An Aus
Jax hatte keine Ahnung, dass Juliet zu Cyle gegangen war, um ihn für das, was er getan hatte, zu bestrafen. Er hatte sich gegen Cyles Aktion nicht wehren können, da zum einen alles viel zu schnell gegangen war und Jax ohnehin, wegen dem Schlafmangel, den er nun schon seit Wochen hatte, angeschlagen und geschwächt war. Er würde Cyle auf jeden Fall nicht weiter behandeln, sollte der doch zusehen, wie er die Krankheit von ganz allein wieder loswurde. Juliet würde Cyle ganz sicher auch nicht helfen. Sollten ihm seine Freunde doch Medikamente besorgen. Von Jax und Juliet würde Cyle keine bekommen, sollte es ihm noch so schlecht gehen. Das hätte er verdient.
Da Jax nicht wusste, ob er sich nun angesteckt hatte, oder nicht, traf er Sicherheitsvorkehrungen. Da er nicht wusste, ob er nun auch ansteckend war, zog er sich vorsichtshalber in sein Zimmer zurück und hatte sich auch die Medikamente besorgt, die er brauchte, wenn er wirklich krank werden sollte. Bei seinem Momentanen Zustand würde es ihn nicht wundern, wenn er sich angesteckt hatte, denn durch den Stress und den Schlafmangel, ging es Jax nicht gut. Er war oft erschöpft, hatte auch oft Rückenschmerzen und sein Immunsystem war deswegen derzeit nicht sehr stark. Blieb nur zu hoffen, dass er vielleicht Glück hatte. In den folgenden drei Tagen tat sich auch nichts und Jax hatte wirklich die Hoffnung, dass er sich nicht angesteckt hatte. Doch in der Nacht zum 4. Tag brach die Krankheit aus. Jax bekam Husten, Halsschmerzen, hohes Fieber und alle anderen Symptome, die er und Juliet bei all den anderen Patienten festgestellt und notiert hatten. Da er im Vorfeld schon alles zurechtgestellt hatte, befand sich vor der Tür seines Zimmers ein kleiner Tisch, auf dem alle Sachen lagen, die man anziehen musste, um sich sich nicht anzustecken. Zudem stand auch eine Flasche Händedesinfektionsmittel auf dem Tisch. Jax ging es schlecht, dabei sollte eigentlich Morgen die Abschiedsfeier stattfinden. Daraus würde wohl erstmal nichts werden. Da Jax schwindelig war, wurde ihm schlecht. Er stand auf und schaffte es mehr schlecht, als recht bis zum Klo. Dort übergab er sich und war anschließend so erschöpft, dass er am liebsten einfach hier auf dem Boden vor der Toilette sitzen geblieben wäre, aber er musste zurück ins Bett. Er nahm sich den Eimer, der im Bad stand und tat etwas Wasser hinein. Dann ging er zurück in sein Zimmer und war sehr erleichtert, als er es endlich zum Bett geschafft hatte. Er stellte den Eimer neben dem Bett ab und legte sich wieder hin. Da er auch ständig husten musste, nahm er etwas von dem Hustenblocker, um sich etwas ausruhen zu können. Er war völlig erschöpft und schlief daher sogar etwas ein. Die Krankheit breitete sich nun in aller Ruhe aus. Das Immunsystem von Jax war nicht in der Lage, sich dagegen zu wehren, daher kamen zun dem Husten auch Atemprobleme.
Da Jax nicht zu der Abschiedsfeier kam, die Mephisto für ihn organisiert hatte, machte sich Juliet Sorgen und ging nachsehen. Da sie schon eine Ahnung hatte, zog sie vor der Zimmertür die Schutzkleidung an und betrat dann das Zimmer. Jax lag im Bett und hustete. Er war sehr blass. Die Stirn und die Wangen gerötet vom hohen Fieber. Ihm lief der Schweiß von der Stirn, den Juliet mit einem Tuch wegwischte. Jax reagierte darauf nichtmal, sondern schlief. Die Erschöpfung zwang ihn dazu. Erst als Juliet versuchte mit dem Funkgerät Hilltop zu erreichen, wurde Jax wach. "Es hat wohl auch nicht genug Reichweite...", murmelte er heiser und hustete dann wieder. Juliet bemerkte, dass ihmm das Atmen schwer fiel und verließ das Zimmer für eine Weile. Sie kam mit einem Sauerstoffgerät wieder zurück und legte Jax den Schlauch in die Nase. Sie schaltete das Gerät ein und Jax bekam Sauerstoff. "Danke....", murmelte er und nickte leicht, als Juliet ihn bat durchzuhalten. Er schlief wieder ein, doch schon nach einer Stunde wurde er von seinen Alpträumen aus dem Schlaf gerissen. Juliet beruhigte ihn und tupfte ihm mit einem kalten Tuch die Stirn ab. Da er inzwischen auch etwas Hunger hatte, aß er etwas von seinem Frühstück, was alllerdings nicht lange drin blieb. Er musste sich übergeben und trank dann etwas Wasser, als er fertig war. "Das mit dem Essen lasse ich wohl lieber erstmal...", murmelte er und machte die Augen wieder zu.
Juliet blieb den ganzen Tag bei Jax. Das war auch kein Problem, da es im Moment auf der Krankenstation keine Patienten mehr gab. Alle anderen waren inzwischen wieder gesund. Nur Jax war jetzt der Einzige, der krank war. Und auch Cyle, da der mit der Krankheit alleine fertig werden musste. Erst am Abend, als Jax erneut eingeschlafen war, verließ sie das Zimmer für eine Weile. Sie ging zu Mephisto, um mit ihm zu reden. Sie erzählte ihm, dass Jax jetzt sehr krank warund wie es dazu gekommen ist. Dass Cyle dafür verantwortlich war. "Nun, ich denke, dass es dann eine angemessene Strafe ist, wenn Cyle die Krankheit allein überwinden muss..", meinte Mephisto, der sich mehr um Jax sorgte, als um Cyle. "Wenn du irgendwas brauchst, dann lass es mich wissen...Jax hat uns allen hier sehr geholfen seit er hier ist....wir können ihn nicht sterben lassen...Wenn du noch Medikamente, oder andere Sachen brauchst, dann sag bescheid, dann schicke ich eine Gruppe los, um die Sachen zu besorgen...", sagte er, denn er wollte auf keinen Fall, dass Jax starb.
Während Juliet bei Mephisto war, wurde Jax wieder wach und musste dringend auf die Toilette, doch er hatte dazu absolut keine Kraft. Dann entdeckte er die Urinflasche, die Juliet ihm ans Bett gestellt hatte und war dafür unendlich dankbar. Er nahm die Flasche und benutzte sie. Als er fertig war, stellte er sie wieder auf dem Boden ab. Er trank noch etwas Wasser und machte dann die Augen wieder zu. Als Juliet wieder zurückkam, schlief er.
@Dr.Juliet Burke

Juliet hatte schon geahnt, was sie hinter der Tür zu Jax’ Zimmer erwarten würde. Als er nicht zur Abschiedsfeier erschien, wurde das ungute Gefühl in ihr immer stärker. Sie kannte ihn inzwischen gut genug, um zu wissen, dass er niemals freiwillig der Feier ferngeblieben wäre, nach der er eigentlich hätte nach Hause fahren können. Als sie das Zimmer betrat und ihn mit hohem Fieber und hustend im Bett liegen sah, bestätigten sich ihre schlimmsten Befürchtungen. Seitdem wich sie dann kaum noch von seiner Seite.
Immer wieder wechselte sie die kalten Tücher auf seiner Stirn, kontrollierte seine Temperatur und achtete darauf, dass das Sauerstoffgerät, das sie besorgt hatte, einwandfrei funktionierte. Jedes rasselnde Atemgeräusch von Jax ließ ihre Sorge wachsen. Sie wusste genau, wie gefährlich diese Krankheit werden konnte. In den vergangenen Wochen hatte sie zu viele Patienten behandelt, zu oft die Symptome dokumentiert und auch einige an dieser Krankheit sterben sehen. Doch diesmal war es nochmal etwas ganz anderes. Jetzt lag Jax flach mit dieser Krankheit. Er hatte fast Tag und Nacht gearbeitet, da er schlecht schlafen konnte, und wenn er schlief, wurde er von schlimmen Alpträumen heimgesucht.
Als er sich übergeben musste, half sie ihm schweigend, säuberte dann alles und sorgte dafür, dass er zumindest etwas trank.. . Auch wenn die Nahrung nicht in ihm blieb, musste er wenigstens genug Flüssigkeit zu sich nehmen.
Nachdem sie mit Mephisto gesprochen hatte, machte sie sich schließlich wieder auf den Weg zu Jax. Zuvor hatte sie ihn jedoch gebeten, sofort ein Team loszuschicken, um Antibiotika, andere wichtige Medikamente und medizinische Vorräte zu besorgen. Die Bestände waren in den vergangenen Wochen durch die vielen Erkrankten stark geschrumpft, und Juliet wollte auf keinen Fall riskieren, dass ihnen gerade jetzt die nötigen Mittel fehlten, um Jax zu retten. Mephisto hatte ohne zu zögern zugesagt und versprochen, sich darum zu kümmern.
Leise öffnete sie die Tür und trat wieder in das Zimmer. Sofort ging ihr Blick zu Jax.
Er schlief anscheinend gerade.. Das war sicher gut so. Er brauchte die Ruhe.. Für einen Moment blieb sie einfach stehen und beobachtete ihn. Das Fieber färbte seine Wangen noch immer rot.. Seine Atmung war zwar etwas ruhiger als zuvor, aber noch lange nicht so, wie sie sein sollte.
Juliet bemerkte dann die benutzte Urinflasche neben dem Bett und verstand deswegen sofort, dass er zwischenzeitlich mal wach gewesen sein musste. Das bestätigte nur, wie schwach er inzwischen geworden war, dass er nicht zur Toilette ging..
Langsam trat sie näher heran an das Bett..
Leise stellte sie die Flasche beiseite und kontrollierte erneut das Sauerstoffgerät.. . Anschließend legte sie ihm die Hand auf die Stirn.
Er war noch immer viel zu heiß. Besorgt presste sie kurz ihre Lippen etwas zusammen..
Sie würde nicht zulassen, dass er diesen Kampf gegen diese Krankheit allein führen musste, nicht, solange sie etwas dagegen tun konnte.
Nachdem sie alles überprüft hatte, setzte sie sich wieder auf den Stuhl neben seinem Bett. Dort blieb sie sitzen, auch wenn es draußen schon seit einigen Stunden dunkel war..
Ihr Blick war weiterhin auf Jax gerichtet.. Mephisto hatte recht damit.
Jax hatte unzähligen Menschen geholfen. Er hatte sich bis zur völligen Erschöpfung aufgeopfert, um andere zu retten.
Nun lag es an Mephisto und ihr , ihn zu retten. Er durfte nicht hier sterben.. Er musste nachhause zu seiner Familie und seinen Frreunden.. Das hatte Jax sich verdient..
Juliet zog die Decke etwas höher über ihn, damit er nicht zu sehr auskühlte. Danach holte sie sich ein leeres Notizbuch von der Krankenstation und begann in Ruhe, seine Werte, Symptome und seinen aktuellen Zustand festzuhalten. Sollte sich etwas ändern, würde sie es notieren, vielleicht war das alles später wichtig. Er sollte das Notizbuch bei seiner Abreise mitnehmen. Falls die Suchgruppe erfolgreich zurückkehrte, könnten die neuen Medikamente vielleicht den entscheidenden Unterschied machen und Jax helfen, schneller wieder gesund zu werden..
Bis dahin musste Juliet mit den vorhandenen Mitteln auskommen und hoffen, dass Jax durchhält..
Für den Fall, dass sich sein Zustand verschlechtern sollte, würde sie die ganze Nacht wach bleiben.
Sie war entschlossen, ihn nicht aus den Augen zu lassen. Kein einziges Mal, nicht, solange Jax noch gegen diese Krankheit kämpft.
@Jax Rovia
Da Cyle mit seiner Action Jax angesteckt hatte, war Jax krank geworden, als er eigentlich nach Hause fahren wollte. Daraus wurde also wieder nichts, denn jetzt musste Jax erstmal wieder gesund werden. Da er allerdings ohnehin schon wegen seinem Schlafmangel sehr angeschlagen war, wurde er immer schwächer. Das hohe Fieber war wirklich schlimm und kostete Jax sehr viel Kraft. Aber wirklich ausruhen und schlafen konnte Jax nicht, da er auch weiterhin von seinen Alpträumen heimgesucht wurde. Cyle dagegen wurde auch ohne ärztliche Behandlung recht schnell wieder gesund. Seinn Körper war aber auch stark und Gesund, im Gegensatz zum Körper von Jax. Während Cyle bereits nach 2 Wochen schon wieder gesund und arrogant wie immer durch das Gefängnis stolzierte, lag Jax immernoch krank im Bett.
Immerhin hatte sich Juliet von den Pflegern dazu überreden lassen, sich zwischendurch auch auszuruhen. Sie würden ihr schon sagen, wenn es Jax schlechter ging. Um das Fieber zu senken, holten sie auch regelmäßig Schnee von draußen, mit dem sie Tücher nass machten und Jax auf die Stirn legten. Natürlich trugen auch sie immer die Schutzkleidung, um sich nicht anzustecken udn eine neue Ausbreitung zu verhindern. Da der Körper von Jax allerdings vom Schlafmangel, dem Stress und der schlechten Ernährung in der letzten Zeit sehr geschwächt war, brauchte er lange, um gegen diese Krankheit anzukämpfen. Aber er schaffte es. Während er in der ersten Woche so schwach gewesen war, dass er nichtmal aufstehen konnte, um auf die Toilette zu gehen, ging es ihm in der zweiten Woche schon ein wenig besser. Das Fieber war zwar immernoch sehr hoch, aber er konnte immerhin wieder selbst zum Klo. In der dritten Woche, ging auch endlich das Fieber langsam wieder runter und Jax bekam auch wieder mehr Appetit. Das war gut, denn sein Körper brauchte dringend Nährstoffe, um wieder zu Kräften zu kommen. Daher achtete Juliet darauf, dass er vor allem auch viele Vitamine bekam. In der Vierten Woche, fühlte sich Jax von Tag zu Tag besser und das Fieber war nicht mehr gefährlich hoch. Er hatte zwar immernoch etwas erhöhte Temperatur, aber auch die ging weg und Jax wurde endlich wieder Gesund. Das hatte bei ihm nun ganze 4 Wochen gedauert. Inzwischen war Mitte Dezember und nun, wo Jax endlich Gesund war, konnte er auch endlich wieder daran denken, nach Hause zu fahren. Er war zwar immernoch etwas angeschlagen und sah auch nicht gut aus, denn man sah ihm immernoch an, dass er die letzten Wochen gegen eine schlimme Krankheit gekämpft hatte und ihm auch der hohe Schlafmangel zugesetzt hatte. Die dunklen Ränder unter seinen Augen waren nicht zu übersehen. "Willst du nicht doch noch etwas hierbleiben und dich erholen..?", fragte Mephisto, der Jax ja nur ungern gehen lassen wollte, es aber versprochen hatte und sein Versprechen auch halten wollte. "Nein, ich bin schon viel zu Lange von Zuhause weg..es wird Zeit, dass ich fahre..außerdem kann ich mich erst richtig entspannen und erholen, wenn ich wieder Zuhause bei meinem Mann und meiner Familie bin...", sagte Jax, woraufhin Mephisto nickte. Mephisto hatte eine Abschiedsfeier organisiert, die nun stattfand. Alle Leute, denen Jax in den letzten Monaten geholfen hatte, wollten sich von ihm verabschieden und hatten sogar Geschenke für ihn, wie eingemachtes Obst. Jax bedankte sich und verabschiedete sich dann auch von Juliet, wobei ihm dieser Abschied sehr schwer fiel, da er Juliet in der ganzen Zeit sehr lieb gewonnen. "Leb wohl.....und lass dich nicht von Mephisto ärgern.....du wirst mir fehlen...", sagte er, während er Juliet umarmte. Sie weinte etwas, weil sie ihn auch vermissen würde, aber sie freute sich für ihn, dass er endlich wieder nach Hause konnte. Ein paar kleine Tränen konnte sich Jax daher auch nicht verkneifen. "Ich danke dir für alles....", bedankte er sich bei Juliet, denn ohne sie wäre er der Krankheit wohl erlegen.
Nachdem sich Jax auch von Mephisto und den anderen Leuten verabschiedet hatte, stieg er in den Wagen, den Mephisto für ihn bereitstellte. Er hatte das Auto sogar mit Schneeketten ausgestattet, damit Jax gut durch den Schnee fahren konnte. Ein paar Vorräte, in Form der Geschenke der Leute, hatte Jax auch dabei. Das war überwiegend eingelegtes Obst und Gemüse. Juliet hatte ihm aber auch etwas frisches für den Weg gemacht. Jax winkte Juliet nochmal, nachdem er eingestiegen war und fuhr dann los. Das große Tor wurde für ihn geöffnet und er fuhr hindurch. Als er durchgefahren war, wurde es wieder geschlossen. Jax machte den CD-Spieler im Auto an. Nun war er tatsächlich auf dem Weg nach Hause. Mephisto hatte ihm auf einer Karte sogar den Weg vom Gefängnis nach Hilltop markiert, damit sich Jax nicht verfahren konnte. Jax freute sich schon sehr auf Zuhause und konnte es kaum fassen, dass er jetzt tatsächlich auf dem Weg nach Hause war.
@Dr.Juliet Burke

Juliet hatte die letzten vier Wochen kaum an etwas anderes denken können als an Jax. Auch wenn die Pfleger sie immer wieder dazu gebracht hatten, sich auszuruhen, war sie jeden Morgen sofort wieder bei ihm gewesen. Sie hatte mit angesehen, wie das hohe Fieber ihn quälte, wie erschöpft er war und wie sehr sein Körper gegen die Krankheit kämpfen musste. Mehr als nur einmal hatte sie nachts wach gelegen und sich gefragt, ob er es überhaupt schaffen würde diese Krankheit zu besiegen..
Deshalb war sie dann umso erleichterter, ihn wieder auf den Beinen zu sehen.
Trotzdem fiel ihr das Lächeln recht schwer.
Während die kleine Abschiedsfeier für Jax stattfand, stand Juliet meist etwas abseits und beobachtete Jax. Sie freute sich wirklich für ihn. Er hatte so lange davon gesprochen, wieder nach Hause zu wollen zu seinem Mann und seiner Familie,dorthin, wo er hingehörte.
Als er schließlich zu ihr kam, konnte sie die Tränen nicht mehr zurückhalten.
Sie erwiderte seine Umarmung fest und schloss für einen Moment die Augen.
"Du wirst mir auch fehlen, Jax..." sagte sie leise zu ihm.. "Aber ich bin froh, dass du endlich nach Hause kannst."
Sie löste sich etwas von ihm und sah ihn an. Auch wenn er wieder gesund war, konnte sie die Spuren der letzten Wochen deutlich erkennen. Die Augenringe waren immer noch da, er sah auch noch recht und erschöpft aus..Die Ärztin in ihr machte sich sofort Sorgen um Jax..
"Versprich mir, dass du dich ausruhst, wenn du zu Hause bist .. Wirklich ausruhst.."
Ein schwaches Lächeln zeigte sich auf ihrem Gesicht.
"iss vernünftig, schlaf so viel wie möglich und lass dich von deinem Mann verwöhnen. Das ist eine ärztliche Anweisung."
Meinte sie leicht grinsend.
Als er sich für alles bedankte, schüttelte sie leicht den Kopf.
"Dafür musst du mir nicht danken. Ich habe nur getan, was jeder getan hätte."
Sie wusste, nur zu gut, dass das nicht ganz stimmte. Nicht jeder hätte das getan..
"Ich habe auch noch etwas für dich." Sie reichte ihm dann eine kleine hellblaue selber genähte Mütze aus warmen Stoff mit einem gelben Stern darauf und zwei Mützen aus schwarzem warmen Stoff..
"Die blaue ist für deinen Jungen.. Die anderen beiden für dich und deinen Mann.. Ich bin mir sicher die könnt ihr jetzt im Winter gut gebrauchen.. Stricken oder sowas kann ich nicht aber nähen und das ist guter warmer Stoff..
Ich wollte dir irgendwas geben, was du länger hast und dich an mich erinnert, falls wir uns nicht wieder sehen und Essen hast du ja von den anderen genug bekommen.. "
Meinte sie dann noch zu ihm und reichte ihm dann auch das Buch wo sie sich Notizen über seine Krankheit und den Verlauf gemacht hatte und sowas... "Falls du es brauchst, wenn es noch irgendwelche Spätfolgen dieser Krankheit geben wird, was wir natürlich nicht hoffen wollen.."
Nachdem er sich von allen verabschiedet hatte und schließlich in das Auto gestiegen war, blieb Juliet neben Mephisto stehen. Sie hob die Hand und winkte zurück.
Als das Tor geöffnet wurde und der Wagen langsam hindurchfuhr, fühlte es sich so an als hätte sie einen Kloß im Hals. Wochenlang war Jax ein Teil ihres Alltags gewesen. Sie hatte sich daran gewöhnt, morgens nach ihm zu sehen, mit ihm zu reden, mit ihm zu essen und sich Sorgen um ihn zu machen. Nun war er weg und sie würden sich vielleicht nie wieder sehen..
Sie blieb noch stehen, als das Tor längst wieder geschlossen war und das Fahrzeug zwischen den verschneiten Bäumen verschwunden war.
Erst als man das Motorengeräusch nicht mehr hören konnte, ging Juliet langsam hier weg..
"Pass auf dich auf, Jax..." dachte Juliet für sich. Dann wischte sie sich die Tränen aus den Augen und atmete tief durch.
Trotz ihrer Traurigkeit überwog ein anderer guter Gedanke. Er hatte es geschafft. Er hatte die Krankheit besiegt, hatte dieses Gefängnis zu einem besseren Ort zum Leben gemacht und war, nach allem, was passiert war, endlich auf dem Weg nach Hause.
@Jax Rovia
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