sie Jax an. "Das war wichtig. Menschen wie er brauchen das. Die Frage ist nur, ob er stark genug ist, es wirklich durchzuziehen."
Juliet griff nach der Tasse Tee, die Jax ihr nach einer Weile hingestellt hatte, hielt sie jedoch nur in den Händen, ohne einen Schluck zu nehmen. Ihre Gedanken schienen noch immer bei dem Gespräch zu sein.
"Und was Cyle angeht …", fuhr sie fort und verzog leicht das Gesicht. "Dein Gefühl täuscht dich nicht. Menschen, die Freude an Folter empfinden, hören nicht einfach damit auf, nur weil man es ihnen sagt. Wenn Mephisto das nicht begreift, wird er sich noch größere Probleme einhandeln." Sie wandte den Blick wieder Jax zu.
"Und wenn er es nicht schafft, etwas zu ändern, müssen wir darauf vorbereitet sein." Ihre Stimme blieb ruhig, doch der Ernst der Lage war unüberhörbar, als sie sprach.
Nach einem kurzen Moment atmete sie aus und schüttelte leicht den Kopf.
"Aber fürs Erste solltest du versuchen, ein wenig zur Ruhe zu kommen. Du hast kaum geschlafen, sorgst dich um Jesus und deine Freunde und trägst zusätzlich noch die Verantwortung für all das hier, was mit Mephisto los ist, seine Krankheit und dass er dich jetzt auch noch um Rat bittet.“
Ein Hauch von Mitgefühl lag in ihrem Blick und ihren Worten.
"Du kannst es dir wirklich nicht leisten, zusammenzubrechen, Jax."
Dann nahm sie endlich einen Schluck von ihrem Tee und fügte leiser hinzu.
"Versuch es später unbedingt noch einmal mit dem Funkgerät. Nur weil heute Morgen nichts kam, heißt das nicht, dass es so bleibt. Vielleicht erreichst du doch noch deine Leute."
@Jax Rovia
Nach dem Gespräch mit Mephisto hatte Jax die Hoffnung, dass Mephisto seinen Rat vielleicht wirklich annehmen und wirklich etwas ändern würde. Er erzählte auch Juliet von dem Gespräch mit Mephisto. Natürlich hoffte auch sie, dass er wenigstens einen Teil von dem umsetzte, was Jax ihm geraten hatte, aber sie blieb skeptisch. Vor allem, wenn Mephisto wirklich einen anderen als Nachfolger bestimmen würde, mussten sie aufpassen, denn sicher würde Cyle das nicht so einfach hinnehmen.
In den folgenden Wochen tat sich im Gefängnis jedoch so einiges, denn Mephisto hatte sich die Ratschläge von Jax wirklich zu Herzen genommen und angefangen seine Weise zu ändern. Wie Jax ihm vorgeschlagen hatte, ließ Mephisto die Gefangenen aus den anderen Gemeinschaften frei. Er brachte sie sogar mit ein paar Männern und entschuldigte sich bei den Gemeinschaften. Er machte ihnen ein Friedensangebot und schlug gegenseitige Hilfe und Handel vor. Einige Male war auch Jax dabei, den die Gefangenenm aus den anderen Gemeinschaften sehr mochten, denn schließlich hatten sie ihm zu verdanken, dass sie nun wieder frei waren. Ein paar der Gemeinschaften waren sogar bereit, Mephisto zu vergeben. Einige wollten allerdings nie wieder etwas mit Mephisto und seinen Leuten zu tun haben. Das waren die Gemeinschaften, die Menschen an Mephisto verloren hatten, die Cyle dann zu Tode gefoltert hatte. "Ich hab dir ja gesagt, dass du ihn an die Leine legen musst....durch den ganzen Scheiß hast du nun weniger Partner zum Handeln...", sagte Jax, aber es waren immerhin einige Gemeinschaften, die Bereit waren, Mephisto zu verzeihen und in Zukunft friedlich mit ihm zu handeln.
Mephisto rief einige Tage später auch eine Versammlung auf und verkündete, dass sich seine Nachfolge ändern würde. Der Nachfolger von Mephisto würde nun Chris werden, der die Gemeinschaft gerecht und mit deutlich weniger Gewalt führen würde. Jax hatte ihn kennengelernt und sich hin und wieder mit ihm unterhalten. Auch Chris war einer von Mephistos sehr engen Freunden, ebenso, wie Cyle, dem das natürlich überhaupt nicht passte, dass er nun nicht mehr der Anführer werden würde und man zudem nun ein Auge darauf hatte, dass er die Leute zur Bestrafung nicht zu sehr folterte. Zudem gab es nur noch Gefangene, die auch zurecht in den Zellen saßen, die sie etwas Schlimmes hetan hatten. Viele waren es aber nicht. Es gab nun auch eine neue Ordnung. Mephisto schaffte den Sklavenstand ab und erklärte, dass jeder, der nicht hierbleiben wollte, es auch nicht mehr musste. Leider galt das nicht für Jax, denn Mephisto wollte ihn nicht gehen lassen, obwohl er nun schon seit Wochen keinen neuen Tumor mehr bekommen hatte.
Der Herbst kam und Wochen vergingen. Jax wurde immer trauriger und zog sich immer mehr zurück. Er versuchte auch immer wieder mit dem Funkgerät Hilltop zu erreichen, jedoch weiterhin ohne Erfolg. Dass er tatsächlich mal in Hilltop gehört worden war, ahnte er nicht, denn da hatte Peter funkdienst gehabt und einfach die Frequenz verstellt, als er Jax gehört hatte. Er wollte schließlich nicht, dass Jax wieder zurück kam.
Jax wurde immer stiller und zog sich imme mehr zurück. Zudem setzte ihm die Schlaflosigkeit sehr zu. Juliet hatte natürlich gemerkt, wie sehr Jax unter der Situation litt und suchte öfter das Gespräch mit Mephisto. Schließlich hatte Jax ihr sehr viel beigebracht und sie war inzwischen in der Lage selbst zu operieren. Jax stand nur noch daneben und assestierte ihr. Zuletzt hatte sie bei jemandem erfolgreich eine Blinddarm Op durchgeführt. Daher war sie nun auch in der Lage Tumore zu entfernen, sollten sich irgendwann wieder welche bilden. Jax wurde also eigentlich nicht mehr gebraucht und doch wollte Mephisto ihn nicht freilassen. Juliet stellte ihn zur Rede und wollte wissen, wieso er sein Versprechen brach. Sie erinnerte ihn daran, dass er Jax versprochen hatte, ihn nach Hause gehen zu lassen, wenn er Juliet alles beigebracht hatte, was sie wissen musste und das hatte Jax getan. "Ich kann ihn nicht gehen lassen...Er ist zu Wertvoll...", meinte Mephisto, weshalb er sich von Juliet ein richtiges Donnerwetter anhören musste. Zudem erklärte sie Mephisto, wie sehr Jax hier litt, dass er durch den Schlafmangel, den er schon seit Wochen hatte, und durch die wenige Nahrung irgendwann eingehen würde, denn in letzter Zeit hatte Jax kaum noch Hunger und aß daher nur wenig, was Juliet Sorgen machte und sie daher immer wieder mit Mephisto redete. Schließlich sah Mephisto selbst nach Jax, der ihn allerdings ignorierte. Als Mephisto sah, wie schlecht Jax aussah, wurde ihm bewusst, dass er ihm das nicht länger antun durfte. Also gut...Ich lass dich frei...Ich werde deine Heimfahrt organisieren, dann kannst du in ein paar Tagen nach Hause fahren....Das verspreche ich dir...", sagte Mephisto, woraufhin Jax nur schnaufte, denn er glaubte Mephisto kein Wort mehr.
Mephisto hielt allerdings sein Versprechen und ermöglichte Jax die Heimreise, doch es sollte nicht dazu kommen, denn einige von Mephistos Leuten waren krank geworden. Erst dachten Jax und Juliet an eine gewöhnliche Grippe, doch es war Schlimmer. Jax war diese Krankheit nicht bekannt, also schien es etwas neues zu sein. Die Leute litten an sehr hohem Fieber, Erbrechen, sowie an Grippe Sypmtomen, wie Husten, Schnupfen, Halsschmerzen. Es schien eine neue, schlimmere Art der Grippe zu sein, die leider gerade den älteren Leuten zusetzte. Zudem breitete sich die Krankheit aus, so dass die Krankenstation voller wurde und sie sogar erweitert werden musste. Sie nutzten einen Teil des Gefängnisses, der sonst nicht genutzt wurde, als Quarantäne-Station. Jax hätte nun eigentlich nach Hause fahren können, doch er wollte Juliet jetzt, wo es so viele Patienten zu versorgen gab, nicht im Stich lassen. Alleine konnte sie unmoglich so viele Leute versorgen, denn selbst zu Zweit war es sehr anstrengend. Vor allem, wenn man ohnehin schon angeschlagen ist. Juliet war Jax dankbar, dass er blieb, um ihr zu helfen. Er würde dann nach Hause fahren, wenn das überstanden war.
@Dr.Juliet Burke

In den letzten Wochen hatte Juliet etwas erlebt, womit sie nicht mehr gerechnet hätte,echte Veränderung. Mephisto hatte nach Jax’ Ratschlägen tatsächlich begonnen, sein Verhalten zu ändern. Gefangene aus den unterdrückten Gemeinschaften wurden freigelassen, er sprach Entschuldigungen aus, und Frieden sowie Handel traten an die Stelle von Drohungen und Gewalt. Manche Gemeinschaften vergaben ihm, andere nicht, besonders die, die Menschen durch Cyles Folter verloren hatten. Juliet wusste, dass die Vergangenheit an Mephisto haftete, aber immerhin war ein Anfang gemacht.
Mephisto rief eine Versammlung ein und verkündete, dass Chris sein Nachfolger werden würde,ein Mann, der gerechter und weniger gewalttätig führen sollte. Wie erwartet war Cyle darüber nicht erfreut. Gleichzeitig schaffte Mephisto den Sklavenstand ab und gewährte allen, die wollten, die Freiheit,nur Jax durfte nicht gehen. Mit dem Herbst wuchs Jax’ Traurigkeit. Er zog sich zurück, wurde immer stiller und verzweifelter. Die Funkversuche nach Hilltop scheiterten, weil Peter die Frequenz verstellt hatte, ohne dass es jemand dort wusste. Juliet bemerkte schnell, wie sehr Jax litt.
Unter seiner Anleitung hatte sie inzwischen selbst operiert und erfolgreich eine Blinddarm-OP durchgeführt. Es gab keinen Grund mehr, Jax festzuhalten, doch Mephisto hielt ihn weiter fest. Nach mehreren Gesprächen mit Juliet erkannte Mephisto schließlich Jax’ kritischen Zustand und versprach ihm die Heimreise.
Bevor Jax abreisen konnte, brach im Gefängnis eine Krankheit aus. Anfangs hielten sie es für eine gewöhnliche Grippe, doch die Symptome waren heftiger, hohes Fieber, Erbrechen, Husten, Halsschmerzen und eine rasante Ausbreitung, besonders unter den Älteren. Die Krankenstation platzte aus allen Nähten, und eine Quarantänestation wurde eingerichtet. Jax beschloss, noch nicht nach Hause zu fahren, sondern Juliet bei der Pflege der Erkrankten zu helfen.
Juliet arbeitete unermüdlich, organisierte alles gemeinsam mit Jax, überprüfte die Vitalwerte und führte zusammen mit ihm die Behandlungen durch. Nachdenklich analysierte sie die Ausbreitung der Krankheit und sprach mit Jax über mögliche Ursachen. "Es könnte von Tieren kommen … Hühner, Schweine,vielleicht auch Wild." meinte sie. "Oder wir haben die Krankheit aus anderen Gemeinschaften eingeschleppt." Sie zählte mögliche Krankheiten auf. "Vielleicht ist es die Hasenpest, die auch andere Nager wie Ratten oder Mäuse befällt. Das würde allerdings nicht die schnelle Ausbreitung erklären, da sie normalerweise nicht von Mensch zu Mensch übertragen wird. Möglich wären auch Hantaviren, aber da ist es dasselbe, keine Übertragung von Mensch zu Mensch. Es gibt so viele ähnliche Krankheiten, und wir wissen nicht genau, womit wir es hier zu tun haben. Wir müssen herausfinden, wer zuerst erkrankt ist, wer Kontakt zu welchen Tieren oder Kolonien hatte, und alles strikt trennen, bevor sich das noch weiter ausbreitet."
Als sie zu Jax sah, fielen ihr erneut seine Erschöpfung, die dunklen Schatten unter den Augen und die eingefallenen Wangen auf. Trotzdem war er geblieben. "Ich bin froh, dass du hier bist." sagte sie aufrichtig. Dann fügte sie ernster hinzu "Aber du musst etwas essen und schlafen, wenigstens ein bisschen. Sonst bist du der Nächste in der Quarantänestation."
Sagte Juliet dann recht besorgt.
"Wir müssen unbedingt den Ursprung finden, alles sauber halten und uns selbst schützen. Nur so können wir das hier in den Griff bekommen. Und wir brauchen dringend Antibiotika... Ich schau mal, was noch da ist." Das tat sie dann auch, obwohl sie wusste, dass es bei Weitem nicht für alle reichen würde.
Zusammen überlegten Jax und Juliet, wie sie die Patienten bestmöglich versorgen, die Krankheit isolieren und herausfinden könnten, wie sie eingeschleppt wurde. Trotz Müdigkeit, Angst und Unsicherheit blieb Juliet konzentriert.. Mit Jax an ihrer Seite fühlte sie sich zumindest ein Stück weit bereit für das, was noch kommen könnte.
@Jax Rovia
Endlich tat Mephisto das, was Jax ihm geraten hatte und entschied sich dazu, die Gemeinschaft von nun an mit Fairness und ohne Gewalt anzuführen. Den Anfang machte er, indem er die Gefangenen aus anderen Gemeinschaften wieder freiließ und sie zu ihren Gemeinschaften zurückzubringen. Er entschuldigte sich auch aufrichtig und ein paar der Gemeinschaften waren sogar bereit, ihm zu verzeihen. Leider gab es auch Gemeinschaften, von denen die Gefangenen zu Tode gefoltert worden waren und die verziehen Mephisto natürlich nicht. Ihnen musste Mephisto versprechen, sich niemals wieder blicken zu lassen, was er dann auch tat. Jax sagte ihm nochmal, dass das alles nicht hätte sein müssen. Im Gefängnis berief Mephisto auch eine Versammlung ein. Der Sklavenstand wurde aufgelöst und Aufgaben, die zu erledigen waren, gerecht verteilt. Zudem verkündete Mephisto, dass er nach reiflicher Überlegung, Chris zu seinem Nachfolger machen würde. Das passte Cyle natürlich gar nicht. Der Rest der Leute hier schien darüber sehr erleichtert zu sein, denn Mephisto bekam für diese Entscheidung großen Beifall, bis auf ein paar Wenige, die fest hinter Cyle standen. Jax hoffte, dass das nicht irgendwann noch Ärger geben würde.
Die gesamte Athmosphäre im Gefängnis änderte sich in den nächsten Wochen, doch Jax wurde immer trauriger. Er fühlte sich hier überhaupt nicht wohl und vermisste seine Familie und Hilltop. Er hatte fürchterliches Heimweh, doch obwohl er Juliet inzwischen alles beigebracht hatte, damit sie nun auch operieren konnte, wollte Mephisto ihn nicht gehen lassen. Jax zog sich immer mehr zurück und aß auch nur wenig. Da es inzwischen auch ein Küchenteam gab, das für Essen in der Kantine zuständig war, konnte man dort essen. Das tat Jax, da er inzwischen keine Lust mehr hatte, selbst zu kochen, obwohl er das eigentlich immer sehr gern gemacht hatte. Juliet merkte, dass er hier eingehen würde, wenn Mephisto ihn hier weiterhin gefangen hielt. Jax´ Versuche Hilltop mit dem Funkgerät zu erreichen, wurden auch immer verzweifelter, denn er hatte dabei absolut kein Glück. Dass Peter in Hilltop absichtlich die Frequenzen so verstellt hatte, dass Jax nicht mehr durchkam, ahnte Jax nicht. Juliet redete oft mit Mephisto, der ja sein Versprechen, das er Jax gegeben hatte, gebrochen hatte. Jax strafte ihn daher mit Ignoranz. Als Juliet wieder einmal erklärt hatte, wie schlecht es Jax durch den Schlafmangel und das Heimweh ging, sah Mephisto selbst nach ihm. Jax würdigte ihn keines Blickes, aber Mephisto bekam ein schlechtes Gewissen, als er sah, wie schlecht Jax aussah. Er war dünner, wirkte ausgemergelt und hatte dunkle Schatten unter den Augen.
Schließlich entschied Mephisto Jax frei zu lassen, auch wenn ihm das schwerfiel, denn den Luxus 2 Ärzte zu haben, die auch operieren konnten, wollte er eigentlich nicht aufgeben. Aber er hatte gesehen, wie schlecht es Jax ging und hatte nun ein sehr schlechtes Gewissen, denn er hatte Jax versprochen, ihn gehen zu lassen, wenn Juliet selbst operieren konnte und das Versprechen hatte er gebrochen. Als ihm nun klar wurde, dass Jax eingehen und womöglich sogar irgendwann sterben würde, wenn er hier weiter vor sich hin vegetierte, entschied er, ihn frei zu lassen. Das teilte er ihm auch mit und organisierste seine Abreise.
Allerdings sollte es nicht zu der Abreise kommen, denn kaum einen Tag später, kamen Leute zu ihnen, die an hohem Fieber, Übelkeit, Kopf und Gliederschmerzen. Im Laufe der nächsten Tage wurden es mehr und als der Tag kam, an dem Jax eigentlich nach Hause fahren sollte, hatten sich so viele Leute angesteckt, dass Jax Juliet unmöglich damit alleine lassen konnte. Also entschied er, noch solange zu bleiben, bis sie die Krankheit wieder im Griff hatten und die Leute wieder gesund waren. Juliet war ihm dafür sehr dankbar, denn schließlich hieß es für Jax, dass er wieder nicht nach Hause fahren konnte. Sie bat ihn aber, mehr zu essen und auch zu schlafen, denn in seinem Zustand war das Risiko hoch, dass er sich anstecken würde. Da Jax nun die Aussicht hatte, wirklich wieder nach Hause fahren zu können, würde sicher auch sein Appetit wieder zurück kommen. Mit dem Schlaf würde es schwieriger sein, denn ohne Jesus konnte Jax nunmal nicht gut schlafen, aber er versuchte es.
In den nächsten Tagen versuchten die Beiden den Ursprung der Krankheit zu finden, daher sprachen sie mit den Leuten, die zuerst mit der Krankheit zu ihnen gekommen waren. Die waren alle zusammen auf einer mehrwöchigen Besorgungstour gewesen. Bei der Frage, was sie zuletzt gegessen hatten, meinte einer der Männer, dass sie eingelegtes Fleisch gegessen, einen Tag bevor sie zurückgekommen waren. Jax fragte, ob es davon noch Reste gab und einer der Männer sagte, dass sie eine ganze Kiste mit Gläsern von diesem Fleisch mitgebracht hatten. "Das muss ich mir ansehen...wobei verdorbenes Fleisch eigentlich nicht solche Krankheiten auslöst.....", sagte Jax und machte sich auf den Weg zum Lager. Dort fragte er nach den Gläsern mit dem eingelegten Fleisch. Von denen war nur noch ein einziges übrig. Das nahm Jax mit, um es zu untersuchen. Bevor er das tat, zog er sich allerdings richtige Schutzkleidung an, die ihn aussehen ließ, wie einen Astronauten. Wenn dieses Fleisch die Krankheit wirklich verursacht hatte, musste er vorsichtig sein, um sich nicht auch zu infizieren. Sie schrieben auch eine lange Liste mit Medikamenten, die sie brauchten. Am wichtigsten waren Antibiotika, denn das, was sie noch hatten, reichte gerademal für die Hälfte der Leute. Mephisto schickte eine Gruppe von Leuten los, die noch kerngesund waren, um Krankenhäuser, Arztpraxen und andere medizinische Einrichtungen abzusuchen. Während die Gruppe unterwegs waren, kümmerten sich Jax und Juliet um die Kranken. Bei der Nachtschicht wechselten sie sich ab, damit sie auch zwischendurch schlafen konnten. Da die Versorgung der Patienten recht anstrengend war, gelang es Jax sogar in der Nacht etwas zu schlafen. Da es aber inzwischen doch ziemlich viele Leute waren, die krank waren, hatten Jax und Juliet immer weniger Zeit, um sich auszuruhen, oder was zu essen und so konnte das nicht weitergehen. Sie brauchten Hilfe, denn Jax kam nichtmal dazu, das eingelegte Fleisch weiter zu untersuchen, denn weit war er dabei noch nicht gekommen. Also ließ Jax die gesunden Leute zusammenrufen und fragte, ob es jemanden gab, der vielleicht Sanitäter, oder vielleicht auch Krankenschwester, Pfleger, oder Altenpfleger gewesen war, denn solche Leute hatten immerhin auch ein wenig Fachwissen und konnten sich unter Anweisungen um die Kranken kümmern. Und es meldetenn sich tatsächlich 5 Leute Es waren 2 Männer und drei Frauen, die vor dem Ausbruch als Pfleger gearbeitet hatten Zum Teil im Krankenhaus und zum Teil im Altenheim. Die konnten sich um die Patienten kümmern, ihnen Essen bringen, Fieber messen und das notieren. So hatten Jax und Juliet endlich mal eine Gelegenheit, sich auszuruhen.
"Wir hätten eher auf die Idee kommen sollen, wer vorher in der Pflege gearbeitet hat...", sagte Jax, während er zusammen mit Juliet etwas aß. Sie hatten sich eine Gemüsepfanne mit Nudeln gemacht und genossen es, dass sie mal etwas Luft zum Atmen hatten. Ich hab noch nicht rausgefunden, was das für Fleisch ist....Ich kenne mich mit sowas leider nicht aus....vielleicht sollten wir fragen, ob hier irgendjemand auch mal Fleischer gewesen ist...der könnte wenigstens sagen, ob es Fleisch von Nutztieren, oder etwas anderes ist....", sagte er, wobei ihn Juliet fragend ansah. "Naja, ich denke, dass vielleicht auch Leute Tiere geschlachtet haben, die sie nicht hätten schlachten dürfen...Je nachdem welche Tiere es waren, könnte das Fleisch die Krankheit überragen....", äußerte er seine Vermutung, während er weiteraß.
@Dr.Juliet Burke

Juliet hatte die Veränderungen im Gefängnis genau beobachtet. Sie hatte gesehen, wie Mephisto sich langsam wandelte und ein besserer Anführer zu werden versuchte. Die Freilassungen der Gefangenen, seine Entschuldigungen bei den Gemeinschaften und die Abschaffung des Sklavenstandes,all das war mehr, als Juliet ihm je zugetraut hätte. Dennoch blieb in ihr ein Rest Skepsis. Menschen änderten sich nicht über Nacht, dachte sie, aber er konnte es versuchen.
Was ihr jedoch mehr Sorgen machte als alles andere, war Jax. Schon seit Wochen entging ihr nicht, wie sehr er sich verändert hatte. Inzwischen war es unübersehbar, Er wurde dünner, blasser und wirkte alles andere als gesund. Der alte Jax war kaum noch zu erkennen. In seinen Augen spiegelten sich immer öfter nur noch Heimweh und Sehnsucht nach seinem Mann, seiner Familie und seinen Freunden. Sie konnte das gut nachvollziehen.
Als Ärztin wusste sie, wie gefährlich dieser Zustand war,nicht nur körperlich, sondern auch seelisch. Als Mensch tat es ihr einfach weh, ihn so zu sehen. Mehr als einmal hatte sie Mephisto darauf angesprochen, ruhig und sachlich, aber bestimmt,anders als vor einigen Monaten, als sie ihm aus Wut ein Glas Wasser aus der Hand geschlagen hatte. Er hatte sein Versprechen gebrochen, und sie ließ ihn das spüren, ohne laut oder wütend zu werden. Als er schließlich selbst nach Jax sah, war sie dabei, und ihr Blick war fest auf Mephisto gerichtet, als wollte sie sagen,Jetzt siehst du es endlich selbst.
Dass er Jax letztendlich freilassen wollte überraschte sie und gleichzeitig auch nicht. Tief in sich hatte sie gehofft, dass er noch genug Gewissen besaß, um die richtige Entscheidung zu treffen.
Doch das Schicksal hatte offenbar ganz andere Pläne.
Einige wurden krank, hatten hohes Fieber, Übelkeit, Gliederschmerzen, zunächst nichts Ungewöhnliches, doch die Häufigkeit wurde alarmierend. Und als es Tag für Tag mehr wurden, verschwand jede Hoffnung auf einen milden Verlauf und eine harmlose Krankheit.
Als der Tag kam, an dem Jax eigentlich hätte gehen sollen, wusste sie bereits, dass er bleiben würde – und sie hatte recht behalten.
Sie war ihm dankbar, mehr als sie es offen zeigte, denn sie wusste, was es ihn kostete. Jeder weitere Tag hier war für ihn ein Kampf.
"Du hättest gehen sollen…" hatte sie einmal leise zu ihm gesagt, nicht vorwurfsvoll, sondern ehrlich. "Aber ich bin froh, dass du es nicht getan hast. Ohne dich würde ich das alles nicht schaffen."
Gemeinsam arbeiteten die beiden nahezu ohne richtige Pausen. Sie organisierten Medikamente und versorgten die Patienten. Als die Gruppe losgeschickt wurde, um Antibiotika zu besorgen, hatte Juliet ihnen noch eindringlich erklärt, worauf sie besonders achten sollten, insbesondere auf die Haltbarkeit.
Die Belastung für nur zwei Ärzte wurde schnell zu groß.
Die Idee, nach medizinisch vorgebildeten Leuten zu fragen, war ein guter Wendepunkt. Als sich tatsächlich fünf meldeten, fiel eine große unsichtbare Last von Juliets Schultern. Endlich gab es etwas Unterstützung.
Jetzt saß sie Jax gegenüber, eine einfache Gemüsepfanne vor sich, und beobachtete ihn einen Moment lang still.
Er sah immer noch schlecht aus.
"Wir hätten wirklich früher daran denken sollen…" sagte sie zustimmend, bevor sie einen kleinen Bissen nahm. Es tat gut, überhaupt mal wieder zusammen zu sitzen und in Ruhe etwas zu essen.
Als Jax von dem Fleisch sprach, hob sie leicht die Augenbrauen.
"Du denkst also, es ist kein gewöhnliches Fleisch…" wiederholte sie nachdenklich.
Sie ließ sich die Worte einen Moment durch den Kopf gehen, während ihr medizinischer Verstand bereits verschiedene Möglichkeiten durchging. Infektionen,Parasiten,Gift oder tierübertragbare Erreger auf Menschen..
Dann nickte sie langsam.
"Das würde zumindest erklären, warum sich das Ganze so schnell verbreitet. Wenn es etwas ist, das wir nicht direkt erkennen… etwas, das wir falsch eingeschätzt haben."
Ihr Blick wurde etwas schärfer.
"Ein Fleischer wäre gut. Oder jemand, der Erfahrung mit Wild hat. Ein Jäger. Die wissen oft, worauf man achten muss, ungewöhnlicher Geruch,Parasiten und Gift.. Das könnte ein Jäger erkennen denke ich.."
Dann legte sie die Gabel kurz ab und sah ihn direkt an.
Und diesmal war da kein rein professioneller Blick mehr.
"Aber bevor du dich wieder in die Analyse des Fleisches stürzt… kümmern wir uns um dich."
Ihre Stimme war ruhig, aber ließ keinen Widerspruch zu.
"Dein Körper ist längst am Limit, Jax. Wenn das hier wirklich infektiös ist, bist du aktuell der perfekte Kandidat, dich als Nächster anzustecken.“
Ein kurzer Moment der Stille folgte.
"Ich arbeite mit den anderen und du kannst dich noch etwas hinlegen. Für dich ist das alles hier die größte Belastung da auch noch die Sorge um deine Familie und das Heimweh dazukommt."
Das Problem war das er ja seit er hier war keinen Kontakt mehr nachhause bekommen hatte.
Er wusste ja nicht mal ob sie dort alle heil angekommen waren..
"Ich kümmere mich auch darum, dass wir jemanden finden, der sich mit Fleisch auskennt. Du isst jetzt auf, ruhst dich aus… und danach sehen wir uns gemeinsam dieses Glas an. Mit Schutzkleidung natürlich.."
Ein kaum sichtbares, müdes Lächeln huschte über ihr Gesicht.
"Ich möchte nicht dass du krank wirst und dann auch zu den Patienten gehörst.."
@Jax Rovia
Jax fand es gut, dass Mephisto bereit war seine Fehler wieder gut zu machen und die Gemeinschaft mit einem anderen Konzept anzuführen. Leute zur Arbeit zu zwingen, in dem man ihnen Folter und Mord androht war nicht der richtige Weg. In einer Gemeinschaft sollte man sich gegenseitig vertrauen können. G, in Hilltop gab es auch Leute, denen Jax nicht traute, aber das bezog sich auf seinen Vater und auf Max. Eigentlich hatte Jax darüber nachgedacht Max seine Fehler zu verzeihen, doch nun, nachdem Max ihn bei Mephisto verraten hatte, verwarf Jax denm Gedanken wieder. Max würde jetzt wieder hart dafür arbeiten müssen, um sich das Vertrauen von Jax wieder zu verdienen. Wenn Jax wieder zurück in Hilltop war, würde er seinen älteren Bruder wohl erstmal wieder eine ganze Weile einfach nur ignorieren.
Jetzt war er aber erstmal noch hier im Gefängnis, obwohl er eigentlich hätte gehen können, doch als diese Krankheit ausbrach und so viele Menschen hier krank wurden, wollte er Juliet nicht damit alleine lassen und das war auch gut so, denn deslbst zu zweit kamen sie sehr an ihre Grenzen. Sie hatten kaum Zeit zum Schlafen, oder was richtiges zu essen. Höchstens immer nur was Schnelles mal zwischendurch. Als Juliet zum einen sagte, dass er hätte gehen sollen, als er die Gelegenheit hatte und sich aber dann auch dafür bedankte, dass er geblieben war, um ihr zu helfen, sah er zu ihr. "So macht man das nunmal unter Freunden....du bist meine Freundin...ich hab dich in der Zeit hier echt lieb gewonnen und Freunde lässt man in schwierigen Situationen nicht einfach im Stich....Sicher ist es für mich nicht einfach, aber die Aussicht, dass ich jetzt nach Hause kann sobald die Leute wieder gesund bist und du wieder alleine zurechtkommst, gibt mir etwas Kraft, noch eine Weile durchzuhalten....", sagte Jax, doch sie mussten sich etwas einfallen lassen, um wenigstens ein wenig Entlastung zu haben, denn Jax ging es körperlich und auch seelisch ohnehin nicht gut und auch Juliet sah man die Erschöpfung an, denn dadurch, dass sie sich um die Kranken kümmerten, war eben keine Zeit, um sich mal richtig auszuruhen und so konnte das nicht weitergehen.
Schließlich hatte Jax eine Idee. Er bat Mephisto eine Versammlung einzuberufen und der tat ihm den Gefallen. Bei dieser Versammlung fragte Jax die Leute, ob es welche gab, die medizinische Kentnisse hatten. Tatsächlich meldeten sich von den Arbeitern fünf Menschen. Es waren 2 Männer und 3 Frauen, die früher als Pflegekräfte in Krankenhäusern und Altenheimen gearbeitet hatten. Jax fragte bei den Dreien, die im Krankenhaus gearbeitet hatten, wie weit ihre Kentnisse reichten. Die beiden Frauen, sowie auch der Mann kannten sich mit den Medikamenten aus, wussten wie man Spritzen gab und, da sie als Krankenschwestern und Krankenpfleger gearbeitet hatten. Die Frau und der Mann, die im Altenheim gearbeitet hatten, waren nur als Pflegeassistenten eingestellt gewesen, daher kannten sie sich mit den Medikamenten nicht so gut aus. Also hatten sie jetzt 3 Pflegefachkräfte und 2 Pflegeassistenten und die konnten sich unter den Anweisungen von Jax und Juliet gut um die Patienten kümmern. So hatten Jax und Juliet endlich mal Zeit, sich etwas auszuruhen und mal wieder etwas Richtiges zu essen. Sie machten sich zusammen eine Gemüsepfanne und aßen dann zusammen. Beim Essen erklärte Jax, dass er jemanden finden musste, der Jäger, oder vielleicht auch Metzger gewesen war, denn er kannte sich mit dem eingelegten Fleisch nicht aus. Schließlich aß er sowas nicht. Darum würde er sich aber später kümmern, denn sowohl er und Juliet waren so dermaßen erschöpft, dass sie sich jetzt erstmal ausruhen mussten.
Als sie mit dem Essen fertig waren, brachten sie das Geschirr in die Spülküche, wo es ihnen von den Leuten, die Spüldienst hatten, abgenommen worden war. Jax bedankte sich bei den Leuten und machte sich mit Juliet auf den Weg zu ihren Zimmern. "Ruh dich aus und schlaf gut...", sagte Jax und nickte leicht, als Juliet ihn bat auch zu schlafen. "Ich werds versuchen....", sagte er und ging dann in sein Zimmer. Im Bad zog er sich um und putzte sich auch die Zähne. Die beinahe Pausenlose Arbeit der letzten Tage hatte sehr an seinen Kräften gezehrt, sodass sich jetzt, wo er endlich etwas zur Ruhe kam, die Erschöpfung in ihm breit machte. Er legte sich ins Bett und machte die Augen zu. Es dauerte nicht lange, bis er eingeschlafen war, doch wie immer, seit er hier war, kamen nach einer Weile die Alpträume und ließen ihn schweißgebadet aufwachen. Er stand auf und ging erstmal duschen, ehe er sich wieder anzog und dann in seine Schutzkleidung schlüpfte. da für ihn die Nacht jetzt ohnehin schon wieder gelaufen war, konnte er auch nach den Patienten sehen, was er dann auch tat.
@Dr.Juliet Burke

Juliet schloss die Tür hinter sich als sie sich von Jax verabschiedet hatte und er in sein eigenes Zimmer gegangen war. Sie blieb füreinen Moment reglos stehen und ließ den Blick kurz durch den Raum schweifen.. Die Stille in ihrem Zimmer fühlte sich schon fast irgendwie fremd an nach den ständigen Geräuschen in der Krankenstation durch die vielen Patienten und den Sorgen die damit verbunden waren..
Ruhig atmete sie einmal durch..
Dann ging sie ins Bad und drehte die Dusche auf, ohne Eile und ohne den Gedanken, schnell wieder funktionieren zu müssen. Sie konnte sich jetzt etwas Ruhe und Zeit für sich selber gönnen.. Sie wartete, bis das Wasser zumindest warm genug war, bevor sie sich auszog und darunter ging..
Für einen kurzen Moment lehnte sie die Stirn gegen die Fliesen und schloss die Augen.
Das Wasser lief über ihr Gesicht, ihren Nacken und ihre Schultern und mit jedem Tropfen löste sich die Anspannung ein wenig. Sie griff nach kurzer Zeit nach dem Shampoo, wusch sich dann gründlich die Haare, sie ließ sich Zeit und massierte es gut ein..Es war beruhigend aber natürlich hielt es nicht lange an.
Ihre Gedanken und Sorgen kehrten zurück während sie das Duschgel nahm und ihren Körper gründlich wusch..
Das Wasser wurde langsam kälter, sodass sie sich etwas beeilte mit dem duschen..
Sie dachte an Kranken, die teils heftigen Symptome und die Frage, ob sie etwas übersehen hatten. Auch ob sie schnell genug waren.
Und dann kam ihr auch wieder Jax in die Gedanken..
Sie presste leicht die Lippen ein wenig zusammen.
Er hätte gehen können und er war geblieben.
Nicht aus Pflichtgefühl, nicht, weil ihn jemand dazu gezwungen hatte, sondern, weil er sich entschieden hatte zu bleiben. Aus Freundschaft zu ihr hatte er gesagt.. Der Gedanke ließ sie leicht lächeln.. Juliet hatte hier nicht sehr viele Freunde und es war gut zu wissen, dass Jax ein Freund war.
Juliet kannte diese Art von Entscheidung irgendwo zu bleiben aber aus andern Gründen, nicht aus Freundschaft..
Sie öffnete die Augen wieder und ließ das Wasser noch einen Moment über sich laufen, bevor sie es schließlich abstellte.
Als sie aus der Dusche trat, fühlte sie sich sauber, hatte etwas klarere Gedanken aber ausgeruht fühlte sie sich noch lange nicht. Sie brauchte etwas Schlaf..
Sie trocknete sich dann sorgfältig ab, zog frische Kleidung an und band ihre noch leicht feuchten Haare zusammen, dann putzte sie noch ihre Zähne.. Ein kurzer Blick danach in den Spiegel sagte ihr alles, was sie wissen musste.
Sie war erschöpft.
Im Bett lag sie länger wach, als ihr lieb war. Ihr Blick ging zur Decke, während ihr Verstand weiterarbeitete, als hätte sie einfach vergessen, wie man abschaltet und zur Ruhe kommt..
Als sie schließlich nach einer Weile einschlief, wurde daraus kein tiefer Schlaf und er dauerte nicht lange.
Juliet schreckte auf, atmete ein und brauchte einen Moment, um sich zu orientieren.
Sie rieb sich kurz die Stirn, dann stand sie aus dem Bett auf.. Es hatte keinen Sinn, liegenzubleiben ihrer Meinung nach..
Wenige Minuten später war sie wieder für die Arbeit angezogen und die Schutzkleidung übergestreift und machte sich auf den Weg zur Krankenstation.
Als sie den Raum betrat, fiel ihr Blick sofort auf ihn.
Jax war auch schon wieder hier..
Sie blieb einen Moment stehen und beobachtete ihn bei der Arbeit. Wie er sich bewegte und wiie konzentriert er war.
In ihrem Blick lag natürlich wieder Sorge. Er sah immer noch müde aus .. Viel hatte er nicht geschlafen, wenn überhaupt.. Vielleicht auch gar nicht.
„Du bist unglaublich engagiert… aber auch schlecht darin, auf deinen eigenen Körper zu hören." sagte sie ruhig ohne es so klingen zu lassen als wäre das ein Vorwurf gewesen.
Sie stellte sich neben ihn, ließ den Blick kurz über die Patienten und die Helfer wandern, die jetzt einen Teil der Arbeit übernahmen.
"Das war eine gute Entscheidung mehr Helfer zu suchen.." Merkte sie noch einmal an..
Dann sah sie ihn wieder an. "Ich nehme an, schlafen konntest du nicht? Oder nicht viel?"
Man sah ihr die Sorge wirklich an.
@Jax Rovia
Die Idee von Jax, nach Leuten mit Medizinischen Kenntnissen zu suchenm, war Gold wert gewesen, denn nun hatten sie 3 Pflegefachkräfte und 2 Pflegeassistenten, die sie unterstützen konnten, denn so viele Patienten nur zu Zweit rund um die Uhr zu versorgen, war einfach unmöglich. Es wäre wohl nur eine Frage der Zeit gewesen, bis Jax und Juliet unter der Last zusammengebrochen wären. Dank der Pflegekräfte hatten Jax und Juliet nun auch mal Zeit, um sich ausruhen zu können. Das taten sie dann auch. Zuerst gingen sie etwas essen, denn sie hatten seit Tagen nichts Richtiges mehr gegessen, weil dazu einfach keine Zeit gewesen war, daher hatten sie zwischendurch mal nur kleine, schnelle Snacks gegessen. Meistens eben nur ein belegtes Brot, oder auch Obst. Da sie jetzt endlich mal Zeit hatten, kochten sie sich zusammen eine Gemüsepfanne, die sie dann auch gemeinsam aßen. Um den Abwasch brauchten sie sich nicht kümmern, denn der wurde ihnen von den Leuten, die Spüldienst hatten, abgenommen. Diese meinten, dass das schon okay war, da Jax und Juliet so viel Arbeit leisteten und sich verdient hatten, sich auch mal etwas Arbeit abnehmen zu lassen, auch wenn es nur eine solche Kleinigkeit, wie der Abwasch war. Eigentlich bräuchten sie auch gar nicht selbst kochen, denn es waren ja jetzt durch die Veränderungsvorschläge feste Jobs und auch Posten eingeteilt worden. So, dass jeder als das arbeitete, was er auch konnte und mit Putzarbeiten wechselten sich eben alle mal ab, so wurde das in Hilltop auch gemeacht, Natürlich gab es auch Leute, die auch vor dem Ausbruch schon als Reinigungs kräfte gearbeitet hatten, aber die konnten ja nicht ständig arbeiten und brauchten auch mal frei, also wurde es gerecht aufgeteilt. Vor allem unter denen, die zuvor Jobs hatten, die nun nicht mehr gebraucht wurden, wie Versicherungsvertreter, oder Leute, die in Büros gearbeitet hatten.
Als Jax und Juliet mit dem Essen fertig waren, zogen sie sich auf ihre Zimmer zurück. Jax wusch sich erstmal nur am Waschbecken und putzte sich auch die Zähne. Duschen würde er, wenn er geschlafen hatte, denn die Erschöpfung machte sich nun, wo er zur Ruhe kam, in ihm breit. Nachdem er sich gewaschen hatte, zog er seine Schlafsachen an, da er versuchen wollte zu schlafen. Er fürchtete schon, dass er, wie immer seit er hier war, dass er nicht richtig und nicht lange schlafen konnte, aber er versuchte es. Er legte sich ins Bett und machte die Augen zu. Er schlief auch nach kurzer Zeit ein, doch der Schlaf hielt natürlich wieder nicht lange. Schon nach etwa 2 1/2 Stunden bekam er wieder diese schlimmen Alpträume und wachte schweißgebadet auf.
Da er einen weiteren Versuch zu schlafen für sinnlos hielt, stand er auf und ging ins Bad. Dort zog er sich aus und stellte sich unter die Dusche. Er wusch sich ausgiebig und wusch natürlich auch seine langen Haare gründlich. Als er fertig war, stellte er das Wasser ab, stieg aus der Dusche, trocknete sich ab und zog sich an. Er kämmte sich die Haare und band sie hoch und machte daraus einen Dutt. Als er fertig war, zog er sich seinen Arztkittel an und zog sich auch Schutzkleidung über. Dann ging er zur Krankenstation, wo er nach den Patienten sah und auch die Krankenakten prüfte. Er machte Kontrollen und kümmerte sich um die Patienten, die über Schmerzen klagten. Die meisten Patienten schliefen im Moment.
Als Juliet dazu kam und er hörte, was sie sagte, seufzte er leise. "Ich will ja auch meinen Körper hören...ich würde nichts lieber tun, als einfach mal eine ganze Nacht durchzuschlafen, aber ich kann einfach nicht....sobald ich schlafe, kommen die Träume, die mich immer schweißgebadet aufwachen lassen...", sagte er und sah zu ihr. "Und scheinbar konntest du auch nicht richtig schlafen...", sagte er müde und nickte, als sie meinte, dass es eine gute Idee war, mehr Helfer zu suchen. Da es aber offensichtlich war, dass es Jax nicht gut ging und er völlig übermüdet war, überredete Juliet ihn, es nochmal mit Schlafen zu versuchen. "Also gut.....ich werd´s versuchen.....versprechen kann ich nichts...", sagte er und ging wieder auf sein Zimmer. Er zog sich wieder um und legte sich ins Bett. Das Einschlafen an sich ging auch schnell, doch auch dieses Mal wurde er von seinen Träumen aus dem Schlaf gerissen. Schließlich gab er es auf und blieb einfach wach auf dem Bett liegen, Bis es Zeit wurde, wieder aufzustehen.
In den folgenden Tagen erkrankten noch mehr Leute. Darunter eine alte Frau, der die Krankheit am Schlimmsten zusetzte. Leider starb sie schließlich und auch ein paar weitere alte Menschen überlebten die Krankheit nicht. Sie wurden rechtzeitig erlöst, bevor sie sich verwandeln konnten und anschließend begraben. Jax hatte das Fleisch weiter untersucht, jedoch ohne Erfolg. Selbst der Metzger konnte ihm nicht sagen, von welchem Tier das Fleisch stammte, da es eben in Stücke geschnitten und eingelegt war. Ein Mann meldete sich freiwillig als Versuchsobjekt und probierte das Fleisch. Jax war ihm dankbar, denn nur so konnten sie herausfinden, ob es das Fleisch gewesen war. Der Mann blieb allerdings gesund, also war das Fleisch wohl doch nicht der Auslöser gewesen, was sie wieder an den Anfang ihrer Untersuchungen führte. Schließlich gaben sie es auf, nach der Ursache zu suchen, da sie dabei einfach nicht weiterkamen. Stattdessen sorgten sie dafür, dass alle Hygienevorschriften eingehalten wurden und niemand gesundes der Quarantäne-Station zu nahe kam.
Es vergingen etwa 2 Wochen, in denen sich die Patienten erholten und wieder gesund wurden. Die Gruppen, die Mephisto ausgesandt hatte, um Medikamente und vor allem Antibiotika zu besorgen, waren Erfolgreich wieder zurückgekommen, sodass die Kranken gut behandelt werden konnten und es langsam immer weniger wurden, was Jax und Juliet, sowie ihre Helfer sehr erleichterte.
@Dr.Juliet Burke Juliet

Juliet hatte sich in den letzten Tagen an den besseren Tagesablauf gewöhnt, den die zusätzlichen Helfer ermöglichten..endlich waren zumindest halbwegs genug Leute da waren, um die Erkrankten gut zu versorgen.. Die Situation hier im Gefängnis fühlte sich immer noch zerbrechlich an, weil jeder einzelne Patient immer noch sterben konnte aber zumindest taten alle ihr Bestes..
Die Pflegekräfte waren eine große Hilfe. Juliet hatte sie zum ersten Mal seit Langem wieder das Gefühl, etwas durchatmen zu können. Nicht lange aber lange genug, um sich daran zu erinnern, wie es sich anfühlte, nicht ständig auf Abruf sein zu müssen..
Das gemeinsame Essen mit Jax hatte sich fast etwas unwirklich angefühlt nach der anstrengenden Zeit auf der Krankenstation nur zu zweit..Für einen kurzen Moment hatte sie vergessen können, was draußen und auch innerhalb der Mauern lauerte. Sie hatte ihn dabei beobachtet, wie er aß, wie müde er wirkte und wie erschöpft seine Bewegungen waren. Obwohl er versuchte, es zu überspielen, hatte Juliet es gesehen, ganz klar und deutlich.
Als sie später selbst in ihrem Zimmer lag, hatte sie gehofft, wenigstens ein paar Stunden Schlaf zu bekommen. Doch ihr Körper war zwar erschöpft, aber ihr Kopf gab kaum Ruhe.. Sie dachte an die Patienten und die Angst, jemanden zu verlieren. Vor allem auch Jax.. Nicht weil er nachhause gehen würde irgendwann, viel mehr an diese Krankheit.. Er fand nicht wirklich viel Ruhe
Seine Worte gingen ihr nicht aus dem Kopf.
Diese Alpträume, die ihn immer wieder wach werden ließen und ihm keine wirkliche Ruhe gönnten. Das war schlecht und zu wenig Schlaf konnte auch das Immunsystem verschlechtern.. Genau das war es, was ihr derzeit am meisten Sorgen in Bezug auf Jax machte..
Als sie ihn später wieder auf der Krankenstation traf, sah sie sofort, dass es nicht besser geworden war. Vielleicht sogar schlimmer. Seine Augen verrieten so einiges. Er sah müde aus.
Juliet hatte ihn überredet zurück ins Bett zu gehen. Sie war dabei recht sanft, aber auch ein wenig bestimmt. Das musste sie sein und obwohl sie wusste, dass er es wahrscheinlich nicht schaffen würde zu schlafen, hatte sie es versucht ihn dazu zu bringen sich hinzulegen.
Während er weg war, übernahmen Juliert und die anderen seine Aufgaben mit. Sie kontrollierte Werte, sprach mit den Pflegekräften und organisierte auch Abläufe hier.
Zwischendurch ging ihr Blick immer mal wieder zur Türe.
Jedes Mal, wenn sie sich vorstellte, dass er wieder wach lag, alleine ohne seinen Mann, von dem er erzählt hatte,mit diesen Alpträumen, wurde sie ein wenig betrübt..
Die nächsten Tage vergingen..
Es kamen mehr Patienten hinzu mit teils heftigeren Symptomen..
Der Tod der alten Frau und der anderen älteren Menschen hatte Juliet härter getroffen, als sie erwartet hatte. Die alten Menschen hatten gegen die Krankheit gekämpft und leider verloren..
Juliet war bei der Erlösung dabei gewesen.
Die Untersuchung des Fleisches hatte sie aufmerksam verfolgt und auch mitgeholfen.. Jede neue Spur war ein wenig Hoffnung… und jedes Mal war da dieses Gefühl der Enttäuschung, wenn sich wieder nichts bestätigte.
Als ein Mann sich freiwillig meldete das Fleisch zu probieren, hatte sie ihn lange angesehen.
"Du musst das nicht tun." hatte sie gesagt.
Aber er hatte es trotzdem getan. Und als nichts passierte war da einerseits Erleichterung aber andererseits auch Frustration da sie nun wieder keine Antworten hatten..
Irgendwann hatte auch Juliet akzeptiert, dass sie die Ursache vielleicht nicht finden würden.
Also konzentrierte sie sich auf das, was sie kontrollieren konnten. Es wurde strenge Quarantäne der Erkrankten und auch Hygiene eingehalten.
Zwei Wochen vergingen. Die Veränderung war spürbar.
Die Krankenstation war ruhiger geworden. Einige Betten wurden frei und andere Menschen, die noch nicht ganz gesund waren, standen ab und an wieder auf eigenen Beinen und liefen umher. Juliet ging langsam durch den Raum und ließ ihren Blick über die Patienten schweifen. Viele saßen mittlerweile aufrecht, unterhielten sich leise oder aßen im Moment. Einige lächelten sogar.
Das war ein Anblick, den sie schon fast vergessen hatte.
Die erfolgreiche Suche nach Medikamenten hatten den Unterschied gemacht. Endlich konnten sie Erkrankten richtig behandeln..
Sie blieb kurz stehen. Es war eine Erleichterung, leider keine vollständige..
Denn nicht alle hatten es geschafft die Krankheit zu besiegen.
Ihr Blick wanderte dann durch den Raum zu Jax.
Sie beobachtete ihn einen Moment lang, ohne etwas zu sagen. Wie er arbeitete und wie er sich bewegte.
Er funktionierte noch immer und arbeitete konzentriert..
Aber sie wusste mittlerweile, worauf sie bei ihm achten musste.
Langsam ging sie zu ihm..
"Es wird besser…" , sagte sie leise. Dann sah sie ihn direkt an. "Zumindest für die meisten."
Eine kurze Pause folgte.
Ihr Blick wurde etwas sanfter, aber auch ein wenig ernster.
"Sicher kannst du bald nachhause. Ich hoffe, er hält weiterhin sein Wort, dass er dich gehen lässt.."
Sie hoffte auch das nicht irgendwelche der Patienten schlimme Rückfälle erleiden würden oder noch schlimmer Neuansteckungen passieren..
Dann würde sich alles wieder verzögern..
@Jax Rovia
Jax war froh, dass er und Juliet nun die 5 Pfleger hatten, die ihnen mit der Versorgung der Patienten helfen konnten. So hatten er und Juliet auch mal etwas Zeit, um sich auszuruhen und etwas zu essen, wobei das mit dem Ausruhen bei Jax ja eher eine heikle Sache war, da er wegen seinen Alpträumen und ohne Jesus nur sehr schlecht schlief. Jax war nur noch müde und erschöpft, Daher war er dankbar über die Hilfe, die sie nun hatten. Auch wenn sich sein Zustand dadurch wohl nicht viel ändern würde. Er würde wohl erst wieder richtig abschalten, entspannen und vor allem schlafen können, wenn er wieder ZUhause in Hilltop war.
Allerdings war an Zuhause wohl erstmal nicht zu denken, denn solange noch soviele Leute krank waren, konnte er Juliet nicht alleine lassen, selbst wenn sie nun unterstützung hatte. Für einen Arzt allein war es zuviel. Sie versuchten auch nebenbei die Ursache der Krankheit zu finden und hatten eingelegtes Fleisch in Verdacht, dass eine Gruppe von ihrem Ausflug mitgebracht hatte. Nachdem sie dieses aber untersucht hatten und ein Mann es sogar gegessen hatte, um zu testen, ob es wirklich das Fleisch war, er jedoch gesund blieb, konnten sie das Fleisch als Ursache ausschließen und standen wieder ganz am Anfang. Sie hatten keine Ahnung, wie die Leute krank geworden waren. Es war wie bei dem Virus, durch den die Menschen zu Untoten wurden. Allerdings war diese neuartige Grippe nicht so extrem schlimm und dennoch kostete die Krankheit einige Leben, denn vor allem alte Leute, deren Körper mit dem sehr hohen Fieber nicht fertig wurde, starben daran.
Jax und Juliet taten ihr bestes, um die Sterberate so niedrig, wie nur möglich zu halten und es gelang ihnen einigermaßen. Nur Leute, die wirklich zu alt und zu schwach waren, starben. Alle anderen überstanden die Krankheit und wurden wieder gesund. Zum Glück hatten die Besorgungstrupps auch Antibiotika und sämtliche Mdeikamente, die gebraucht wurden, besorgen können. Nach etwa 2 Wochen wurden die Patienten weniger und Juliet meinte, dass Jax jetzt vielleicht so langsam wieder daran denken konnte, nach Hause zu fahren. Der Gedanke gefiel ihm, doch er wollte sich noch nicht zu früh freuen, denn solange immernoch Leute die Krankheit hatten, konnte es auch passieren, dass sich wieder mehr Leute ansteckten. Das hoffte natürlich niemand und daher gab es auch zur Zeit strenge Hygienevorschriften, an die sich alle halten mussten. Die, die noch krank waren, sich aber schon besser fühlten und zwischendurch auch mal aufstanden, durften die Quarantänestation auf keinen Fall verlassen, denn Jax und Juliet konnten nicht sicher sagen, ob sie noch ansteckend waren, oder nicht, daher wurde verboten, die Quarantänestation zu verlassen, um eine zweite Ausbreitung zu vermeiden.
Die Leute hielten sich auch daran, auch wenn es einigen schwer fiel, da sie nicht zu ihren Familien durften, aber es ging ja eben darum, genau diese zu schützen. Als Jax nach einer weiteren eher Schlaflosen Nacht aufstehen wollte, um sich um die Patienten zu kümmern, bekam er deutlich seinen Rücken zu spüren, der ihm heute mal wieder einen Tag mit heftigen Schmerzen bescherte. Jax zwang sich aufzustehen, da er zur Toilette musste. Allein das war schon wieder eine Qual, weshalb er sich danach direkt wieder ins Bett legte. Er seufzte schwer und griff zu dem starken Schmerzmittel, das er wirklich nur nahm, wenn die Schmerzen unerträglich. Zudem nahm er auch eine Schlaftablette, da er wusste, dass ihm die Medikamente durch ihre Wirkung immerhinn einen traumlosen Schlaf bescherten, den er ohnehin wieder dringend brauchte.
Da Jax an diesem Tag nicht zur Krankenstation kam, machte sich Juliet Sorgen, dass er sich vielleicht angesteckt haben könnte und entschloss sich, nachzusehen. Sie hatte sich Schutzkleidung angezogen für den Fall, dass sich Jax wirklich angesteckt hatte. Sie klopfte an seine Zimmertür und öffnete diese dann einfach, da von Jax keine Reaktion kam. Er lag im Bett und schlief ausnahmsweise tief. Die Tabletten wirkten gut und als Juliet die Packungen auf dem Nachtschrank sah, konnte sie sich denken, weshalb Jax nicht zur Krankenstation gekommen war. Er hatte diese schlimmen Rückenschmerzen ja schon einmal gehabt, seit er hier war. Jetzt war es das zweite mal, obwohl er Zuhause davon eher selten geplagt wurde. Vielleicht lag es hier an dem Stress und dem Schlafmangel, dass die Rückenschmerzen hier öfter kamen. Obwohl sich Juliet denken konnte, was Jax hatte, beschloss sie dennoch mal seine Temperatur zu prüfen. Sie hatte ein Fieberthermometer in der Tasche ihres Arztkittels, mit dem man die Temperatur im Ohr messen konnte. Da Jax auf der Seite lag und schlief, kam sie mühelos an sein Ohr heran. Sie prüfte die Temperatur und war erleichtert, als sie sah, dass er kein Fieber hatte. Sie ließ ihn schlafen, da sie wusste, wie dringend er den Schlaf brauchte. Jax bekam überhaupt nicht mit, dass Juliet da war und sogar seine Temperatur prüfte. Er schlief tief und man konnte ihm ansehen, dass der Schlaf ihm gut tat.
@Dr.Juliet Burke

Juliet hatte in den letzten Tagen kaum selbst einen klaren Gedanken fassen können. Die vielen Patienten, das ständige Beobachten von Symptomen und Behandlungen, das alles zehrte an ihr, trotz der weiteren Helfer und da war immer dieser eine Gedanke, der sich immer mal wieder in den Vordergrund drängte, und zwar der Gedanke an Jax.
Sie hatte gesehen, wie sehr er litt unter der ganzen Situation, nicht nur körperlich, sondern auch psychisch. Der Schlaf war für ihn kaum erholsam und selbst wenn er schlief, war er selten richtig ruhig. Dass er ohne seinen Mann kaum zur Ruhe kam, war ihr nicht entgangen. Juliet hatte es ja auch schon öfter angesprochen.
Die Unterstützung durch die fünf Pfleger war wirklich ein Segen und eine große Hilfe und Entlastung, keine Frage. Jax und sie konnten Aufgaben abgeben, durchatmen, sich wenigstens ab und zu setzen, sich ausruhen und in Ruhe was essen.
Als er an einem Morgen nicht zur Krankenstation erschien, war das für Juliet sofort ein Warnsignal.
"Das ist nicht normal…" dachte sie sich, während sie sich die Schutzkleidung überzog.
Sie durfte in dieser Situation kein Risiko eingehen. Zu viele waren krank geworden und zu unklar war die Ursache, der Erkrankung. Auch wenn sie das eingelegte Fleisch inzwischen ausgeschlossen hatten, die Unsicherheit über die Ursache blieb. Es nagte an ihr, dass sie nicht den Ursprung finden konnten. Dieses Gefühl von Kontrollverlust war ihr sehr unangenehm.
Vor Jax’ Tür blieb sie kurz stehen. Sie klopfte leise an.
Es kam keine Antwort. Dann klopfte sie erneut noch etwas fester. Wieder kam keine Antwort.
Juliet öffnete schließlich leise die Tür und trat vorsichtig in das Zimmer ein.
Sie betrachtete ihn..
Jax lag offenbar tief schlafend in seinem Bett.
Für einen Moment blieb sie einfach stehen und betrachtete ihn. Sein Gesicht wirkte entspannt.
Ihr Blick fiel auf den Nachttisch. Dort lagen Schmerzmittel und Schlaftabletten.
Sie seufzte leise aber er brauchte das eben, wenn Rückenschmerzen ihn plagen und um ruhig zu schlafen.
Die Rückenschmerzen, der Stress und der Schlafmangel waren nicht gut für Jax. Aus dem Grund war es ganz gut, dass er tief schlief.
Langsam und leise trat Juliet näher an sein Bett heran.
Sie wollte einfach sicher sein..
Deswegen holte sie mit vorsichtigen Bewegungen sie das Fieberthermometer aus ihrer Kitteltasche. Sie beugte sich leicht zu ihm herunter, strich eine lose Haarsträhne von seinem Ohr und hielt das Thermometer an sein Ohr. Nach kurzer Zeit kam ein leises Signal.
Sie sah dann auf die Anzeige. Er hatte kein Fieber. Jax' Temperatur war normal..
Die Anspannung fiel ein wenig von Juliet ab.
"Gott sei Dank…" murmelte sie leise vor sich hin..
Juliet schloss für einen Moment die Augen, atmete tief durch und beobachtete ihn noch für einen kurzen Moment.
Jax brauchte den Schlaf mehr als alles andere im Moment. Aus dem Grund ging sie leise und ganz ruhig wieder zur Türe..
Sie würde hier mit den anderen Helfern alles am Laufen halten bis Jax wieder aufwachen würde..
Nach einem letzten, prüfenden Blick zu Jax drehte sie sich wieder zur Tür, öffnete sie vorsichtig und schlüpfte hindurch..
Draußen blieb sie einen kurzen Moment stehen und atmete tief durch. Es wartete noch viel Arbeit auf sie und es waren nicht nur die erkrankten Patienten auf der Krankenstation..
Ihr Blick wanderte kurz den Flur entlang, als sie sich an den nächsten Termin erinnerte.
Sie musste zu Mephisto..
Sie hatte ihm versprochen, ihn heute in seinem Büro aufzusuchen. Nach der Entfernung des Tumors an seiner Wirbelsäule wollte sie regelmäßig seine Werte kontrollieren und sicherstellen, dass keine Komplikationen auftraten. Dazu gehörte seine Temperatur messen, Reaktionen prüfen und nach dem Heilungsverlauf der Wunden sehen.
Sie konnte jetzt keine Pause machen.. Noch lange nicht. Vielleicht irgendwann um die Mittagszeit..
"Dann sehen wir mal, wie es ihm heute geht…" dachte Juliet sich, bevor sie sich in Bewegung setzte und den Flur entlang in Richtung seines Büros ging.
@Jax Rovia
@Mephisto
Mephisto saß in seinem Büro und schnaufte leicht, denn die momentane Situation passte ihm überhaupt nicht. Jax hatte ihm Zimmerarrest verpasst, seit die Krankheit ausgebrochen war, denn Mephistos Körper hatte mit den Tumoren schon zu kämpfen, da konnte er eine zusätzliche Krankheit nicht gebrauchen. Zumal sich dann auch wieder neue Tumore bilden konnten. Das wollte Jax auf jeden Fall verhindern und hatte Mephisto deswegen Zimmerarrest erteilt. Da er von seiner Wohnung aus direkt nach nebenan ins Büro gehen konnte, hatte Jax ihm nur das erlaubt. Vor dem Büro stand ein kleiner Tisch auf dem eine Packung Einmalhandschuhe, eine Packung mit Mundchutze und eine Flasche Händedesinfektionsmittel stand. Zudem hatte Jax eine Anleitung auf einen Zettel geschrieben, wie diese Sachen anzuwenden waren. Erst musste man sich die Hände ordenlich desinfizieren und dann Handshuhe und dann Mundschutz anziehen. Ohne diese Schutzmaßnahmen war das Betreten des Büros untersagt.
Mephisto nervten diese Vorsichtsmaßnahmen, aber er hielt sich dran. Je länger die Epidemie anhielt, desto ungeduldiger und schlecht gelaunter wurde er. Es war gerade eine Frau bei ihm, die sich an die Sicherheitsvorschriften hielt und Mephisto sei Frühstück brachte. Der saß hinter seinem Schreibtisch und motzte nur rum, statt sich für das Frühstück zu bedanken. Die Frau nahm es ihm allerdings nicht übel, denn im Moment musste Kontakt möglichst kleingehalten werden, um weitere Ansteckungen zu verhindern, also war einfach rumstehen und quatschen, oder Versammlungen im Moment nicht erlaubt. Die Frau wünschte ihm dennoch einfach einen guten Appetit und verließ das Büro wieder. Draußen traf sie auf Juliet, die gerade zu Mephisto wolte. "Guten Morgen....du brauchst starke Nerven...Er ist schlecht drauf und benimmt sich, wie ein Kind, das Hausarrest hat...", sagte sie leicht schmunzelnd und machte sich dann wieder auf den Weg in die Küche.
Mephisto hatte in seinem Büro gerade angefangen zu frühstücken, als es an der Tür klopfte. "Ja, Herein..", brummte er und sah zu Juliet, als sie das Büro betrat. Als sie ihm einen guten Morgen wünschte, brummte er leicht. "Morgen....wie lange setzt ihr mich noch unter Hausarrest...?", fragte er direkt und bekam von Juliet auch gleich die passende Antwort. "Er hat mir den Hausarrest nur erteilt, weil ich ihn eigentlich nicht nach Hause gehen lassen will...", sagte Mephisto, der wirklich gern hätte, dass Jax hierbleiben würde. "Ich weiß, ich hab versprochen, ihn gehen zu lassen, sobald das möglich ist, aber ich hab die Hoffnung, dass wir ihn bis dahin vielleicht doch noch umstimmen können und er hierbleibt....", sagte Mephisto, woraufhin Juliet ihm ansah und ihn fragte, ob er wirklich glaubte, Jax umstimmen zu können. "Naja...vielleicht findet sich ja doch noch jemand, in den er sich verlieben kann...", sagte er, woraufhin Juliet nur den Kopf schüttelte und ihn nochmal darauf hinwies, dass Jax dort, wo er Zuhause war, einen Mann und eine Familie hatte, die ihn brauchte und auf ihn wartete. "Ja, du hast ja recht und diesmal breche ich mein Versprechen auch nicht....sobald es Jax möglich ist, nach Hause zu fahren, werde ich ihm alles für die Heimreise Nötige bereitstellen...", versprach er und ließ sich von Juliet behandeln. "Ist Jax auf der Krankenstation zugange, fragte er, woraufhin Juliet einfach nur nickte, denn er musste nicht wissen, dass Jax heute mit starken Rückenschmerzen im Bett lag und nur unter starkem Medikamenteneinfluss einigermaßen schlafen konnte. Mit seinen Werten und der Heilung der OP Wunden war Juliet zufrieden. Mephisto bekam neue Wundpflaster auf die OP Narben und sagte ihm, dass sie in ein paar Tagen die Fäden ziehen konnten. "Und wann darf ich auch mal wieder hier raus...? Jax erteilt mir Hausarrest und lässt sich dann kaum blicken...ich dachte, dass er heute kommt....", sagte Mephisto, woraufhin Juliet sich eine Ausrede einfallen ließ, mit der sich Mephisto zufrieden gab. "Na, ich hoffe, dass diese Epidemie bald endlich vorbei ist...", sagte er und nickte leicht, als Juliet dann meinte, dass sie für heute fertig war und er Morgen wieder einen Hausbesuch bekam. Als Juliet gegangen war, frühstückte er weiter und machte anschließend seine Arbeiten, zumindest die, die er machen konnte und durfte. Das war nicht viel, weshalb er sich anschließend mit Rätseln beschäftigte, während Juliet nach Jax sah.
@Dr.Juliet Burke
Juliet hatte schon geahnt, dass Mephistos Laune heute sicher besonders schlecht sein würde. Seit Beginn der Epidemie wurde er von Tag zu Tag unruhiger und gereizter, da er nicht seine Wohnung und das Büro verlassen durfte. Sie konnte es irgendwie auch verstehen aber das waren eben nötige Vorsichtsmaßnahmen. Für jemanden wie Mephisto, der es gewohnt war, ständig alles unter Kontrolle zu haben und frei herumzulaufen, musste sich dieser Arrest wie ein Käfig anfühlen. Sie wusste aber, dass Jax mit seiner Entscheidung recht hatte damit ihm nicht zu erlauben seine Räume zu verlassen. Mephistos Körper war durch die Tumore und die Entfernung von diesen ohnehin geschwächt genug.
Als die Frau aus Mephistos Büro kam und Juliet entgegenlief, musste diese bei ihren Worten leicht schmunzeln. "Guten Morgen....du brauchst starke Nerven...Er ist schlecht drauf und benimmt sich wie ein Kind mit Hausarrest...“ hatte sie gesagt, bevor sie zurück Richtung Küche verschwand.
Juliet seufzte dann leise und griff automatisch nach dem Desinfektionsmittel auf dem kleinen Tisch vor der Tür. Mittlerweile lief dieser Ablauf vor seiner Türe ganz automatisch ab. Hände desinfizieren, Handschuhe anziehen und dann den Mundschutz aufsetzen. Erst dann klopfte sie an die Tür.
Kaum hatte Mephisto sie hereingebeten, sah sie ihm schon an, wie genervt er war. Man hörte es auch an seinem Tonfall. Er saß hinter seinem Schreibtisch, vor sich das Frühstück, und wirkte, als wäre die ganze Welt gegen ihn. Sein brummender Morgengruß bestätigte ihren Eindruck nur noch mehr.
Natürlich kam von ihm sofort die Frage, wie lange dieser Hausarrest noch dauern würde.
Juliet blieb ruhig, auch wenn sie innerlich wusste, dass diese Diskussion sicher bei jedem Besuch von ihr hier stattfinden würde. Sie verstand seinen Frust, doch sie würde Jax nicht in den Rücken fallen und ohne Absprache mit ihm etwas anderes entscheiden..
Niemand wollte riskieren, dass Mephisto sich zusätzlich infizierte.
Während sie begann, seine Wunden zu kontrollieren, hörte sie ihm aufmerksam zu. Als er davon sprach, dass Jax den Hausarrest nur verhängt hatte, weil er ihn eigentlich nicht gehen lassen wollte, hob Juliet leicht ihren Blick...
Tatsächlich sprach Mephisto kurz darauf wieder davon, Jax vielleicht doch noch umstimmen zu können hier zu bleiben..
Bei seiner Bemerkung, dass Jax sich vielleicht hier in jemanden anderes verlieben könnte, schüttelte Juliet nur langsam den Kopf. Sie versuchte dabei weder hart noch vorwurfsvoll zu wirken.
"Jax hat Zuhause jemanden, der ihn liebt und den er liebt.. Er ist verheiratet, mit dem Mann dem du den Finger abschneiden wolltest.." Das war ihr irgendwann zu Ohren gekommen.." Und er hat eine Familie, die auf ihn wartet." erinnerte sie ihn ruhig aber auch bestimmt..
Sie wusste, dass Mephisto das verstand. Vielleicht wollte er es nur manchmal nicht wahrhaben.
Umso erleichterter war sie, als er schließlich versprach, diesmal sein Wort zu halten und Jax gehen zu lassen, sobald es möglich war. Sie glaubte ihm. Zumindest wollte sie das.
Als Mephisto dann fragte, ob Jax auf der Krankenstation beschäftigt war, nickte Juliet nur knapp. Die Wahrheit verschwieg sie. Jax hatte sich die letzten Tage vollkommen überarbeitet und die Schmerzen waren inzwischen so schlimm geworden, dass er kaum noch richtig stehen konnte. Also log sie lieber ein wenig, um Mephisto ruhig zu halten.
Während sie die OP-Narben kontrolliert hatte, war sie mit dem Heilungsverlauf zufrieden. Da waren keine auffälligen Entzündungen, die Wunden sahen sauber aus und auch seine Werte hatten sich stabilisiert. Vorsichtig wechselte sie die dann die Pflaster und erklärte ihm, dass sie wahrscheinlich in wenigen Tagen die Fäden ziehen konnten.
Natürlich beschwerte sich Mephisto kurz darauf erneut darüber, eingesperrt zu sein und darüber, dass Jax kaum vorbeikam.
Sie erfand eine glaubwürdige Ausrede dafür, weshalb Jax heute verhindert war. "Wir haben auf der Krankenstation viel zu tun und ich bin schließlich auch Ärztin und kann deine Werte überprüfen und die Wundpflaster wechseln.. Dafür brauchst du keinen Chirurgen." Merkte sie in leicht genervten Tonfall an..
Offenbar reichte ihm die Erklärung, denn er ließ das Thema dann fallen.
Als Mephisto hoffte, dass die Epidemie bald vorbei sein würde, nickte Juliet nur zustimmend. "Das hoffen alle hier .. Wenn wir noch eine Weile Geduld haben und vorsichtig sind haben wir das schlimmste überstanden.."
Nachdem sie ihre Behandlung beendet hatte, räumte sie ihre Sachen zusammen und erklärte ihm, dass morgen wieder jemand nach ihm sehen würde. Vermutlich würde es nicht Jax sein.. Entweder sie oder einer der Helfer..
Sie verließ das Büro mit einem letzten ruhigen Blick auf Mephisto.
Draußen atmete sie erst einmal tief durch, nachdem sie den Mundschutz wieder abgenommen hatte.
Für einen kurzen Moment blieb sie auf dem Flur stehen. Hinter der Tür hörte sie ein leises Rascheln wie Geräusche von Papier, vermutlich hatte Mephisto angefangen, sich mit seinen Rätseln zu beschäftigen.
Juliet war ehrlich froh darüber. Beschäftigung hielt ihn wenigstens etwas ruhiger.
Doch ihre Gedanken waren längst wieder bei Jax.
Mit ernster Miene machte sie sich schließlich auf den Weg zu seinem Zimmer, um nach ihm zu sehen.
Als Juliet vor Jax’ Zimmer ankam, war der Flur dort deutlich ruhiger als unten auf der Krankenstation. Für einen Moment blieb sie vor der Tür stehen, bevor sie vorsichtig wieder anklopfte.
Es kam keine Reaktion. Das überraschte sie nicht wirklich.
Langsam und leise öffnete sie die Tür einen Spalt breit und sah hinein. Sofort sah sie, dass Jax noch schlief.
Offenbar hatten die Schmerzmittel und Schlafmittel, die er schon vor Stunden genommen hatte, gut dafür gesorgt, dass sein Körper sich die Ruhe holte, die er brauchte. Juliet trat leise ein und schloss die Tür behutsam hinter sich. Sein Atem ging ruhig und gleichmäßig, auch wenn man ihm die Erschöpfung selbst im Schlaf noch ansah. Die Schatten unter seinen Augen waren immer noch nicht ganz verschwunden und sein Gesicht wirkte etwas angespannt. Dennoch war Juliet erleichtert. Er schlief wenigstens immer noch. Jax brauchte das. Juliet seufzte leise.
Langsam trat sie noch ein Stück näher ans Bett und überprüfte vorsichtig nochmals seine Temperatur am Ohr. Er hatte zum Glück immer noch kein Fieber. Die Temperatur war höchstens leicht erhöht vom Schlaf aber auf keinen Fall zu hoch.
Jax bewegte sich plötzlich leicht, murmelte irgendetwas Unverständliches im Schlaf und zog die Decke unbewusst etwas näher an sich, wachte aber noch nicht auf.
Ein kleines Schmunzeln huschte kurz über Juliets Gesicht.
"Wenigstens schläfst du endlich mal etwas länger .." Dachte sie sich..
Bevor sie ging, blieb sie noch einen Moment an der Tür stehen und sah zu ihm zurück.
Dann verließ sie das Zimmer wieder genauso leise, wie sie gekommen war, um zurück zur Krankenstation zu gehen.
@Mephisto
@Jax Rovia
Nachdem Jax die Medikamente genommen hatte, legte er sich hin und suchte sich eine Position, in der er seine fürchterlichen Rückenschmerzen nicht so sehr spürte. Bis die Medikamente anfangen würden zu wirken, würde es noch einige Minuten dauern. Als er schließlich so lag, dass sein Rücken entlastet war und nicht ganz so schlimm weh tat, machte Jax die Augen zu. Als nach einigen Minuten die Medikamente anfingen zu wirken, schlief er ein und der Schlaf wurde tief und traumlos, was Jax gut tat, denn er brauchte dringend tiefen Schlaf, der über mehrere Stunden gehen würde. Mit den beiden ziemlich starken Medikamenten, hatte sich Jax regelrecht abgeschossen, denn er schlief so tief, dass er überhaupt nicht mitbekam, dass Juliet an die Tür klopfte. Erst leiser und dann sogar lauter, wovon man eigentlich wach geworden wäre. Jax schlief jedoch weiter, weshalb Juliet dann einfach das Zimmer betrat. Sie machte sich Sorgen und hatte auch vorsichtshalber Schutzkleidung an. Sie prüfte seine Temperatur, wozu sie ihm eine Haarsträhne vom Ohr wegstrich und dann ein Thermometer an sein Ohr hielt. Nach ein paar Sekunden piepste es und Juliet hatte die Gewissheit, dass er kein Fieber hatte. Er hatte also nicht die Krankheit, sondern litt nur wieder an so starken Rückenschmerzen, dass er sich heute ohne Schmerzen nicht bewegen konnte. Das war immerhin auch schon schlimm genug. Juliet ließ ihn dann weiterschlafen und verließ das Zimmer leise wieder, um sich um die Arbeit und Mephisto zu kümmern, bei dem heute eine Visite anstand.
Jax verschlief den ganzen Tag. Die Tabletten wirkten lange und als Juliet am Nachmittag nochmal nach ihm sah, schlief er immernoch. Allerdings ließ inzwischen die Wirkung langsam nach und Jax fing wieder an zu träumen. Anfangs waren die Träume noch harmlos, weswegen er nur ganz leise etwas vor sich hinmurmelte. Zu verstehen war es nicht. Etwa eine Stunde, nachdem Juliet nochmal nach ihm gesehen hatte, wurden die Träume allmählich schlimmer und Jax schreckte aus dem Schlaf. Er sah sich um und ließ sich dann seufzend wieder ins Kissen sinken. Lange liegenbleiben ging allerdings nicht, weshalb er aufstand und sogleich wieder von neuen, stark stechenden Schmerzen im Rücken geplagt wurde. Er ging auf die Toilette und legte sich danach wieder hin. Er seufzte schwer und nahm nochmal eine von den Schmerztabletten und eine von den Schlaftabletten. Er trank auch noch etwas und legte sich dann wiederhin. Als die Tabletten wirkten, schlief er wieder ein.
Jax schlief den restlichen Tag und auch die ganze Nacht durch. Juliet hatte auchc spät am Abend noch einmal nach ihm gesehen, bevor sie selbst schlafen gegangen war. Als Jax am nächsten Morgen wach wurde, waren die Schmerzen endlich wieder weg und er konnte sich wieder besser bewegen. Zudem hatte ihm der Schlaf gut getan. Er fühlte sich an diesem Tag erholt und ging erstmal duschen. Da er am Vortag nur geschlafen und nichts gegessen hatte, war er an diesem Morgen ziemlich hungrig. Er machte Pancakes und auch Rührei, sowie eine Scheibe Brot, das er in einer Pfanne Röstete und dann mit etwas Butter bestrich und das Rührei darauf verteilte. Als Juliet in die Küche kam, lächelte er leicht. "Guten Morgen....ich hab Frühstück gemacht...", sagte er und seufzte dann leicht. "Tut mir leid, dass ich gestern wieder nicht zu gebrauchen war....Ich verstehe auch nicht, warum ich jetzt in so kurzer Zeit so oft Rückenschmerzen habe....Zuhause hatte ich die in letzter Zeit eigentlich eher selten....", entschuldigte er sich, woraufhin Juliet den Kopf schüttelte. Sie sagte, dass er Zuhause auch nicht so unter Druck stand und ihm hier der Schlafmangel so sehr zusetzte. Zudem war sie der Meinung, dass er sich diesen Tag Schlaf verdient hatte und das leckere Frühstück das wieder ausgleichen würde. Als alles fertig war, frühstückten sie zusammen und machten sich nach dem Frühstück wieder an die Arbeit. Juliet teilte Jax auch mit, dass dsie gestern nach Mephisto gesehen hätte und die OP Wunden gut verheilten. "Das ist gut...wenn so gut wie keine Leute mehr krank sind und er seine Räume wieder verlassen kann, mache ich noch eine abschließende Untersuchung...Ich hoffe, dass die Krankheit nicht nochmal ausbricht.....", sagte er und kümmerte sich um die Patienten, nachdem er seine Schutzkleidung angezogen hatte. Den Leuten, die noch krank waren, ging es schon besser, aber da sie nicht sicher sein konnten, ob sie immernoch ansteckend waren, wurden alle Vorsichtsmaßnahmen solange eingehalten, bis die Leute wieder komplett gesund waren. Noch waren es zuviele, weswegen Jax jetzt noch nicht daran denken konnte, nach Hause zu fahren. Das würde er tun, wenn es nur noch so wenige Patienten waren, dass Juliet und ihre fünf Helfer allein damit klarkommen würden.
@Dr.Juliet Burke

Juliet hatte bereits geahnt, dass der Tag anstrengend werden würde. Nicht nur wegen den Patienten auf der Krankenstation, sondern auch wegen Mephisto. Seit Beginn der Epidemie wurde seine Stimmung immer schlechter. Die Quarantäne setzte ihm sichtbar zu und jedes Mal, wenn sie sein Büro betrat, hatte Juliet das Gefühl, gegen eine Wand aus seiner Gereiztheit und seinem Frust zu laufen aber auch wenn es ihr nicht gefiel, musste sie dadurch.. Ebenso Mephisto. Diese Quarantäne war nötig da sein Körper noch sehr geschwächt war und mit einer Infektion wahrscheinlich nicht gut zurechtkommen würde.
Nachdem sie sein Büro verlassen hatte, nahm den Mundschutz ab und atmete sie erst einmal tief durch. Wenigstens beschäftigten ihn jetzt seine Rätselhefte. Juliets Gedanken waren längst wieder bei Jax.
Mit ernstem Gesichtsausdruck machte sie sich schließlich auf den Weg zu seinem Zimmer.
Vor seiner Tür angekommen blieb Juliet kurz stehen. Der Flur hier war deutlich ruhiger als unten auf der Krankenstation. Sie klopfte vorsichtig an.
"Jax!" Rief sie.. Es kam keine Antwort..
Sie wartete kurz und klopfte diesmal etwas lauter.
"Alles ok?!" Fragte sie dann noch .. Wieder kam keine Antwort..
Ein unangenehmes Gefühl breitete sich in ihr aus. Vorsichtig öffnete sie die Tür und trat ein. Sofort sah sie, dass Jax tief schlief. Offenbar hatten die Schmerzmittel und Schlaftabletten ihn komplett außer Gefecht gesetzt aber selbst im Schlaf wirkte er noch erschöpft. Die Schatten unter seinen Augen waren immer noch deutlich sichtbar und sein Gesicht wirkte etwas angespannt.
Juliet trat leise näher ans Bett heran.
Du hast dich wirklich komplett überarbeitet... dachte sie sich ..
Behutsam strich sie ihm eine Haarsträhne vom Ohr weg und überprüfte seine Temperatur. Als das Thermometer leise piepste und keine erhöhte Temperatur anzeigte, atmete sie erleichtert aus.
Wenigstens kein Fieber... dachte sie sich dann..
Jax bewegte sich leicht im Schlaf, murmelte irgendetwas Unverständliches und zog die Decke etwas näher an sich. Ein kleines Schmunzeln erschien auf Juliets Gesicht.
Wenigstens schläfst du endlich mal länger als zwei Stunden am Stück.. dachte sie dann wieder für sich..
Sie blieb noch einen Moment am Bett stehen. Einerseits war sie froh, dass er endlich schlief, andererseits machte es ihr Sorgen, wie erschöpft sein Körper inzwischen war. Sie wusste genau, dass Jax sich viel zu wenig Pausen gönnte.
Wenn er so weitermachen, würde er vielleicht irgendwann wirklich einfach umkippen..
Schließlich ließ sie ihn weiterschlafen und kehrte wieder auf die Krankenstation zurück.
Der restliche Tag verging recht hektisch. Juliet kümmerte sich um die Patienten, koordinierte die Helfer und kontrollierte immer wieder die Werte der Erkrankten. Zum Glück schien sich der Zustand vieler langsam zu bessern. Trotzdem blieb die Anspannung überall noch spürbar.
Am Nachmittag sah Juliet erneut nach Jax. Als sie das Zimmer betrat, schlief er immer noch tief und fest. Diesmal wirkte sein Schlaf allerdings etwas unruhiger. Er murmelte leise vor sich hin und verzog manchmal leicht das Gesicht.
Juliet zog ihm vorsichtig die Decke etwas höher.
Du träumst hoffentlich nicht schon wieder von irgendwelchem schrecklichen Zeug.. dachte sie und seufzte ein wenig betrübt..
Sie blieb noch kurz neben dem Bett stehen und musterte ihn besorgt.
Jax brauchte dringend noch mehr Ruhe und Schlaf und nicht noch mehr Arbeit.
Da sie ihn genau aus dem Grund nicht wecken wollte, verließ sie das Zimmer wieder leise.
Auch spät am Abend schaute Juliet nochmals nach ihm, bevor sie selbst schlafen ging. Als sie sah, dass er inzwischen wieder ruhiger schlief, entspannte sie sich etwas.
Am nächsten Morgen betrat Juliet schließlich die Küche und blieb überrascht stehen, als sie den Duft von Pancakes und Rührei wahrnahm.
Als sie Jax dort stehen sah, wirkte er deutlich erholter als am Tag zuvor. Nicht vollkommen fit, aber wenigstens wieder wach und schmerzfrei genug, um normal stehen zu können.
Bei seinem leichten Lächeln entspannte sich Juliet sichtbar etwas.
"Guten Morgen,Jax." erwiderte sie ruhig.
Als Jax sich direkt entschuldigte, schüttelte sie sofort den Kopf und setzte sich an den Tisch.
"Hör bitte auf, dich dafür zu entschuldigen." , sagte sie ernst. "Du warst gestern völlig fertig. Dein Körper hat dich praktisch dazu gezwungen, endlich mal zu schlafen, wenn auch nicht ohne Hilfsmittel, stimmts?"
Während sie sprach, beobachtete sie ihn aufmerksam.
"Du hast vorher seit Tagen kaum richtig geschlafen, arbeitest viel, und machst dir ständig Sorgen um alle Patienten und deine Familie zu Hause..
Das ist purer Stress. Kein Wunder, dass dein Rücken solche Probleme macht." sagte sie leise da es sonst keiner hören sollte..
Als Jax meinte, dass er Zuhause solche Schmerzen in letzter Zeit kaum noch gehabt hatte, nickte Juliet leicht.
"Weil du Zuhause nicht unter Dauerstress standest und deine Familie hattest und deine Freunde.." sagte sie ruhig "Hier lastet die ganze Situation auf dir, die Epidemie,die Verantwortung, die Angst, dass sich noch mehr Leute anstecken, die Sorge um deine Familie und Freunde.. Du hast niemanden erreicht .. Das macht auch deinem Körper zu schaffen."
Dann sah sie auf das Frühstück, was Jax zubereitet hatte und musste leicht lächeln.
Nachdem sie probiert hatte, schmunzelte sie leicht.
"Okay… das ist wirklich gut so wie immer."
Während des Frühstücks wirkte Juliet deutlich entspannter als noch am Vortag. Es beruhigte sie sichtbar, Jax wieder auf den Beinen zu sehen.
Nachdem sie fertig waren, machten sich beide wieder an die Arbeit. Während sie ihre Schutzkleidung anzog, berichtete Juliet ihm von Mephisto.
"Ich war gestern bei ihm." sagte sie und seufzte leicht. "Seine Stimmung wird ehrlich gesagt jeden Tag schlimmer. Er benimmt sich inzwischen wirklich fast wie ein Kind was Hausarrest hat.."
Kurz schüttelte sie den Kopf.
"Er hat natürlich wieder versucht herauszufinden, warum du nicht selbst bei ihm warst. Ich habe ihm gesagt, dass wir auf der Krankenstation genug zu tun haben."
Dass Jax wegen seiner Schmerzen kaum hatte laufen können, hatte sie ja weiterhin bewusst verschwiegen.
"Aber seine Wunden sehen wirklich gut aus. Keine Entzündungen, alles heilt sauber. Wahrscheinlich können wir bald die Fäden ziehen."
Als Jax meinte, dass er noch eine abschließende Untersuchung machen wollte, nickte Juliet zustimmend.
"Das wäre wahrscheinlich gut." sagte sie ruhig. "Und hoffentlich beruhigt ihn das dann auch etwas."
Während sie gemeinsam die Patienten versorgten, sprach Juliet immer wieder beruhigend mit den Erkrankten und erklärte geduldig die Sicherheitsmaßnahmen.
"Ich weiß, dass die Isolation schwer ist." sagte sie zu einer Patientin,die hier rauswollte. "Aber wir müssen vorsichtig bleiben, bis wirklich niemand mehr ansteckend ist."
Zwischendurch beobachtete sie Jax immer wieder aufmerksam. Sie merkte, dass es ihm besser ging, doch sie wusste nur zu gut, wie schnell es gehen konnte das man seine eigenen Grenzen ignoriert. Als sie irgendwann kurz mit ihm alleine war, sah sie ihn ernst an. "Übertreib es nicht wieder mit der Arbeit, ok? Nur weil die Schmerzen heute weg sind, heißt das nicht, dass du sofort wieder durcharbeiten musst."
Dann lächelte sie leicht.
"Sonst verordne ich dir persönlich Bettruhe. Lass uns zum Mittagessen gehen, wenn die anderen Helfer wieder da sind.."
schlug sie ihm vor..
@Jax Rovia
Da Jax an diesem Tag wegen seiner schlimmen Rückenschmerzen kaum aus dem Bett kam, musste Juliet die Krankenstation alleine leiten und sich auch um Mephisto kümmern, der wegen der Quarantäne sehr genervt war. Jax hatte ihm untersagt seine Räumlichkeiten zu verlassen, solange der Virus durch die Gemeinschaft ging. Jax hatte den Haussarrest nicht verhängt, weil er Mephisto ärgern wollte, oder weil er sich wegen der Entführung und allem anderen rächen wollte, sondern aus Sorge. Schließlich war Mephisto durch die entfernten Tumore und die OPs noch geschwächt und sich jetzt diese Krankheit einzufangen, konnte für Mephisto gefährlich werden. Zudem war nicht auszuschließen, dass durch die Krankheit auch wieder neue Tumore wachsen konnten und das war, was Jax verhindern wollte.
Jax selbst war an diesem Tag leider zu nichts fähig. Allein der Gang zur Toilette war für ihn eine Qual. Also nahm er ein starkes Schmerzmittel und eine Schlaftablette. Die beiden Medikamente wirkten allerdings so gut, dass Jax so tief schlief, dass er gar nichts mitbekam. Als er erst am Abend wieder wach wurde, da die Medikamente aufgehört hatten zu wirken, nahm er nochmal welche und schlief dann bis zum nächsten Morgen durch. Sein Körper hatte den Tiefschlaf dringend gebraucht. Da er sich am nächsten Morgen ausgeruht und besser fühlte, machte er Frühstück. Natürlich nicht nur für sich alleine, sondern auch für Juliet, die vom Duft des Rühreis in die Küche gelockt wurde. Jax entschuldigte sich dafür, dass er den Tag zuvor nur geschlafen und nicht gearbeitet hatte, doch Juliet hatte, wie immer Verständnis, wofür Jax ihr sehr dankbar war. Da es ihm nun ein wenig besser ging, arbeitete er natürlich auch wieder mit ihr zusammen. Da er nicht abhängig werden wollte, ließ er die Medikamente nun wieder weg, was zur Folge hatte, dass er in den Nächten wieder schlecht träumte und daher auch nicht viel schlief. Natürlich zehrte das wieder an seinen Kräften.
Zum Glück ging es den Leuten allmählich besser und es wurden weniger auf der Krankenstation. Da Jax ohnehin schlecht schlief und oft eh die halbe Nacht wach war, war er meistens Nachts auf der Krankenstation anwesend. Zusammen mit einem der Krankenpfleger, da es in den Nächten inzwischen eher ruhig zuging, reichte es aus, wenn ein Arzt und ein Krankenpfleger da war. So konnten sich die anderen ausruhen. Da sich Juliet an dem Tag, als Jax wieder so schlimme Schnmerzen gehabt hatte und sich mit den Medikamenten ausgeschossen hatte, sich um Mephisto gekümmert hatte, tat Jax das einige Tage später selbst. Mephisto war natürlich bockig und benahm sich, wie ein kleines Kind. "Weißt du was...? Von mir aus kannst du deine Räume verlassen.....Du führst dich auf, wie ein Kind......Ich habe den Arrest nicht verhängt, um dich zu ärgern, oder mich zu rächen, sondern um dich zu schützen. Durch die OP´s ist dein Körper geschwächt und muss sich erst erholen...wenn du dir jetzt zusätzlich noch diese Krankheit einfängst, ist dein Körper am Arsch und es ist dann nicht auszuschließen, dass du wieder neue Tumore kriegst und wenn die dann bösartig sind, dann kann auch ich dir nicht mehr helfen.....also tu, was du willst....", sagte Jax und verließ das Büro von Mephisto. Natürlich erzählte er Juliet davon und da Mephisto wohl doch lieber gesund werden wollte, hielt er sich doch an die Anweisungen von Jax.
In den folgenden Tagen wurden die Patienten zum Glück immer weniger, sodass langsam der Zeitpunkt kam, dass Juliet meinte, dass, wenn es weiter so lief, Jax in ein paar Tagen endlich nach Hause fahren konnte, auch wenn ihr der Abschied schwer fallen würde, doch sie wusste ja, wie sehr Jax sein Zuhause brauchte und vermisste. Auch Mephisto ging es gut. Die abschließende Untersuchung von Jax war positiv gewesen, es hatten sich keine weiteren Tumore gebildet. Mephisto versuchte Jax natürlich zu überreden zu bleiben und versprach ihm ein größeres Zimmer und alles, was er sich wünschte. "Nein, Mephisto...der einzige Wunsch, den ich habe, ist nach Hause zu fahren, um endlich wieder bei meinem Mann und meiner Familie sein zu können....Das ist das Einzige, was ich will....versteh das endlich....", sagte Jax, der inzwischen kaum noch so aussah, wie am Anfang, als Mephisto ihn mit Jesus, Joel, Malcolm Diego, Tyler und Robby entführt hatte. Durch den andauernden Schlafmangel hatte Jax dunkle Ränder unter den Augen, war blasser, als zuvor und hatte deutlich abgenommen. Allerdings noch nicht soviel, dass es bedrohlich war. Dennoch sah er nicht gut aus und auf längere Sicht würde ihn das Leben hier irgendwann so kaputt machen, dass er daran sterben würde. Da Mephisto das auch endlich begriffen zu haben schien, gab er sein Einverstaändnis, dass Jax nach Hause fahren durfte. Er bat Jax allerdings noch um 5 Tage Zeit, um alle Vorbereitungen zu treffen. Mephisto wollte ihm gutes Auto bereit stellen und genügend Benzin für die Fahrt nach Hause, sowie auch eine kleine Abschiedsfeier zu organisieren, denn Jax war bei den meisten Leuten, vor allem bei denen, denen er geholfen hatte, sehr beliebt und sie alle wollten sich verabschieden und nochmal bedanken für das, was Jax in der ganzen Zeit bewirklt hatte. Das Leben war hier für die Leute nun besser, seit Mephisto sie nicht mehr mit Gewalt anführte, sondern sie nun freundlich und fair behandelte. Selbst die ungeliebten Arbeiten wurden von den Leuten verantwortungsvoll erledigt.
Als am folgenden Tag Jax und Juliet auf der Krankenstation mit ihrer Arbeit angefangen hatte, kümmerte sich Jax im Behandlungszimmer um neue Patienten, während sich Juliet im Krankenzimmer um die zum Glück nur noch wenigen Patienten kümmerte. Heute kam ausgerechnet Cyle zu Jax ins Behandlungszimmer, der sich, als einer der letzten mit der neuen Krankheit angesteckt hatte. Natürlich war Cyle weiterhin ein Arschloch und da er gehört hatte, dass Jax in ein paar Tagen nach Hause gelassen werden sollte, wollte er diesen Plan zunichte machen. Er tat etwas, womit Jax nicht gerechnet hatte. Er riss ihm den Mundschutz vom Gesicht und spuckte und hustete ihm ins Gesicht. "Das ist dafür, dass du mir meine Zukunft als Anführer versaut hast....", knurrte er und grinste, als sich Jax die Rotze aus dem Gesicht wischte. "Verschwinde hier!. Ich werde dich nicht mehr versorgen....sieh zu, wie du mit der Krankheit ohne Hilfe klarkommst...", knurrte Jax und warf Cyle aus dem Raum. Er nahm sich Tücher, um sich das Gesicht abzuwaschen. Als Juliet zu ihm kam, sagte er ihr, was Cyle getan hatte. Als sie fragte, was sie jetzt tun sollten, zuckte er mit den Schultern. Abwarten, ob er mich angesteckt hat, oder nicht...", sagte Jax, denn etwas anderes blieb ihnen nicht übrig. War nur die Frage, wann und ob die Krankheit ausbrechen würde.
Es vergingen 3 Tage, in denen nichts passierte. Vorsichtshalber hatte sich Jax auf sein Zimmer zurückgezogen und Vorkehrungen getroffen. Daher stand auf dem Flur vor seinem Zimmer ein kleiner Tisch auf dem eine Packung Einweghandschuhe, eine Packung mit Mundschutze und eine Packung Einwegkittel lagen, zudem stand auch eine Flasche mit Händedesinfektionsmittel auf dem Tisch. In der Nacht zum vierten Tag brach die Krankheit schließlich aus. Jax bekam starken Husten, musste sich oft übergeben, weswegen er sich einen Eimer ans Bett gestellt hatte. Wie bei den anderen Patienten bekam auch Jax die Symptome, wie Kopf- und Gliederschmerzen, starken Husten und sehr hohes Fieber, sowie Atemprobleme. Da der Körper von Jax wegen dem Schlafmangel und dem Zustand der Dauererschöpfung ohnehin angeschlagen war, machte ihm die Krankheit zu schaffen. Eigentlich hätte heute wieder der Tag sein sollen, an dem die Abschiedsfeier hätte stattfinden sollen, denn eigentlich hatten sie ausgemacht, dass Jax Morgen nach Hause fahren durfte, doch daraus wurden durch Cyles Schuld nun wieder nichts. Jetzt musste Jax diese Krankheit überstehen und man konnte nicht wissen, wie lange das dauern würde.
@Dr.Juliet Burke

Dr.Juliet Burke und
Paul Rovia (Jesus) sind Schockiert.
Juliet hatte schon geahnt, dass der Tag anstrengend werden würde, nicht nur wegen der vielen Patienten auf der Krankenstation, sondern auch wegen Mephisto. Seit Beginn der Epidemie war seine Stimmung spürbar schlechter geworden. Die Quarantäne setzte ihm sichtlich zu, und jedes Mal, wenn sie sein Büro betrat, kam es ihr vor, als prallte sie gegen eine Wand aus Gereiztheit und Frust. Doch auch wenn es ihm nicht passte, musste er da durch. Die Isolation war notwendig, denn nach den Operationen und der Entfernung der Tumore war Mephistos Körper noch immer geschwächt, und eine zusätzliche Infektion hätte für ihn gefährlich, vielleicht sogar tödlich sein können.
Nachdem Juliet sein Büro verlassen hatte, zog sie sich den Mundschutz vom Gesicht und atmete erst einmal tief durch. Wenigstens beschäftigten ihn inzwischen seine Rätselhefte ein wenig. Trotzdem lagen ihre Gedanken längst wieder ganz woanders bei Jax.
Mit ernstem Gesichtsausdruck machte sie sich schließlich auf den Weg zu seinem Zimmer.
Vor seiner Tür blieb sie kurz stehen. Der Flur hier oben war deutlich ruhiger als unten auf der Krankenstation. Vorsichtig klopfte sie an.
"Jax!" rief sie. Es kam keine Antwort.
Sie zögerte kurz und klopfte diesmal etwas lauter.
"Alles okay?!" Doch wieder blieb es still.
Ein unangenehmes Gefühl machte sich sofort in ihr breit. Vorsichtig öffnete Juliet die Tür und trat ein. Sofort bemerkte sie, dass Jax tief und fest schlief. Offenbar hatten Schmerzmittel und Schlaftablette ihn völlig außer Gefecht gesetzt. Doch selbst im Schlaf wirkte er erschöpft. Die dunklen Ringe unter seinen Augen waren noch immer deutlich zu sehen, und sein Gesicht wirkte leicht angespannt. Leise ging Juliet näher an das Bett heran.
Du hast dich wirklich völlig verausgabt... dachte sie bedrückt. Sanft strich sie ihm eine Haarsträhne hinter das Ohr und prüfte seine Temperatur. Als das Thermometer schließlich leise piepte und keine erhöhte Temperatur zeigte, atmete sie erleichtert auf. Wenigstens kein Fieber...
Jax bewegte sich leicht im Schlaf, murmelte etwas Unverständliches und zog die Decke näher an sich. Ein kleines Schmunzeln erschien auf Juliets Lippen.
Wenigstens schläfst du endlich mal länger als zwei Stunden am Stück, dachte sie weiter. Sie blieb noch einen Moment neben dem Bett stehen. Einerseits war sie froh, dass er endlich schlief, andererseits machte ihr sein Zustand Sorgen. Sein Körper war völlig erschöpft, und sie wusste genau, dass Jax sich viel zu selten Pausen gönnte. Wenn er so weitermacht, kippt er irgendwann wirklich einfach um, befürchtete sie. Schließlich ließ sie ihn weiterschlafen und kehrte zur Krankenstation zurück.
Der restliche Tag verlief hektisch. Juliet kümmerte sich um Patienten, koordinierte Helfer, kontrollierte Infusionen und überwachte immer wieder die Werte der Erkrankten. Zum Glück schienen sich viele langsam zu stabilisieren. Trotzdem hing die Anspannung weiterhin über allem.
Am Nachmittag sah Juliet erneut nach Jax. Als sie das Zimmer betrat, schlief er noch immer tief und fest. Diesmal wirkte sein Schlaf allerdings unruhiger. Er murmelte leise vor sich hin und verzog manchmal leicht das Gesicht.
Juliet zog ihm vorsichtig die Decke höher.
"Du träumst hoffentlich nicht schon wieder von irgendwelchem schrecklichen Zeug..." Dachte sie.
Bedrückt beobachtete sie ihn noch einen Moment. Jax brauchte dringend diese Ruhe, den Schlaf und auch den Abstand von all dem, was hier vor sich ging..
Deswegen ließ sie ihn weiterschlafen.
Spät am Abend schaute Juliet nochmals nach ihm, bevor sie sich selbst hinlegte. Erst als sie sah, dass sein Schlaf inzwischen wieder ruhiger geworden war, entspannte sie sich etwas und ging dann schlafen..
Am nächsten Morgen betrat Juliet die Küche und blieb überrascht stehen, als ihr der Duft von Pancakes und Rührei in die Nase stieg. Als sie Jax dort sah, wirkte er deutlich erholter als am Vortag. Zwar war er noch nicht wieder ganz fit, aber immerhin ging es ihm gut genug, um aufrecht stehen zu können. Bei seinem leichten Lächeln entspannte sich Juliet sichtlich. "Guten Morgen, Jax." grüßte sie ihn.
Als er sich direkt entschuldigte, schüttelte sie sofort den Kopf und setzte sich an den Tisch.
"Hör bitte auf, dich dafür zu entschuldigen", sagte sie ernst. "Gestern warst du völlig am Ende. Dein Körper hat dich praktisch gezwungen, endlich mal zu schlafen, auch wenn es nicht ohne Hilfsmittel ging.."
Während sie sprach, beobachtete sie ihn aufmerksam.
"Du hast seit Tagen kaum richtig geschlafen, arbeitest fast ununterbrochen und machst dir Sorgen um jeden einzelnen Patienten und zusätzlich noch um deine Familie zu Hause. Das ist purer Stress. Kein Wunder, dass dein Rücken solche Probleme macht."
Als Jax sagte, dass er zu Hause solche Schmerzen zuletzt kaum noch verspürt hatte, nickte Juliet leicht.
"Weil du dort nicht unter Dauerstress stehst. Da hast du deine Familie und Freunde. Hier drückt die ganze Situation auf dich, die Epidemie, die Verantwortung, die Angst, dass sich noch mehr Menschen anstecken, die Sorge um deine Familie zu Hause... und obendrein konntest du niemanden erreichen."
Kurz sah sie ihn ruhig an. "Das macht auch deinem Körper zu schaffen."
Dann blickte sie auf das Frühstück und musste leicht lächeln. Nachdem sie probiert hatte, schmunzelte sie.
"Okay... das ist wirklich gut. Wie immer."
Während des Frühstücks wirkte Juliet deutlich entspannter als noch am Vortag. Es beruhigte sie sichtbar, Jax wieder auf den Beinen zu sehen.
Nachdem sie fertig waren, machten sich beide wieder an die Arbeit. Während Juliet ihre Schutzkleidung anzog, berichtete sie ihm von Mephisto.
"Ich war gestern nochmal bei ihm." , sagte sie und seufzte leicht. "Seine Stimmung wird ehrlich gesagt jeden Tag schlimmer. Er benimmt sich inzwischen wirklich fast wie ein Kind mit Hausarrest."
Kurz schüttelte sie den Kopf.
"Natürlich wollte er wissen, warum du nicht selbst bei ihm warst. Ich habe ihm gesagt, dass wir genug auf der Krankenstation zu tun haben."
Dass Jax wegen seiner Schmerzen kaum hatte laufen können, hatte sier bewusst verschwiegen..
"Aber seine Wunden sehen wirklich gut aus. Keine Entzündungen, alles heilt sauber. Wahrscheinlich können wir bald die Fäden ziehen."
Als Jax meinte, dass er noch eine abschließende Untersuchung machen wollte, nickte Juliet zustimmend.
"Das wäre wahrscheinlich gut. Vielleicht beruhigt ihn das dann endlich etwas."
Gemeinsam kümmerten sie sich weiter um die Patienten. Juliet sprach ruhig mit den Erkrankten, erklärte geduldig die Sicherheitsmaßnahmen und versuchte, die Menschen zu beruhigen.
„Ich weiß, dass die Isolation hart ist“, sagte sie zu einer Patientin, die unbedingt ihr Zimmer verlassen wollte. „Aber wir müssen vorsichtig sein, bis wirklich niemand mehr ansteckend ist.“
Zwischendurch beobachtete sie Jax immer wieder aufmerksam. Sie merkte, dass es ihm besser ging, doch sie wusste nur zu gut, wie schnell es gehen konnte das man seine eigenen Grenzen ignoriert. Als sie irgendwann kurz mit ihm alleine war, sah sie ihn ernst an. "Übertreib es nicht wieder mit der Arbeit, ok? Nur weil die Schmerzen heute weg sind, heißt das nicht, dass du sofort wieder durcharbeiten musst."
Dann lächelte sie leicht.
„Sonst verordne ich dir persönlich Bettruhe.“
Ein paar Tage später kümmerte sich Jax schließlich wieder selbst um Mephisto. Der benahm sich natürlich weiterhin wie ein trotziges Kind, bis Jax ihm klar erklärte, warum die Quarantäne nötig war und wie gefährlich eine Infektion für ihn sein konnte. Zu Juliets Überraschung schien Mephisto das endlich zu begreifen und hielt sich danach ohne Murren an die Regeln. Währenddessen wurden die Patienten langsam weniger, und zum ersten Mal keimte wieder Hoffnung auf. Juliet meinte schließlich zu Jax, dass er vielleicht schon bald nach Hause fahren könne, wenn es so ruhig bliebe.
Gleichzeitig tat ihr der Gedanke weh, dass Jax bald gehen würde, aber er musste nach Hause zu seinen Freunden und seiner Familie. Sie sah, wie sehr ihn dieser Ort immer mehr kaputt machte. Er hatte Augenringe, blasse Haut und wirkte völlig erschöpft.
Als Mephisto ihm schließlich tatsächlich erlaubte zu gehen und sogar Vorbereitungen für seine Heimreise traf, wirkte Jax zum ersten Mal seit Langem erleichtert. Fünf Tage sollte er sich noch gedulden, nur fünf verdammte Tage. In der Zwischenzeit betrat Cyle die Krankenstation.
Schon als Juliet seine Stimme auf der Krankenstation hörte, zog sich alles in ihr ein wenig zusammen. Dieser widerliche Mistkerl hatte hier schon immer nichts als Ärger gemacht.
Kurz darauf ging Juliet zu Jax ins Behandlungszimmer nebenan und sah, wie er sich hektisch das Gesicht mit Desinfektionstüchern abwischte.
"Was ist passiert...?“, fragte sie besorgt.
Als Jax ihr erzählte, dass Cyle ihm den Mundschutz heruntergerissen und ihm absichtlich ins Gesicht gehustet und gespuckt hatte, lief ihr ein eiskalter Schauer über den Rücken. Einen Moment lang sagte sie nichts.
"Verdammt, was sollen wir jetzt tun?!" fragte sie. Jax meinte, sie könnten einfach nur abwarten.
Juliet seufzte tief und sah ihn ernst an. Dann drehte sie sich wortlos um und verließ den Raum. Viele unterschätzten Juliet. Früher hatte sie auf der Insel vor der Küste Georgias in einem Labor gearbeitet. Dort hatte sie gelernt, sich selbst zu verteidigen. Nahkampftechniken waren dort überlebenswichtig gewesen, und Juliet wusste genau, wie man jemanden auch ohne Waffen kampfunfähig machte. Genau das würde Cyle nun zu spüren bekommen. Sie fand ihn draußen im Flur, das selbstgefällige Grinsen immer noch im Gesicht.
„Du krankes Stück Scheiße“, zischte sie ihn an. Eigentlich war das sonst nicht Juliets Wortwahl, aber im Moment war ihr das egal. Der Kerl fand es natürlich lustig, dass Juliet sich so aufregte, und unterschätzte sie wahrscheinlich auch gerade. Cyle wollte gerade etwas erwidern, doch Juliet machte schon einen schnellen Schritt nach vorn und trat ihm direkt zwischen die Beine. Das hatte er verdient. Sekunden später lag er am Boden. Der Kerl jammerte nicht, beschimpfte Juliet jedoch. Juliet packte ihn dann hart im Nacken und drückte ihn weiter zu Boden..
"Das war noch harmlos", sagte sie eiskalt. "Wenn wegen dir etwas Schlimmes mit Jax passiert, wirst du dir wünschen, niemals geboren zu sein. Das versichere ich dir, du verdammter Bengel. So jemanden wie dich hätte man früher hingerichtet." Juliet ließ ihn los und ging weg. "Sieh zu, wie du dich selbst behandelst. Hier wird das keiner für dich tun, und Medikamente bekommst du bei uns auch nicht."
Danach hieß es warten. Drei Tage lang geschah nichts. Vorsichtshalber zog sich Jax in sein Zimmer zurück und stellte Schutzkleidung, Handschuhe und Desinfektionsmittel vor die Tür. Doch in der Nacht des vierten Tages setzte schließlich der Husten ein.
Als sie Jax’ Zimmer betrat, bemerkte sie sofort, dass er hohes Fieber haben musste. Der Eimer neben dem Bett und seine schwere Atmung ließen keinen Zweifel. Sein ohnehin erschöpfter Körper musste nun auch noch gegen diese Krankheit ankämpfen.
Bevor sie sich jedoch ganz um ihn kümmerte, ging Juliet zur kleinen Funkstation in seinem Zimmer. Vielleicht konnte sie wenigstens Hilltop erreichen. Mit angespanntem Gesicht setzte sie den Kopfhörer auf und griff zum Mikrofon.
"Hilltop, hört ihr mich...? Hier ist Juliet aus dem Gefängnis... Wenn ihr mich hört, antwortet..."
Man konnte ein Rauschen hören,sonst nichts.
Immer wieder wechselte sie die Frequenzen, versuchte andere Einstellungen, doch es kam nichts zurück außer dem Rauschen..
Frustriert ließ sie das Mikrofon sinken und nahm die Kopfhörer ab.
"Verdammt …" sagte sie leise.
Sie wusste, wie sehr Jax nach Hause wollte, und konnte sich denken, wie dringend seine Familie auf ein Lebenszeichen wartete. Doch im Augenblick konnte sie nichts daran ändern.
Also ging sie zurück zu ihm, setzte sich behutsam an sein Bett, fühlte seine Stirn und holte kühles Wasser sowie ein paar Tücher. Eines tauchte sie ins Wasser und legte es ihm sanft auf die Stirn. Jax war schweißgebadet und hustete heftig.
"Wag es bloß nicht aufzugeben, hörst du?“ flüsterte sie. „Bald kannst du nach Hause… halt durch."
Auch wenn Jax sie wegen seines hohen Fiebers vermutlich kaum verstand, beschloss sie, die ganze Nacht bei ihm im Zimmer zu bleiben. Sie wollte sich um ihn kümmern.
Sie holte Medikamente und alles Nötige von der Krankenstation und wollte dableiben, um Jax zu pflegen und ihn vor Cyle zu schützen. Wer konnte schon wissen, was der noch plante, falls er überhaupt noch lebte. Seit dem Tag auf der Krankenstation hatte Juliet ihn nicht mehr gesehen.
@Jax Rovia
Nachdem Cyle ihm ins Gesicht gehustet und gespuckt hatte, war Jax wütend und warf ihn aus dem Behandlungsraum. Für die Aktion würde er ihn ganz sicher nicht weiter behandeln. Sollte Cyle sehen, wie er selbst wieder gesund wurde. Jax nahm sich rasch Tücher und wischte sich Cyles Rotze aus dem Gesicht, was er sich anschließend auch über dem Waschbecken wusch. Als Juliet reinkam, wollte sie wissen, was passiert war, woraufhin Jax seufzte und ihr erzählte, was Cyle getan hatte. Sie war schockiert und wollte wissen, was sie jetzt machen sollten. "Uns wird nichts anderes übrig bleiben, als abzuwarten, ob ich mich angesteckt habe, oder nicht...", sagte Jax seufzend und Juliet würde darüber auhc Mephisto informieren. "Naja...immerhin wird Cyle erstmal in den nächsten Wochen Ruhe geben und niemanden mehr drangsalieren....der wird erstmal mit sich selbst beschäftigt sein....Die Krankheit ohne medizinische Hilfe zu überwinden wird ihn sehr viel Kraft kosten, aber ich denke, dass er diesen Tritt in den Arsch braucht....", meinte Jax und arbeitete dann vorerst weiter. Natürlich nicht ohne Schutzkleidung, denn er wollte die anderen Leute auf keinen Fall infizieren, falls er nun den Virus trug.
Ab dem nächsten Tag zog sich Jax allerdings vorsichtshalber auf sein Zimmer zurück. Er ging freiwillig in Quarantäne, um die Leute zu schützen und eine erneute Ausbreitung zu verhindern, falls er sich wirklich angesteckt hatte. Er stellte auch vorsorglich einen kleinen Tisch vor seine Zimmertür , auf den er die Sachen legte, die man brauchte, um sich zu schützen. Das Essen sollte ihm vor die Tür gestellt werden, das würde er sich dann selbst reinholen. Die folgenden drei Tage passierte nichts. Juliet war die Einzige, die das Zimmer von Jax betreten durfte. Natürlich nicht ohne Schutzkleidung. Jax fühlte sich allerdings bisher so, wie immer, seit er hier war. Es ging ihm nicht gut, aber auch nicht schlecht, was an ihm zehrte, war der Schlafmangel. Der Plan, dass Jax nach Hause durfte, blieb also bestehen.
In der Nacht des dritten Tages ging es Jax allerdings gar nicht gut. Er bekam Husten und Fieber, fühlte sich noch erschöpfter, also er es ohnehin schon tat. Noch dazu trat Schwindel auf, was bewirkte, dass Jax schlecht wurde. Er schaffte es mit Mühe, gerade so zur Toilette, wo er sich übergab und eine ganze Weile brauchte, bis er es wieder ins Bett schaffte. Auf dem Weg zum Bett, nahm er sich den Eimer mit, den er sich ebenfalls vorsorglich besorgt hatte. Den füllte er ein wenig mit Wasser und stellte ihn neben dem Bett ab. Er war sehr froh, als er endlich wieder zu liegen kam, denn der Gang zum Klo und das Mitnehmen des Eimers hatten ihn soviel Kraft gekostet, dass er völlig erschöpft war. Er versuchte zu schlafen, was allerdings kaum möglich war, da er dauernd husten musste. Zum Glück hatte er Vorsorglich auch ein paar Medikamente mit auf sein Zimmer genommen. Darunter auch einen Hustenblocker, den er nun brauchte, um die Nacht einigermaßen schlafen zu können.
Am nächsten Morgen wurde ihm das Frühstück wieder vor die Tür gestellt, doch Jax hatte keine Kraft, um es sich zu holen. In der Nacht hatte er dank des Hustenblockers einigermaßen gut schlafen können, doch das Fieber war gestiegen und machte Jax ebenfalls sehr zu schaffen. Dabei hatte Mephisto für heute eigentlich eine Abschiedsfeier geplant, da Jax Morgen eigentlich nach Hause fahren wollte. Daraus würde wohl erstmal wieder nichts werden, da Jax dazu überhaupt nicht in der Lage war. Eigentlich wünschte Jax anderen Menschen nichts Böses, doch bei Cyle war das anders. Jax hoffte, dass Cyle ebenso völlig am Ende im Bett lag, wie er. Verdient hätte er es. Da sich Jax kaum rühren konnte, blieb er liegen und machte die Augen wieder zu. Nach ein paar Minuten war er eingeschlafen und bekam erstmal nicht mit, dass Juliet ins Zimmer kam und ihm sein Frühstück neben dem Bett abstellte. Selbst als sie ihm das kalte Tuch auf die Stirn legte, wurde er nicht wach.
Erst nach einer Weile, als Juliet versuchte, Hilltop zu erreichen, machte er die Augen leicht auf. Doch auch sie hatte offenbar kein Glück. "Die Reichweite ist auch damit wohl nicht weit genug...", murmelte Jax leise mit heiserer Stimme und sah mit halb geöffneten Augen zu ihr. Als sie ihn bat durchzuhalten, nickte er leicht.
"Werd ich...ich will doch wieder nach Hause...", murmelte er leise und machte die Augen wieder zu. Das hohe Fieber machte ihm zu schaffen, ebenso alle anderen Symptome. "Ich hoffe, dass Cyle genauso elendig leidet...", murmelte er und versuchte nach Luft zu schnappen. Da auch die Lunge durch diese Krankheit sehr litt, bekam Jax nur schwer Luft. Juliet bemerkte das und verließ kurz das Zimmer. Als sie nach einer Weile wiederkam, hatte sie ein Sauerstoffgerät dabei. Das stellte sie neben dem Bett ab und legte Jax den Schlauch in die Nase. Dann schaltete sie das Gerät ein. Das half Jax beim Atmen und er bekam wieder besser Luft. "Danke...", flüsterte er leise und versuchte dann wieder etwas zu schlafen, denn leider blieb er trotz der Krankheit nicht von seinen Alpträumen verschont. Und die Schlaftabletten und das starke Schmerzmittel konnte er jetzt nicht nehmen, da sich diese Medikamente nicht mit den Medikamenten vertrugen, die er jetzt wegen der Krankheit nehmen musste. Als er eingeschlafen war, dauerte es gerade mal eine Stunde, bis er aus dem Schlaf wieder aufschreckte und zudem auch husten musste. Juliet war immernoch hier und wischte ihm den Schweiß von der Stirn, ehe sie ihm ein neues kaltes Tuch auflegte. Juliet fragte, ob er vielleicht mal etwas Essen wollte, woraufhin Jax nickte. Sie gab ihm sein Frühstück, von dem er dann auhc etwas aß. Allerdings blieb es nicht lange drin. Nur wenige Minuten später erbrach er wieder alles. "Ich glaub, das mit dem Essen lasse ich erstmal...", flüsterte er und machte die Augen wieder zu. Schließlich siegte wieder die Erschöpfung und er schlief ein.
@Dr.Juliet Burke

Juliet hatte schon vieles erlebt, seit die Welt wie sie vorher war angefangen hatte langsam unterzugehen.. Menschen waren gestorben, hatten den Verstand verloren oder andere absichtlich ins Verderben gezogen. Doch als Jax ihr erzählt hatte, was Cyle getan hatte, hatte sie für einen Moment einfach sprachlos dagestanden. Allein die Vorstellung, dass Cyle ihm absichtlich ins Gesicht gehustet und gespuckt hatte, ließ ihr Blut kochen.
Juliet war Cyle dann aus dem Behandlungsraum gefolgt und ging auf ihn los.. Die Wut hatte so oder so schon vorher in ihr gebrannt und ehe Cyle überhaupt richtig reagieren konnte, hatte sie ihn mit voller Kraft gegen die Wand gestoßen. Da sie Schutzkleidung trug, sollte nichts passieren.. Sie hatte dann auf die Nahkampftechniken zurückgegriffen, die man ihr damals auf der Insel vor der Küste Georgias beigebracht hatte,als sie in dem Labor gearbeitet hatte. Das war dort schon vor dem Ausbruch überlebenswichtig gewesen so etwas zu können..
Damals hatte sie gelernt, Gegner schnell außer Gefecht zu setzen und genau das hatte sie in diesem Moment getan.
Mit einem gezielten Griff hatte sie Cyles Arm verdreht, ihn aus dem Gleichgewicht gebracht und ihn anschließend hart zu Boden gestoßen. Für einen kurzen Moment hatte sie ernsthaft darüber nachgedacht, noch weiterzugehen und trat ihn dann auch einmal dorthin wo es Männern wohl am meisten schmerzt.. Allerdings tat sie das nur mit halber Kraft. Das sollte ausreichen.
"Du krankes Stück Scheiße!!" hatte sie ihn angefaucht, voller Abscheu und Wut gegen diesen Mistkerl..
Juliet ging dann zurück zu Jax. Sie sah ihm an, wie sehr ihn das alles belastete, auch wenn er versuchte, ruhig zu bleiben. Als er meinte, dass ihnen wohl nichts anderes übrig blieb, als abzuwarten, nickte sie nur langsam. Sie wollte ihm eigentlich widersprechen, wollte sagen, dass schon alles gut werden würde, doch sie brachte die Worte nicht heraus da das nicht sicher war das alles gut werden würde..
Während der nächsten Tage kümmerte Juliet sich um ihn, so gut sie konnte. Sie achtete darauf, immer Schutzkleidung zu tragen, auch wenn ihr das mittlerweile egal gewesen wäre. Wenn sie ehrlich war, hatte sie längst mehr Angst davor, Jax zu verlieren, als sich selbst anzustecken.
Die ersten drei Tage hatten ihr Hoffnung gemacht. Jax wirkte erschöpft, aber stabil. Sie hatte sich eingeredet, dass vielleicht alles gutgehen würde. Dass sein Körper stark genug war, um dem Virus zu widerstehen.
Doch in der dritten Nacht änderte sich alles.
Als Juliet sein Zimmer betrat, spürte sie sofort das etwas nicht stimmte.. Das schwache Licht von draußen Licht fiel auf Jax, der völlig erschöpft im Bett lag. Sein Gesicht war gerötet vom Fieber, die Haare klebten ihm verschwitzt an der Stirn und selbst sein Atem klang angestrengt. Das Frühstück stellte sie leise neben seinem Bett ab, ehe sie ihm vorsichtig ein kaltes Tuch auf die Stirn legte.
Er reagierte kaum. Dieser Anblick machte ihr große Sorgen..
Sie versuchte dann, Hilltop zu erreichen, doch wie jedes Mal rauschte nur das Funkgerät.
Als Jax plötzlich leise sprach, zuckte sie leicht zusammen und sah sofort zu ihm. Seine Stimme klang erschöpft und war kaum hörbar. Trotzdem versuchte er noch, ruhig zu bleiben. Als er murmelte, dass er nach Hause wolle, spürte Juliet einen schmerzhaften Kloß in ihrem Hals.
"Du kommst nach Hause… hörst du?" sagte sie leise und setzte sich näher an sein Bett. "Du gibst jetzt nicht auf."
Doch als sie bemerkte, wie schwer ihm das Atmen fiel, wich die Hoffnung in ihrem Blick wieder der Sorge. Sie hatte dieses Geräusch schon zu oft gehört.dieses flache und mühsame Atmen. Ohne lange zu überlegen, verließ sie das Zimmer und holte ein Sauerstoffgerät von der Krankenstation.
Als sie zurückkam und ihm den Schlauch vorsichtig unter die Nase legte, beobachtete sie aufmerksam sein Gesicht. Erst als sich seine Atmung langsam etwas beruhigte, konnte sie selbst wieder halbwegs ruhig atmen.
Bei seinem leisen "Danke" schüttelte Juliet nur leicht den Kopf.
"Du musst dich nicht bedanken…" sagte sie leise zu Jax..
Sie blieb die ganze Zeit bei ihm sitzen. Selbst als er endlich eingeschlafen war, wich sie erstmal nicht von seiner Seite. Immer wieder wechselte sie das Tuch auf seiner Stirn, wischte ihm den Schweiß weg oder kontrollierte seine Temperatur.
Als Jax plötzlich aus einem Alptraum hochschreckte und sofort wieder husten musste, zuckte Juliet erschrocken zusammen. Sie legte ihm beruhigend eine Hand auf die Schulter und wartete, bis der Husten etwas nachließ.
"Ganz ruhig… ich bin hier.." sagte sie leise.
Als er schließlich etwas essen wollte, machte ihr das kurz Hoffnung. Sie half ihm vorsichtig dabei und beobachtete ihn aufmerksam. Doch kaum hatte er ein wenig gegessen, musste er sich wieder übergeben.
Juliet schloss für einen Moment die Augen und atmete schwer aus, während sie ihm den Eimer hielt.
Es schmerzte, ihn so zu sehen.
Jax hatte wochenlang andere Menschen versorgt, hatte sich um jeden gekümmert, kaum an sich selbst gedacht und jetzt lag er hier völlig ausgelaugt und kämpfte selbst ums Überleben..
Nachdem sie ihm vorsichtig den Mund abgewischt hatte, setzte sie sich wieder neben ihn.
"Dann lassen wir das Essen erstmal…" sagte sie ruhig, auch wenn man die Sorge deutlich in ihrer Stimme hörte. "Du musst erstmal nur durchhalten. Alles andere kriegen wir später hin."
Als Jax schließlich erneut einschlief, blieb Juliet weiterhin an seinem Bett sitzen. Sie beobachtete jede Bewegung von ihm und auch seine Atmung..
Tief in ihrem Inneren hoffte sie einfach nur, dass Jax stark genug war, diesen Kampf gegen diese Krankheit zu gewinnen..
Zwischendurch ging sie kurz weg, um am Abend Mephisto aufzusuchen. Schon als er ihren ernsten Blick sah, schien er zu ahnen, dass etwas nicht stimmte.
"Jax ist krank…", sagte Juliet leise, kaum dass sie bei ihm angekommen war. "Das Virus hat ihn wohl doch erwischt."
Mephistos Gesicht verfinsterte sich sofort. Juliet erklärte ihm knapp, was passiert war und dass Jax sich bereits freiwillig isoliert hatte, um niemanden zu gefährden. Auch dass sein Zustand sich deutlich verschlechtert hatte, verschwieg sie ihm nicht.
"Die Feier wird wohl erstmal ausfallen müssen…" sagte sie dann.
Für einen Moment herrschte drückende Stille. Selbst Mephisto wirkte recht betroffen, was selten vorkam. Juliet sah ihm an, dass ihn die Nachricht mehr traf, als er zugeben wollte..
"Er kämpft…" , sagte sie schließlich noch leiser. "Aber ihm geht es wirklich schlecht. Ich tu, was ich kann, um ihn zu retten.. Ich hoffe er schafft es.. Denn er will nachhause zurück zu seinen Leuten und kann es jetzt nicht. Das ist sehr schlimm für ihn." Meinte Juliet dann noch zu Mephisto.
Nach dem Gespräch mit ihm verließ sie dann das Büro wieder und ging zurück zu Jax um ihn zu pflegen ..
@Jax Rovia
@Mephisto
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