An Aus
Die Fahrt weg vom Gefängnis fühlte sich für Malcolm an, als würde er aus einem Albtraum erwachen, dem er jedoch nicht ganz entkommen konnte. Er war völlig erschöpft, seine Augen waren schwer. Keiner von ihnen hatte dort in der Krankenstation des Gefängnisses wirklich Schlaf gefunden. Die Angst vor einem Angriff war einfach zu groß gewesen.
Malcolm lehnte den Kopf gegen die Scheibe und warf immer wieder Blicke zu Joel, der sich fest und konzentriert ans Steuer klammerte.
"Du musst nicht die ganze Zeit fahren. Wenn du irgendwann nicht mehr kannst, sag einfach Bescheid, dann übernehme ich."
Meinte er zu seinem Freund und seufzte leise. Der Gedanke an Jax ließ ihn nicht los, genauso wenig wie die Frage, wie sich Joel und Jesus wohl gerade fühlen mussten.
"Wir holen ihn da raus", sagte er schließlich leise. "Irgendwie. Ich schwöre es dir."
Während der Pause, als Paul in einem der Schränke diese uralten Suppentüten entdeckte, hatte Malcolm wenig Hoffnung, dass die noch schmeckten. Trotzdem nahm er sich eine Schüssel, rührte kurz darin herum und probierte vorsichtig. Sein Gesicht verzog sich sofort.
"Das hier hat seine besten Tage aufjeden Fqall hinter sich", murmelte er trocken.
Ein paar der anderen nickten zustimmend und löffelten trotzdem weiter an ihrer Suppe, einfach weil sie etwas Warmes brauchten. Als die Nacht hereinbrach und die Mauer der alten Psychiatrie auftauchte, richtete Malcolm sich auf und stieg mit einigen anderen aus. Jesus ging voran.
Er unterhielt sich kurz mit den Wachen, und als Vane wenig später eintraf, wurde ihm die Lage erklärt, in der sie sich befanden. Malcolm fühlte echte Erleichterung, als sich das Tor öffnete. Joel stieg ebenfalls aus und begrüßte zuerst Vane, dann Leah, eine junge blonde Frau, mit der Malcolm wohl verwandt war, da sie die Schwester von Jesus und somit auch seine Schwester war.
Auch wenn Malcolm sie nicht kannte, begrüßte er sie nach seinem Zwillingsbruder mit einer Umarmung, bevor sie gemeinsam das Gebäude betraten. In der Kantine, beim Duft von richtigem Essen, spürte Malcolm, wie die Erschöpfung für einen Moment von ihm abfiel. Er beobachtete Joel am Buffet, wie dieser das Gemüse musterte, die Auberginen entdeckte und sich, da er dagegen allergisch war, schließlich am Kartoffelgratin bediente.
Da Malcolm ebenfalls Fleisch aß, hatte er ein Auge auf die Ziegenkoteletts geworfen und sich eines davon genommen, dazu ein paar Kartoffeln und etwas Salat.
Später im Zimmer legte er sich neben Joel, zog ihn näher zu sich und hielt ihn fest im Arm.
"Morgen finden wir den Weg nach Hause“, sagte Malcolm. "Vane hilft uns bestimmt mit einer Karte und zeichnet den Weg ein. Er kennt diese Gegend sicher besser als jeder andere."
Als Joel von Jax sprach, erkannte Malcolm die Angst in seinen Augen.
"Hey." sagte Malcolm und lehnte seine Stirn an Joels. "Er wird zurückkommen, das verspreche ich dir. Bis dahin müssen wir stark bleiben."
Er zog ihn noch fester in seine Arme.
"Versuch zu schlafen. Ich bin bei dir." Er küsste seinen Freund liebevoll.
Joel beruhigte sich schnell, sein Atem wurde gleichmäßig.
Malcolm blieb noch lange wach, starrte in die Dunkelheit und dachte an Jax und auch an Jesus, der vermutlich jetzt allein in einem der Zimmer lag. Malcolm machte sich Sorgen. Natürlich war sein Versprechen nicht leer gewesen, aber es konnte eben passieren, dass Jax nie wieder zurückkehrt. Irgendwann schlief auch er ein, doch sein Schlaf war unruhig und voller Alpträume in dieser Nacht.
@Joel Smith
Natürlich ließ Vane seine Freunde nicht einfach draußen vor dem Tor stehen, denn schließlich waren Malcolm und Joel seine Freunde und gehörten zudem auch noch zu Leahs Familie. Den Gedanken, dass sie ihn nun vielleicht verlassen würde, um bei ihnen zu leben, schob er erstmal beiseite, Vielleicht würde sich ja eine Lösung finden, die alle glücklich machte. Vane konnte nun auch den anderen Bruder von Malcolm und Leah kennenlernen. Der wurde Jesus genannt und Vane verstand nun auch, warum, denn er sah mit den Haaren und dem Bart eben so aus, wie der Jesus aus der Bibel. Das passte einfach. Allerdings merkte Vane auch, dass alle Neuankömmlinge ziemlich erschöpft waren, also lud er sie nach drinnen ein und führte sie erstmal zur Kantine, wo sie erstmal essen und trinken konnten.
In der Kantine angekommen, nahm sich auch Vane eine Kleinigkeit zu essen. Sein Hunger war nicht besonders groß. Er sagte auch einer der Haushälterinnen bescheid, dass Zimmer für die Gäste hergerichtet werden sollten. Jesus und Diego würden ein Zimmer mit zwei Einzelbetten bekommen. So mussten die beiden die Nacht nicht ganz allein verbringen, denn offenbar waren Jesus und Diego die einzigen, die ohne Partner hier waren. Joel und Malcolm bekamen ein Zimmer mit einem Doppelbett, ebenso Robby und Tyler, da Vane mitbekommen hatte, dass auch die beiden Teenager ein Paar waren. Für den Fall, dass Tyler nicht auf der Krankenstation bleiben musste, würden sie sich sicher auch ein Zimmer, sowie Bett teilen. Nach dem Abendessen kam die Haushälterin wieder zu Vane und teilte ihm mit, dass die Zimmer bereit waren und sagte ihm auch, welche Zimmer hergerichtet worden waren. Joel und Malcolm bekamen wieder das Zimmer, das sie auch schon bei ihrem letzten Besuch hatten. "Eure Zimmer sind hergerichtet...Leah und ich führen euch hin...dann könnt ihr euch erstmal ausruhen....Morgen früh besprechen wir alles weitere und schauen nach, wo sich Hilltop befindet und wie ihr dorthin kommt...", sagte Vane und nachdem sie ihr Geschirr auf dem Geschirrwagen abgestellt hatten, zeigten Vane und Leah ihnen die Zimmer. Diego würde mit Jesus in einem Zimmer schlafen daher bekamen sie ein Zimmer mit zwei Einzelbetten. So waren sie nicht ganz so allein. Vane wünschte ihnen eine gute Nacht und zog sich dann mit Leah auf sein Zimmer zurück. Er sah an ihrem Gesicht, dass sie erleichtert war und sich freute, ihre Familie wiederzuhaben. "Jetzt ist deine Familie wieder bei dir....und wir mussten sie gar nicht suchen....sie haben uns gefunden...", sagte er und nahm Leah in den Arm. Er küsste sie zärtlich und sah ihr dann in die Augen. "Und Morgen schauen wir, wo Hilltop liegt und begleiten deine Familie nach Hause...", sagte er und strich ihr dann liebevoll über die Wange, ehe er sie dann wieder küsste und den Kuss diesmal auch intensiver werden ließ. Er und Leah hatten bisher noch nicht miteinander geschlafen und er wollte Leah auch nicht dazu drängen. Wenn sie es wollte, würde sie es ihn sicher wissen lassen.
@Leah Rovia

Leah nahm die Eindrücke des Tages erst richtig wahr, als sich die Tür hinter ihnen schloss und die Geräusche von draußen leiser wurden. Einen Moment lang blieb sie einfach stehen. Ihre Gedanken kreisten immer noch um Jax, der nicht hier war und in Gefahr sein könnte, doch gleichzeitig freute sie sich sehr, dass Jesus, Joel und auch Malcolm hier waren,vielleicht sogar besonders über Malcolm. Sie war neugierig auf ihren "neuen" Bruder, von dem sie bisher nichts gewusst hatte. Schließlich hatte niemand gewusst, dass Jesus als Zwilling geboren und Malcolm damals weggegeben worden war.
Ihre Familie war hier. Wirklich hier. Sie hatte sie nicht nur gesehen, nicht nur umarmt,sie waren in Sicherheit, unter einem Dach, nur wenige Schritte von diesem Zimmer entfernt. Der Gedanke ließ ihr Herz vor Freude schneller schlagen. Vanes Stimme holte sie aus ihren Gedanken zurück. "Jetzt ist deine Familie wieder bei dir.", hatte er gesagt.
Leah drehte sich zu ihm um und lächelte leicht. So lange hatte sie geglaubt, dass sie alle nicht mehr am Leben seien. Unzählige Nächte hatte sie wach gelegen und sich gefragt, ob sie sie jemals wiedersehen würde. Und nun hatte das Schicksal sie einfach vor die Tore der ehemaligen Psychiatrie geführt.
Als Vane sie in die Arme schloss, schloss sie die Augen und lehnte die Stirn an seinen Oberkörper. Seine Nähe fühlte sich nach Sicherheit an. Sie spürte seine warmen, ruhigen Hände auf ihrem Rücken und ließ für einen Moment all die Anspannung los, die sie so lange mit sich getragen hatte.
Sein Kuss war sanft und vorsichtig, weder fordernd noch drängend. Leah erwiderte ihn liebevoll, legte die Hand an seine Wange und sah ihm in die Augen.
"Ich hätte nie gedacht, dass es so kommt", sagte sie leise.
"Dass ich sie wiedersehe, ohne dass wir nach ihnen suchen mussten."
Als sie sich dann auf die Bettkante setzten, ließ Leah den Blick über den Boden zur Tür wandern. Sollte sie noch einmal nach Jesus sehen, fragte sie sich im Stillen. Sie machte sich Sorgen um ihn, entschied sich aber, ihn bis morgen in Ruhe zu lassen. Er war mit Diego im Zimmer untergebracht worden und somit nicht alleine.
Morgen würden Vane und sie Jesus, Joel, Malcolm und die anderen zu sich nach Hause begleiten. Es beruhigte sie, dass Vane mitkommen würde. So musste sie ihn nicht für einige Tage oder Wochen alleine hierlassen. Morgen würden sie einen neuen Ort entdecken und neue, gute Menschen kennenlernen. Menschen, die ihnen nichts wegnehmen oder ihnen schaden wollten. Ein schöner Gedanke.
Die meisten noch lebenden Menschen da draußen waren ziemlich bösartig. Leah lehnte den Kopf an Vanes Schulter und verschränkte ihre Finger mit seinen. "Morgen wird sicher ein aufregender Tag. Ich hoffe, es geht alles gut auf der Fahrt", sagte sie leise zu ihm. Gypsi kam zu ihnen und setzte sich neben Leah. Der Hund stupste sie leicht mit der Pfote an,eine Aufforderung, dass er Aufmerksamkeit wollte. Leah gab sie ihrem kleinen Hund und streichelte ihn mit einer Hand. Natürlich wollte sie ihren kleinen Hund auch morgen mitnehmen.
@Vane Dixon
Tyler konnte erst glauben, dass sie wieder frei waren, als sie in dem Wohnmobil saßen und auf dem Weg nach Hause waren. Allerdings schien der Rückweg länger zu dauern, als der Hinweg. es fühlte sich jedenfalls so an. Auf dem HInweg hatten sie alle im dunklen Laderaum eines Transporters gesessen und nichts von dem Weg gesehen. Der Einzige, der den Weg gesehen hatte, war Jax, da er im Wagen von Mephisto mitgefahren war. Doch leider kam Jax nicht wieder mit nach Hause. Tyler vermutete, dass Jax mit Mephisto ausgehandelt hatte, dass er dort blieb, wenn Mephisto alle anderen aus Hilltop wieder freiließ. Dass das allerdings ein wenig anders gelaufen war, ahnte Tyler nicht. Da es ihm nicht gut ging, legte sich Tyler in eines der beiden Betten, die es im Wohnmobil gab. Er schlief auf der Fahrt sogar ein wenig ein. Als er wieder wach wurde, hatten sie angehalten und die anderen suchten nach Lebensmitteln, während Robby und Diego bei Tyler im Wohnmobil. Allerdings war die Suche erfolglos. Jesus fand hier im Wohnmobil nur ein paar alte Tütensuppen, die er kochte. Die teilten sie sich, aber wirklich schmecken tat sie nicht mehr. Da sie längst abgelaufen war, schmeckte sie fade und hatte auch einen leicht bitteren Nachgeschmack. Tyler hoffte nur, das davon niemandem schlecht wurde. Nach der Suppenmahlzeit ging die Fahrt weiter.
Als es dunkel wurde, bekam Tyler mit, dass sich Joel offenbar völlig verfahren hatte und sie nun irgendwas für die Nacht suchen mussten, denn sie konnten nicht alle hier iom Wohnmobil schlafen. Das würde ziemlich eng werden, aber wenn sie nichts fanden, blieb ihnen wohl nichts anderes übrig. Eine Weile später schien Joel allerdings doch etwas gefunden zu haben, denn er hielt wieder an und stieg mit Jesus, Malcolm und Diego aus. Auch Robby stieg mit aus, nur Joel blieb hinter dem Steuer sitzen. Nach einigen Minuten startete er den Motor wieder und fuhr langsam durch ein Tor. Da an dem Bett, in dem Tyler lag, auch ein Fenster war, konnte er hinaussehen. Kurze Zeit später, kamen zwei Männer ins Wohnmobil, die Tyler mitnahmen, sie waren freundlich und brachten Tyler auf die Krankenstation, wo sich einer von den Ärzten seine Verletzungen ansah. Die hatte Jax gut behandelt. Der Arzt schmierte sie nur noch mit einer heilenden Salbe ein und machte einen neuen Verband darüber. Dann brachte er Tyler zu einem der Krankenbetten und Tyler fragte, ob er denn hierbleiben musste. Der Arzt meinte, dass er zumindest solange hierbleiben musste, bis die Gästezimmer hergerichtet waren. Bis dahin konnte sich Tyler hier noch ausruhen. Als Tyler seinen Blick durch das Zimmer schweifen ließ, bemerkte er den anderen Jungen, der in einem der Betten lag. "Hallo, ich bin Tyler...und das ist mein Freund Robby...", sagte er und legte sich hin, denn obwohl er während der Fahrt überwiegend geschlafen hatte, fühlte er sich immernoch völlig entkräftet. Er fragte sich, ob das immernoch an dem Blutverlust lag, wobei er doch eine Blutspende von Diego bekommen hatte. Tyler wollte wissen, was Robby von den Leuten hier hielt und sein Freund zuckte mit den Schultern und meinte, dass sie die Leute hier erst besser kennenlernen mussten. "Ich hoffe, dass hier wirklich alle nett sind...", sagte Tyler und schlief nach einer Weile ein.
Als er wieder wach wurde, fühlte er sich ein wenig besser, aber sein Magen knurrte ziemlich laut. "Hey....", sagte er und lächelte, als er Robby sah. Er küsste ihn zärtlich und wurde ein wenig rot, als sein Magen erneut knurrte. "Meinst du, wir können mal nachsehen, wo es hier etwas zu essen gibt...? Die ranzige Suppe war ja nicht so der Bringer...", sagte Tyler und stand vorsichtig auf. Er zog sich wieder an und sah dann zu dem Arzt, als gerade einer von ihnen ins Zimmer kam, um nach Benji zu sehen. Wo kann man hier was essen...?", fragte Tyler und der Arzt erklärte ihm und Robby den Weg zur Kantine. "Unsere Patienten bekommen aber auch Essen hier aufs Zimmer...", meinte der Arzt, woraufhin Tyler den Kopf schüttelte. "Danke, aber oich fühl mich schon etwas besser...", sagte er, woraufhin der Arzt nickte. "Ist gut, aber wenn was ist, kannst du jederzeit hierher kommen.... Euer Zimmer wurde auch schon hergerichtet...Es ist eine Etage obendrüber. Nr. 162. So, wie mir gesagt wurde, haben eure Freunde ihre Zimmer auch auf der Etage....", sagte der Arzt und Tyler nickte leicht. Allerdings beschlich ihn ein wenig ein schlechtes Gewissen, denn Benji sah so aus, als würde er sich über Gesellschaft von anderen Teenagern freuen, aber Tyler wollte ungern hierbleiben. "Ist es für dich okay, wenn wir die Nacht nicht hierbleiben...?", fragte er und hoffte, dass es für Benji okay war, denn Tyler wollte einfach nur mit Robby allein auf einem Zimmer schlafen, ohne dass ständig jemand umherlief, oder jemand reinkam, wie es eben auf einer Krankenstation üblich war. Zudem wollte er auch mit Robby kuscheln, ohne dass ständig jemand dabei zusah.
Als Benji meinte, dass es schon okay sei, nickte Tyler leicht und machte sich Robby auf die Suche nach der Kantine. Die fanden sie auch recht schnell und fanden dort auch die anderen aus Hilltop, die dort etwas aßen. Hier aß es herrlich und Tyler nahm sich einen Teller und Besteck. Hier gab es ein richtiges Bufett, an dem man sich bedienen konnte. Tyler entschied sich für Bratkartoffeln, einem panierten Schnitzel und etwas Gurkensalat. Dazu nahm er sich ein Glas Wasser. "Wow, das Essen hier ist mal was ganz anderes, als das im Gefängnis...", meinte Tyler und war froh, dass es hier auch gutes Essen, wie in Hilltop gab und sie keine vergammelten Brote mehr essen mussten. Allein bei dem Gedanken daran, wurde Tyler schon wieder schlecht, also dachte er lieber niocht mehr darüber nach. Als sich auch Robby etwas zu essen genommen hatten, setzten sich sich zu den anderen und aßen.
Nach dem Essen gingen sie nach oben und suchten nach ihrem Zimmer. Als sie das Zimmer mit der Nummer 162 gefundne hatten, gingen sie hinein und staunten nicht schlecht. Es war gemütlich und freundlich eingerichtet und am Fenster hingen sogar Gardinen, die wohl von den Gitter vor dem Fenster ablenken sollten. Das war zwer hier kein Gefängnis, aber auch hier gab es Gitter, auch wenn die anders waren, als die im Gefängnis. An der Wand stand ein großes, einladendes Bett, was sehr gemütlich aussah. Nebenan gab es sogar ein kleines Bad mit Dusche, dass sie für sich alleine hatten. "Das ist echt um einiges besser, als das blöde Gefängnis...", sagte er, obwohl er sich auch schon sehr darauf freute, wieder nach Hilltop zurück zu kommen.
@Robby
@Benji

Robby hatte die gesamte Rückfahrt über dasselbe Gefühl wie Tyler,eine seltsame Mischung aus Erschöpfung, Erleichterung und der Angst, dass alles vielleicht nur ein Traum gewesen war. Erst als sie tatsächlich im Wohnmobil saßen und wirklich auf der Straße angekommen waren, hatte die Anspannung langsam etwas nachgelassen. Trotzdem hatte sich der Rückweg endlos hingezogen,vielleicht, weil sie endlich frei waren oder weil sie einfach zu viel Zeit zum Nachdenken hatten.
Dass Jax nicht bei ihnen war, nagte an Robby. Er sprach es nicht aus, doch der Gedanke ließ ihn nicht los. Irgendetwas daran fühlte sich einfach falsch an.
Als Tyler sich erschöpft in eines der Betten fallen ließ, blieb Robby dicht bei ihm. Er wich ihm nicht von der Seite, selbst als die anderen nach Essen suchten und nur diese ekelhafte, abgelaufene Suppe zurückbrachten, die Jesus in einem der Schränke im Wohnmobil gefunden hatte. Robby zwang sich, sie herunterzuwürgen,am liebsten hätte er Tyler etwas Besseres gegeben, aber es war nun mal alles, was sie hatten.
Als sie den Ort endlich fanden und Tyler in die Krankenstation gebracht wurde, war Robby erleichtert, auch wenn er nervös die ganze Zeit am Bett stand. Die Art, wie die Leute hier mit Tyler umgingen, war freundlich, zu freundlich, um echt zu wirken, dachte er. Trotzdem konnte er etwas entspannen, als der Arzt bestätigte, dass Jax gute Arbeit geleistet hatte.
Robby war dabei, als Tyler Benji begrüßte, und bemerkte sofort den einsamen Blick des anderen Jungen. Doch er verstand Tyler nur zu gut, als dieser später fragte, ob sie nicht lieber gehen könnten. Robby wollte auch einfach nur mit ihm allein sein. Weg von all den Geräuschen, dem Licht und dem Geruch von Medizin und Desinfektionsmittel.
Als Tyler wieder wacher wurde und ihn mit diesem kleinen, schüchternen Lächeln und einem Kuss begrüßte, musste Robby ebenfalls lächeln. Das Magenknurren brachte ihn sogar kurz zum Lachen.
"Ja… Unbedingt." , hatte er leise gesagt, als Tyler den Arzt nach Essen fragte. Denn auch Robby hatte großen Hunger.
In der Kantine war Robby fast überwältigt. Es gab richtiges Essen, warm und frisch. Er sah zu, wie Tyler sich den Teller voll lud, und spürte ein tiefes, beruhigendes Gefühl, es tat gut, ihn einfach essen zu sehen. Tyler war am Leben, hier bei ihm, und sie würden vermutlich schon morgen nach Hause kommen.
Er nahm sich ebenfalls etwas zu essen,Hähnchenschnitzel, Pommes und einen Salat dazu und setzte sich dann mit Tyler zusammen zu den anderen, um gemeinsam zu essen.
Vor Zimmer 162 blieb Robby kurz stehen, bevor er die Tür öffnete, fast so, als fürchtete er, dass wieder etwas schiefgehen könnte. Doch als sie eintraten, fiel die letzte Anspannung von ihm ab.
Ein richtiges Bett. Ein eigenes Bad. Keine Gitterstäbe vor den Augen, stattdessen Gardinen an den Fenstern.
Robby trat ans Fenster, schob die Gardine ein Stück beiseite und blickte hinaus, dann sah er zu Tyler.
"Ja." sagte er ruhig. "Das ist auf jeden Fall viel besser."
Er trat an ihn heran, schlang die Arme um ihn und zog ihn langsam an sich. Zum ersten Mal, seit sie entführt worden waren, fühlte sich Robby wieder sicher. Er hatte gedacht, dass sie nun für immer Gefangene bleiben würden, doch jetzt waren sie dank Jax auf dem Weg nach Hause.
Robby hoffte sehr, dass auch Jax zurückkehren würde und Jesus nun nicht für immer allein blieb. Das bereitete ihm Sorgen, denn Jesus und Jax waren mehr als nur gute Freunde für ihn. Schließlich hatten beide ihm damals viel geholfen und ihn sogar vorübergehend bei sich aufgenommen.
@Tyler Dixon

Benji hatte den ganzen Tag über diese seltsame Mischung aus Müdigkeit und innerer Unruhe mit sich herumgetragen. Sein Körper war erschöpft, doch in seinem Kopf wollte keine Ruhe einkehren. Als Tyler und Robby den Raum betraten, richtete er sich etwas auf. Neue Gesichter bedeuteten Ablenkung und die konnte er gerade gut gebrauchen.
Als Tyler sich vorstellte und Robby erwähnte, schenkte Benji ihnen ein vorsichtiges, aufrichtiges Lächeln.
"Hi… ich bin Benji.", sagte er leise.
Er mochte die beiden irgendwie sofort. Irgendetwas an ihnen wirkte seltsam vertraut,diese Mischung aus Verletzlichkeit und Stärke. Und die Art, wie Robby stets in seiner Nähe blieb, sagte Benji alles, was er wissen musste. Die beiden gehörten zusammen. Die beiden erinnerten ihn unweigerlich ein wenig an Victor und sich selber.
Während sie sprachen, fühlte Benji dieses vertraute Ziehen in der Brust. Dieses Gefühl, als würde ihm etwas fehlen, das einst ganz selbstverständlich gewesen war. Er dachte nicht weiter darüber nach, schob die Gedanken beiseite und richtete seine Aufmerksamkeit stattdessen auf die beiden am Bett nebenan.
Als Tyler später zögernd fragte, ob es in Ordnung wäre, wenn sie nicht blieben, senkte Benji kurz den Blick. Ein Teil von ihm hätte sie gern noch hiergehabt. Es war schön, nicht allein zu sein, das Lachen und Reden der anderen zu hören.
Doch in Tylers Augen lag der Wunsch nach Ruhe, nach Nähe, nach einem Ort, an dem niemand sie störte. Benji verstand das nur zu gut.
Also nickte er.
"Ja, Ist schon okay." sagte er und zwang sich zu einem kleinen Lächeln.
Als die Tür dann hinter ihnen zufiel, wurde es wieder still. Zu still.
Benji starrte an die Decke und ließ seine Gedanken abschweifen. Sein Herz fühlte sich schwer an. Er hatte sich schon daran gewöhnt, dieses Gefühl zu haben und hoffte Victor eines Tages wiederzufinden und es dann für immer loszuwerden.
@Tyler Dixon

Nachdem sie das Gefängnis verlassen hatten, waren sie mit einem Wohnmobil unterwegs. Das war nicht besonders groß und auch schon ein älteres Modell, doch immerhin schien es nicht ganz so alt zu sein, dass sie Angst haben mussten, unterwegs liegen zu bleiben. Joel fuhr das Wohnmobil und Diego zog sich seinen Waffengürtel mit seinem Colt wieder an. Damit fühlte er sich besser, denn er hasste es, unbewaffnet zu sein. Da es so gut wie keine lesbaren Straßenschilder mehr gab, verfuhr sich Joel immer wieder und irgendwann begann es dunkel zu werden. Das war ein Problem, denn wenn sie alle hier im Wohnmobil übernachten mussten, würde es ziemlich eng werden. Dann erreichten sie allerdings eine alte Psychatrie, die offenbar von einer größeren Gruppe Menschen als Zuhause genutzt wurde. Das war auch keine schlechte Idee, denn die hohe Mauer hatte obendrauf Stacheln und zusätzlich Stacheldraht. Joel und Malcolm schienen allerdings schonmal hier gewesen zu sein. Als sie vor dem Tor hielten und ausstiegen wurden Joel und Malcolm sogar mit einer Umarmung begrüßt.
Sie wurden hereingelassen und Tyler wurde zur Krankenstation gebracht, da es ihm noch nicht sonderlich gut ging. Diego hoffte, dass er dort nicht bleiben musste. Zuerst führte Vane sie zu seinem Büro, wo er mit Malcolm, Jesus und Joel redete. Diego sah derweil aus dem Fenster, bis Leah zu ihm kam und sich mit ihm unterhielt. Sie fragte ihn, ob er Pferde mochte und er schrieb ihr auf, dass er Pferde liebte und als Pferdetrainer gearbeitet hatte und er erzählte ihr auch, dass er einen Friesen hatte. Sie wollte ihm Morgen die Pferde zeigen, die es hier gab.
Vane führte sie anschließend zur Kantine, wo sie etwas essen konnten. Hier gab es frisch gekochtes Essen, was gut roch und auch gut schmeckte. Die Tomatensuppe auf der Krankenstation war okay gewesen, aber die ranzigen Brote gingen gar nicht. Hier gab es nichts Vergammeltes und man konnte sich aussuchen, was man wollte. Diego entschied sich für Kartoffelgratin, Salat und etwas Brot. Die anderen aßen auch und während sie aßen, kamen auch Robby und Tyler, der wohl nicht auf der Krankenstation schlafen musste. Nachdem sie etwas gegessen hatten, zeigte Vane ihnen die Zimmer, die für sie zurecht gemacht worden waren. Jesus und Diego würden sich ein Zimmer mit zwei Einzelbetten teilen, da ja beiden alleine hier waren. Julia war in Hilltop und Diego freute sich schon drauf, sie Morgen vielleicht wieder in seine Arme schließen zu können. War fraglich, wie weit der Ort hier von Hilltop entfernt war. Das wollte Vane Morgen früh mit Jesus auf einer Karte markieren. Diego hoffte, dass es nicht weit war. Leider war Jax immernoch im Gefängnis. Diego vermutete, dass er vielleicht was ausgehandelt hatte, damit sie wieder frei gelassen wurden und war selbst dort geblieben. Diego hoffte, dass Jax bald auch wieder nach Hause zurückkehren konnte, denn Diego konnte nachvollziehen, wie schlimm es für Jesus war, ohne seinen Mann wieder nach Hause fahren zu müssen.
Als sie das Zimmer betraten, ließ Diego Jesus den Vortritt ins Bad, um zu duschen, denn dazu hatten sie im Gefängnis keine Gelegenheit gehabt. Während Jesus duschte, setzte sich Diego ans Fenster und sah hinaus. Als Jesus mit Duschen fertig war und sich ins Bett legte, ging auch Diego rasch duschen. Sie hatten sich im Lager frische Klamotten aussuchen dürfen, als Vane auf dem Weg zu den Zimmern mit ihnen daran vorbei gegangen war. Diego hatte sich für ein schwarzes Westernhemd, eine blaue Jeans und frische Unterwäsche entschieden. Das zog er nach dem Duschen jedoch noch nicht an. da er schlafen wollte, reichte die Shorts. und ein T-Shirt. Dann legte er sich ins Bett und machte die Augen zu. Da er im Gefängnis nicht geschlafen hatte, um die anderen zu beschützen, war er dementsprechend jetzt ziemlich müde und schlief nach einer Weile ein. Lange schlief er allerdings nicht, denn da das Fenster ein wenig offen war, bekam er unten den Radau mit. Es hörte sich an, als wäre da irgendein Tier, was die Wachen wohl versuchten einzufangen. Diego kümmerte sich nicht weiter darum und wollte weiterschlafen, bis er ein Wieheren hörte, was ihm sehr bekannt vorkam. Rasch schlüpfte er in die Jeans und die Stiefel und verließ das Zimmer er lief rasch zum Tor und bat die Wachen es zu öffnen. "Da draußen ist ein ziemlich wilder Gaul.....wir haben versucht, ihn einzufangen, aber sowas, wie den haben wir noch nie erlebt...", sagte einer der Männer, die versucht hatten, das Tier zu fangen. Diego fragte sich, ob es vielleicht möglich war, obwohl sein Hengst eigentlich in Hilltop sein sollte. Diego pfiff, wie er seinen Hengst immer rief und tatsächlich tauchte dieser aus dem dunklen Wald auf. Diego lief zu ihm und beruhigte ihn, bis der Hengst schließlich ruhig stehen blieb. Diego legte ihm ein Seil um den Hals, was einer der Männer ihm gab und führte seinen Hengst hinein. Als das Tor wieder geschlossen war, untersuchte Diego seinen Hengst nach Verletzungen. Irgendwie war klar, dass der nicht ohne Diego in Hilltop bleiben wollte. Die Beiden hatten einfach eine zu enge Bindung. Das war wohl auch der Grund, weshalb der Hengst jetzt hier war. Diego konnte sich das selbst nicht erklären. Entweder hatte der Hengst ein Gespür dafür, ihn zu finden, oder es war Zufall und sie waren näher an Hilltop dran, als sie dachten. Das würde sich ja Morgen zeigen. Da es hier ma Tor nicht besonders leise zugegangen war, kamen nun auch Vane und Leah dazu, um nach dem Rechten zu sehen. "Wo kommt denn das Pferd her...?", fragte Vane und Diego nahm seine Tafel. "Er gehört mir....er sollte eigentlich in Hilltop sein...muss ausgerissen sein, um mich zu suchen....", schrieb Diego auf die Tafel und musste leicht grinsen, als er Vanes Blick sah, nachdem er das gelesen hatte, aber auch Leah schien verwundert zu sein. "Mein Pferd ist nicht, wie andere Pferde, aber das werdet ihr ganz sicher noch sehen...", schrieb Diego wieder auf und ließ Vane und Leah lesen. "Okay, du kannst deinen Hengst zu den anderen Pferden in den Stall bringen....und dann sollten wir wieder schlafen gehen....Morgen wird sicher ein langer Tag...", sagte Vane und ging dann mit Leah wieder rein und in sein Zimmer. Diego brachte seinen Hengst in eine Box und versorgte ihn mit Wasser und Heu, über das sich der Hengst hermachte. Diego streichelte ihn nochmal und verließ dann den Stall. Er ging wieder auf das Zimmer, das er sich mit Jesus teilte. Jesus stand am Fenster und hatte alles von dort beobachtet. Er meinte, dass Diegos Hengst wirklich einmalig war, woraufhin Diego nickte und sich dann wieder die Stiefel und die Hose auszog. Er legte sich wieder ins Bett und atmete tief durch. Nach einigen Minuten schlief er wieder ein.
@Paul Rovia (Jesus)
@Leah

Die Fahrt zog sich endlos hin. Im Wohnmobil war es mit so vielen Personen ziemlich eng, und zudem handelte es sich um ein älteres Modell, ein echter Gegensatz zu dem, in dem Joel und Malcolm zuhause in Hilltop lebten. Aber es fuhr, der Tank war fast voll, und es wirkte nicht so, als würde es plötzlich liegenbleiben. Jesus hoffte, dass es auch so bleiben würde.
Die Fahrt zog sich für ihn nicht nur so endlos hin, weil der Weg weit war, sondern auch, weil sich seine Gedanken ständig um Jax drehten. Er hatte ihn einfach zurückgelassen, obwohl er hätte bleiben sollen, um ihn zu beschützen und bei ihm zu sein. Doch Jesus hatte es nicht getan, sondern war mit den anderen abgehauen. Es war zwar Jax’ Wunsch gewesen, dass er geht, aber trotzdem fühlte es sich falsch an. Jetzt machte sich Jesus Vorwürfe und kam sich wie ein Feigling vor.
Er hatte Angst, Jax nie wiederzusehen, und sorgte sich, dass sie ihm etwas antun könnten, sobald sie ihn nicht mehr brauchten. Über das Funkgerät konnte er seinen Mann nicht erreichen,vielleicht waren sie in einem Funkloch oder das Gerät hatte nur eine geringe Reichweite. Er blickte aus dem Fenster des Wohnmobils und versuchte, sich auf die Straße zu konzentrieren. Draußen war die Welt zerstört und still. Joel verfuhr sich immer wieder, und als es dunkel wurde, zog sich Jesus der Magen zusammen. Die Nacht im Wohnmobil könnte gefährlich werden, und außerdem war es sehr eng, wenn sie alle darin schlafen mussten. Zu viele Gefahren lauerten draußen, Untote, möglicherweise feindliche Menschen und wilde Tiere, die ihnen gefährlich werden konnten.
Als die Psychiatrie vor ihnen auftauchte, fühlte Jesus zum ersten Mal seit Tagen ein wenig Erleichterung. Hohe Mauern, Stacheldraht, verschlossene Tore,all das stand für Sicherheit.
Dass Joel und Malcolm hier bekannt waren und sogar umarmt wurden, gab Jesus ein gutes Gefühl. Vielleicht konnten sie hier endlich mal für eine Weile durchatmen. Seine kleine Schwester war ebenfalls hier, was Jesus nicht erwartet hätte. Tyler wurde sofort zur Krankenstation gebracht. Jesus blieb äußerlich ruhig, doch innerlich war er völlig aufgewühlt und hatte Angst. Das ließ er sich jedoch kaum anmerken.
Er beobachtete Diego, wie er mit Leah sprach und auf seine Tafel schrieb. Für einen Moment wirkte Diego fast glücklich, und dieser Anblick tat Jesus gut, auch wenn er selbst alles andere als glücklich war. Julia wartete zuhause in Hilltop auf Diego, aber Jax wartete dort nicht auf Jesus, und das machte ihn sehr traurig. Dennoch verbarg er vor den anderen, wie es ihm wirklich ging. Schließlich war er der Anführer der Gruppe und musste alle sicher nach Hause bringen..
Das Essen in der Kantine war mehr als nur eine Mahlzeit,es war ein Stück Normalität. Jesus aß langsam und dachte die ganze Zeit an Jax. Daran, dass sein Mann nicht hier war. Dass Jax allein im Gefängnis saß, während sie hier in Sicherheit saßen und gutes Essen bekamen, das Jax vermutlich nicht hatte. Dieser Gedanke tat weh.
Als sie die Zimmer zugewiesen bekamen und Jesus erfuhr, dass er mit Diego eines teilen würde, fühlte er sich weniger allein. Diego ließ ihm den Vortritt beim Duschen. Das lauwarme Wasser prasselte auf ihn herab und wusch den Schmutz der letzten Tage fort, doch die Sorge um Jax ließ sich natürlich nicht einfach abspülen. Sie blieb. Er lehnte sich an die Wand, schloss kurz die Augen und dachte an Jax. Eigentlich hätte er jetzt bei ihm sein sollen, war es aber nicht. Nachdem er sich gründlich gewaschen hatte, verließ Jesus die Dusche, trocknete sich ab, zog ein Shirt und die einfachen Shorts an, die er bekommen hatte, da er nun schlafen wollte, falls er Ruhe fand.
Er hatte sich für morgen Kleidung ausgesucht, die der, die er zuvor getragen hatte, recht ähnlich war,nur die Hose war schwarz statt braun. Die frische Kleidung hatte er im Zimmer auf einen Stuhl gelegt.
Die schmutzigen Klamotten hatte er im Bad in einen Wäschekorb geworfen. Die würde er am nächsten Tag mitnehmen, um sie zuhause in Hilltop zu waschen. Dann verließ er das Bad und legte sich aufs Bett.
Sein Körper war erschöpft, doch sein Kopf fand keine Ruhe. Unaufhörlich kreisten seine Gedanken um Jax, um seine wiedergefundene Schwester und die morgige Heimfahrt. Irgendwann schlief er schließlich doch ein.
Als draußen der Lärm begann, war Jesus sofort wach. Er stand auf, ging ans Fenster und sah die Wachen unten. Dann hörte er ein Wiehern und entdeckte den Hengst,groß, schwarz und voller Kraft. Diego ging ruhig auf ihn zu, ohne Angst oder Zögern. Jesus spürte, wie sein Herz schwerer wurde. In einer Welt, die so viel zerstört hatte, war diese Verbindung zwischen Diego und seinem Pferd etwas Wunderschönes. Seine Bindung zu Hunter war ähnlich, nur war Hunter nicht ganz so mutig und längst nicht so gefährlich wie Diegos Hengst. Hunter konnte sogar gefahrlos von Kindern geritten und gestreichelt werden.
Als Diego zurückkam, sah Jesus ihn an.
"Dein Pferd ist wirklich einmalig." sagte er leise.
Er beobachtete, wie Diego sich wieder ins Bett legte, und ging dann ebenfalls in seines zurück.
Die Nacht hier war ruhig und Jesus sehnte sich nach Jax' Nähe neben sich.
Er starrte in die Dunkelheit und dachte an seinen über alles geliebten Mann, an Hilltop,an Tom und an die Hoffnung, dass sie bald wieder zusammen sein würden. Irgendwann, mit schweren Gedanken, schlief er wieder ein, doch in dieser Nacht schlief er schlecht. Er hatte schlimme Träume, wachte oft davon auf und hatte dann Probleme, wieder einzuschlafen. So ging es die ganze Nacht, doch er verhielt sich leise, damit Diego ungestört schlafen konnte.
@Diego Dixon

Nachdem sie alle etwas gegessen hatten, zeigten Vane und Leah ihnen ihre Zimmer. Seine Wölfin musterte die Neuankömmlinge aufmerksam. Sie hatte alles beobachtet und passte auf, dass niemand ihren Herrn angriff. Das tat sie immer bei fremden Leuten, auch wenn von Jesus und den anderen aus Hilltop keine Gefahr ausging, denn schließlich war das Leahs Familie. Vanes Wölfin war eben kein Hund und verhielt sich daher auch völlig anders, als Leahs kleiner Hund, der freudig mit dem Schwanz wedelte und hinterherlief. Vane zeigte ihnen die Zimmer, die für sie zurechtgemacht worden waren und zog sich dann mit Leah auf sein Zimmer zurück. Er merkte, dass sie völlig überwältigt war, denn sie hatte wohl eher damit gerechnet, ihre Familie nicht so schnell zu finden, oder dass sie vielleicht alle schon tot waren, doch das war ja zum Glück nicht der Fall. Nun waren sie alle hier, bis auf der Ehemann von Leahs Bruder Jesus, der, so wie Jesus es erzählt hatte, zurückgeblieben war, um ihnen die Flucht zu ermöglichen. Das tat Vane leid und er konnte verstehen, wie Jesus sich fühlte. Er würde sich ohne Leah auch schrecklich fühlen. Da Leah mit all den Gefühlen überwältigt zu sein schien, nahm Vane sie in dem Arm, um für sie ein Ruhepol zu sein und es schien zu funktionieren. Als Leah zur Ruhe gekommen war, zog Vane sich bis auf die Shorts aus und legte sich ins Bett. Auch Leah zog sich aus und zog sich ein Schlafshirt über. Vane würde sie niemals bedrängen und warten, bis sie von sich aus mit ihm schlafen wollte. Bis dahin war kuscheln und küssen auch völlig okay. Leah schlüpfte zu ihm ins Bett und kuschelte sich an ihn. Vane küsste sie zärtlich und hörte, was sie sagte. "Ja, das wird er...ich bin gespannt, wie es in Hilltop aussieht...und wie weit es von hier entfernt ist....Ich hoffe, dass es nicht weit weg ist......aber jetzt sollten wir schlafen, damit wir Morgen fit und ausgeschlafen sind...", sagte er und küsste Leah nochmal, ehe er das Nachtlicht ausschaltete und dann die Augen schloss, während er sie im Arm hielt und mit ihr kuschelte.
Mitten in der Nacht wurden sie allerdings aus dem Schlaf gerissen, denn unten am Tor ging es recht laut zu. Man konnte ein Pferd hören, das wild wiehrte und die Wachen, die scheinbar Schwierigkeiten hatten, es zu fangen. "Was ist da los...?", fragte er, denn auch Leah war dadurch wach geworden. Vane stand auf und zog sich schnell etwas an, ebenso, wie Leah, die dann mit ihm hinausging. Als sie dort ankamen, war allerdings wohl schon alles geregelt. Diego streichelte einen großen, schwarzen Friesenhengst und holte dann seine Tafel aus seiner Tasche. Mit ihrer Hilfe erklärte er, dass das sein Pferd war und er sich selbst nicht erklären konnte, wie er ihn hier gefunden hatte. Vane ließ ihn den Hengst zu den anderen Pferden in den Stall bringen und dann gingen alle wieder ins Bett, um noch etwas zu schlafen, damit sie morgen alle fit für die Fahrt nach Hilltop waren. Vane kuschelte sich mit Leah wieder ins Bett und schlief nach einer Weile auch wieder ein.
Am nächsten Morgen wurde er vor Leah wach und lächelte, als er sie schlafen sah. "Guten Morgen, meine Süße....Zeit zum Aufstehen...", sagte er und küsste sie zärtlich, bis sie seine Küsse erwiderte und dann die Augen öffnete. "Na, komm schauen wir mal, ob deine Familie schon wach ist....", sagte er und stand dann auf. "Guten Morgen, mein Mädchen....", sagte er zu seiner Wölfin und streichelte ihr über den Kopf. "Na, Kleiner..", sagte er dann auch zu Gypsi und streichelte auch Lehas kleinen Hund kurz. Dann ging er rüber ins Bad, um sich zu waschen und zu kämmen, als er damit fertig war, zog er sich an, während Leah sich im Bad fertig machte. Während er auf sie wartete, suchte er schonmal ein paar Straßenkarten heraus, auf denen er den Weg vom Moonlight nach Hilltop markieren konnte. Er kreiste den Ort, an dem sich die Moonlight-Gemeinschaft befand mit einem roten Edding ein. Das machte er auf einer weiteren Karte, damit Jesus auch eine Karte besaß, auf der beide Gemeinschaften markiert waren. Für den Anfang war das sicher hilfreich. Später würden sie den Weg wahrscheinlich auswendig kennen, wenn sie erst einige Male hin und her gefahren, oder geritten waren. Ob man hinreiten konnte, würde sich zeigen, wenn Jesus ihnen zeigte, wo Hilltop lag.
Als Leah fertig war und sich angezogen hatte, verließen sie das Zimmer und gingen in die Kantine. Vane hatte die Karten mitgenommen und holte auch unterwegs ein Kaninchen aus einem der Ställe, das er tötete und seiner Wölfin gab. Die aß schließlich kein gewöhnliches Hundefutter. Das bekam Gypsi, der gern das Hundefutter aß, aber auch immer wieder zu der Wölfin sah, die sich in eine Ecke legte und dort ihr Kaninchen fraß. Als die Hunde versorgt waren, machten sie sich auf den Weg zur Kantine. Vane Wölfin hatte gelernt, auf dem Innenhof zu bleiben, wenn sie fraß. Dann durfte sie nicht mit in die Kantiune, da das für die Menschen eklig war, wenn si dort ihre Beute fraß. Auch die Näpfe für die anderen Hunde standen im Innenhof und an denen bediente sich Gypsi. Vane und Leah holten sich auch was zum Frühstücken und warteten dann auf die Leute von Hilltop.
Nur kurze Zeit später kam Diego, der schon früh aufgestanden war und seinen Hengst versorgt hatte. Er hatte die Leute, die im Stall arbeiteten gewarnt, dass sein Hengst gefährlich war und keiner ihm zu nahe kommen durfte. Diego nahm sich etwas zu essen und bedankte sich mit einem Nicken bei Granny. Er setzte sich zu Vane und Leah und sagte "Guten Morgen" in Gebärdensprache. Die verstanden Vane und Leah zwar noch nicht, aber sie konnten sich denken, was Diego meinte. "Dir auch einen Guten Morgen...Ich hofe, die Nacht war angenehm...", sagte Vane, woraufhin Diego nickte. Nur kurze Zeit später kam Jesus in die Kantine. Er sah ziemlich fertig aus, also hatte er wohl keine so angenehme Nacht gehabt. "Guten Morgen, Jesus...du siehst aus, als hättest du leider nicht sehr gut geschlafen...", sagte Vane und Leah konnte sich denken, weshalb ihr Bruder so schlecht geschlafen hatte, denn auch er schlief nur schlecht, wenn Jax nicht bei ihm war. Nachdem sich Jesus was zum Frühstücken geholt hatte, setzte auch er sich zu Leah, Vane und Diego. Vane gab ihm aber erst Zeit, in Ruhe zu frühstücken, danach konnten sie sich um den Weg nach Hause kümmern.
@Leah Rovia
@Paul Rovia (Jesus)
@Malcolm Whitly

Leah schlief in dieser Nacht richtig gut, mit etwas weniger Sorgen, da ihre Familie und Freunde nun hier waren,lebendig und nur leicht verletzt. Nur um Jax machte sie sich noch Gedanken, und natürlich um ihren Bruder Jesus. Sie wusste, dass Jax ihm alles bedeutete, und er war, wie Jesus erzählt hatte, bei Feinden in irgendeinem Gefängnis in Georgia zurückgeblieben. Das machte auch sie traurig. Sie hoffte, dass Jax zurückkehren würde.
Vane hatte den Arm um sie gelegt, sein ruhiger Atem und die Wärme seines Körpers gaben ihr Geborgenheit, und sie konnte gut schlafen. Zumindest bis sie in der Nacht vom Lärm am Tor geweckt wurden. Ihr Herz hatte kurz schneller geschlagen, weil sie dachte, es passierte etwas Schlimmes, doch als sie sahen, dass alles in Ordnung war, beruhigte sie sich schnell wieder. Zurück im Bett schmiegte sie sich eng an ihn, suchte seine Hand und hielt sie fest, bis sie wieder einschlief.
Am Morgen wurde Leah von seiner sanften Stimme und seinen liebevollen Küssen geweckt. Verschlafen lächelnd öffnete sie langsam die Augen und sah ihn an. "Guten Morgen." murmelte sie und strich mit den Fingern über seinen Oberkörper. "Ich habe so gut geschlafen, so gut wie schon lange nicht mehr. Und wie hast du geschlafen?" fragte sie ihren Freund.
Vane lächelte und blieb noch einen Moment liegen, während sie sein Gesicht betrachtete. Dann atmete sie tief durch.
"Ja, stehen wir auf." sagte sie leise. "Ich bin schon so gespannt auf den Ort, an dem meine Familie lebt. Ich hoffe sehr, dass er nicht zu weit entfernt ist, damit ich sie öfter sehen kann." Sie wollte schließlich weiterhin hier leben, aber auch nicht auf ihre Familie verzichten.
Während Vane später die Karten vorbereitete, machte sie sich im Bad fertig. Als sie zurückkam und sah, wie er die Orte auf der Karte markierte, blieb sie einen Moment in der Tür stehen.
"Du hast wirklich an alles gedacht." sagte sie mit einem Lächeln.
In der Cafeteria wirkte alles fast wie immer Es duftete nach frischen Brötchen,Kaffee und Tee. Leah setzte sich mit ihrem Frühstück an den Tisch. Kurz darauf kam Diego, grüßte freundlich und nahm Platz. Kurze Zeit später kam auch Jesus dazu.
Leah bemerkte sofort, wie müde ihr Bruder war. Seine Augen waren gerötet, und seine Schultern hingen müde und schwer.
"Du hast kaum geschlafen, oder?" fragte sie leise.
Jesus zuckte müde mit den Schultern und nickte zustimmend zu ihrer Vermutung und Vanes Vermutung.
Leah legte ihre Hand auf seine. "Ich kann mir gut vorstellen, wie sich das anfühlt." sagte sie leise. "Wenn der Mensch, den du liebst, nicht bei dir ist. Aber wir holen Jax zurück, egal wie. Wir schaffen das zusammen." Jesus sah sie lange an und nickte dann langsam.
Leah lehnte sich zurück und ließ ihren Blick durch den Raum wandern. Vane saß an ihrer Seite, ihr Bruder auf der anderen. Joel, ihr bester Freund, und Malcolm waren ebenfalls hier, auch wenn sie noch nicht in der Cafeteria waren. Robby, an den sie sich nur noch ein wenig von früher erinnerte, und Tyler, der Einzige, der ihr im Moment noch völlig fremd war, waren ebenfalls hier,sie vermutete dass sie auf der Krankenstation waren.
Diego hatte sie schon ein wenig kennengelernt.
Während sie dort saßen, umgeben von Karten, dampfendem Kaffee und Tee, einem leckeren Frühstück, neuen und bekannten Gesichtern und dieser ungewohnten Ruhe, fühlte Leah etwas, das sie lange vermisst hatte, den Zusammenhalt einer Familie, zu der natürlich auch Vane gehörte, genauso wie all die anderen, die hier lebten.
@Vane Dixon
Während der Rückfahrt meinte Malcolm, dass Joel nicht die ganze Zeit fahren musste und er übernehmen würde, wenn Joel nicht mehr konnte. "Ist okay, mein Schatz...ich schaff das...", sagte Joel und küsste Malcolm sanft. Er sah, wie fertig sein Freund war und wollte daher, dass er sich erstmal ausruhte und zur Ruhe kam. Das, was sie durchgemacht hatten, war schlimm gewesen und Joel hatte Angst um Jax, denn er war in dem Gefängnis geblieben und hatte dafür gesorgt, dass sie freigelassen wurden. Joel hoffte, dass Jax auch einen Weg fand, von dort weg zu kommen. Während Joel versuchte, den richtigen Weg zu finden, merkte er, dass Malcolm immer mal einnickte. Das war auch kein Wunder. Sie alle hatten kaum geschlafen, obwohl Diego aufgepasst hatte. Wirklich Ruhe gefunden hatte niemand. Der Gedanke jeden Augenblick angegriffen werden zu können, hatte niemanden richtig schlafen lassen.
Joel fuhr eine ganze Zeit, doch ohne Schilder war es schwer den richtigen Weg zu finden. Immerhin hatte es unterwegs mal ein Schild gegeben, dass die Richtung nach Virginia zeigte, also fuhr Joel in diese Richtung. Nach einiger Zeit wurde es dunkel und sie mussten irgendwas finden, wo sie die Nacht verbringen konnten. Glücklicherweise fand Joel irgendwie den Weg zur Psychatrie. Er wusste nicht, wie er das geschafft hatte, aber er war froh darüber, denn Vane würde sie hier bestimmt übernachten lassen. Seit ihrer Entführung hatten sie keine Ruhe gehabt, nichts richtiges gegessen und auch keine Gelegenheit gehabt, sich richtig zu waschen. Als er das Wohnmobil anhielt, stiegen Malccolm, Jesus, Robby und Diego aus, um mit den Wachen zu reden. Nur kurze Zeit kam auch Vane dazu, der seine Leute anwies sie herein zu lassen. Joel startete den Motor wieder und fuhr das Wohnmobil auf den Hof. Als er ausstieg, wurden er und Malcolm von Vane mit einer Umarmung begrüßt. Er sagte, dass er froh war, sie wiederzusehen. Dann kam auch Leah, wobei Joel kaum glauben konnte, das das gerade wirklich passierte, doch als sie ihn und dann Jesus umarmte, wusste Joel, dass es kein Traum war. Er freute sich, dass es Leah gut ging und sie ein sicheres Zuhause gefunden hatte.
Vane und Leah führten sie zur Kantine, wo sie erstmal etwas essen und trinken konnten, nachdem sie den ganzen Tag umhergefahren waren. Joel nahm sich etwas Kartoffelgratin, etwas Salat und Brot und setzte sich dann mit Malcolm, der sich auch etwas genommen hatte. Nach dem Essen gingen sie auf das Zimmer, in dem sie auch beim letzten Mal gewohnt hatten. Joel freute sich schon auf eine Dusche und ein bequemes Bett. Auf dem Weg zum Zimmer waren sie am Lager vorbeigegangen, um sich frische Sachen zu holen. Vane hatte es ihnen erlaubt. Als sie dann auf dem Zimmer waren, gingen Joel und Malcolm zusammen duschen und kuschelten sich dann zusammen in das gemütliche Bett. Da Joel inzwischen auch sehr erschöpft war, dauerte es nicht lange, bis er an Malcolm gekuschelt tief und fest schlief. Nichtmal das, was sich in der Nacht am Tor abspielte, störte ihn. Er schlief die ganze Nacht durch und wurde erst etwas später am Morgen wach. Auch Malcolm schien die Ruhe und den Schlaf gebraucht zu haben, denn als Joel wach wurde, lag sein Freund noch neben ihm, war aber schon wach. "Guten Morgen...", sagte Joel und küsste seinen Freund sanft. Sie kuschelten noch eine Weile und entschieden dann aufzustehen. Sie wuschen sich im Bad und putzten sich die Zähne. Als sie fertig waren, gingen sie zur Kantine, wo bereits Vane, Leah, Jesus, und Diego saßen und frühstückten. "Guten Morgen...", begrüßte Joel die Vier udn holte sich mit Malcolm etwas zum Frühstücken. Als sie sich etwas ausgesucht hatten, setzten sie sich zu den Vieren und begannen zu essen. Es fehlten nur noch Robby und Tyler, die wohl noch schliefen. Es dauerte nicht lange, bis schließlich auch die beiden in die Kantine kamen und erklärten, dass sie noch bei Benji gewesen waren. Tyler meinte, dass Benji irgendwie ein wenig traurig gewesen zu sein schien, weil sie heute schon wieder gehen würden. Vane meinte, dass es hier leider keine anderen Teenager gab. "Hmm...vielleicht sollten wir ihn mit nach Hilltop nehmen....", schlug Joel vor, aber diese Entscheidung lag nicht bei ihm. Das mussten Vane und Jesus entscheiden, doch dan musste auch Benji einverstanden sein. Auf dem Tisch lagen Straßenkarten, von denen Joel eine heranzog. "Die hätten wir gut gebrauchen können...", sagte er und sah sie sich an. Dabei verschluckte er sich beinahe, denn Vane hatte markiert, wo sich das Moonlight befand. "Malcolm...schau mal...", sagte Joel, dem aufgefallen war, dass das Moonlight und Hilltop nicht weit voneinander entfernt waren. "Was meinst du, wie weit das ist...?", fragte er, was auch Vane aufmerksam machte. "Was ist denn da...?", fragte er und Jesus erklärte ihm, dass sich dort, wo Joels Finger war, Hilltop befand. Vane sah sich das genauer an und lächelte leicht. "Dann hättet ihr es fast nach Hause geschafft, wenn es nicht dunkel geworden wäre...aber so haben wir uns wiedergesehen und Leah hat ihre Familie gefunden....Hilltop ist ungefähr eine Stunde zu Pferd von hier entfernt....", sagte Vane, was Joel freute, denn dann würde der Weg nach Hause wohl nicht so lange dauern. Allerdings schien Jesus sich nicht ganz so sehr zu freuen und Joel verstand das auch, denn schließlich war Jax nicht dort. Das trübte auch Joels Stimmung, denn auch er vermisste Jax.. "Ich hoffe, dass Jax auch bald nach Hause kommt....", sagte er zu Malcolm und musste sich ein paar Tränen wegwischen.
@Malcolm Whitly
@Paul Rovia (Jesus)
@Leah Rovia
Während der Rückfahrt hatte Malcolm deutlich gespürt, wie sehr Joel sich anstrengte. Seine Haltung war angespannt, die Augen wachsam auf die Straße gerichtet, obwohl man ihm die Erschöpfung ansah. Malcolm machte sich Sorgen um ihn. Sie alle waren am Ende, aber Joel zwang sich weiterzufahren.
Er hatte ihm angeboten, zu übernehmen, doch Joel lächelte sanft, küsste ihn und meinte, er würde das schon schaffen. Malcolm wusste, dass das stimmte. Sicher würde er es schaffen, aber so gut, wie er tat, ging es ihm nicht. Keinem hier in dem alten Wohnmobil ging es wirklich gut. Die Gedanken an Jax ließen Malcolm nicht los.Jax, der im Gefängnis geblieben war, um ihre Freiheit zu sichern. Malcolm hoffte inständig, dass er einen Weg finden würde, ebenfalls zu entkommen.
Die Orientierung war mühsam. Keine Schilder, kaum erkennbare Wege. Als sie schließlich ein Schild nach Virginia entdeckten, verspürte Malcolm einen Anflug von Erleichterung, immerhin eine grobe Richtung. Doch die Fahrt wurde immer beschwerlicher. Die Dunkelheit brach herein, und die Erschöpfung holte Malcolm immer wieder und wieder ein. Er spürte, wie ihm die Augen zufielen, wehrte sich dagegen, bis sein Körper letztlich nachgab.
Als sie endlich die Psychiatrie erreichten, kam es Malcolm beinahe unwirklich vor. Vane und Leah empfingen sie herzlich, und in dem Moment, in dem sie in Sicherheit waren, merkte er zum ersten Mal seit Tagen, wie die Anspannung in ihm nachließ.
Nach dem Essen und der heißen Dusche zusammen mit Joel ,die sie beide wirklich nötig gehabt hatten, spürte Malcolm die Erschöpfung und die Müdigkeit wieder richtig. Im Bett hielt er Joel fest im Arm. Joel schlief schnell und tief ein. Malcolm blieb noch eine Weile wach und hörte seinem ruhigen Atem zu, bevor ihn selbst die Müdigkeit einholte.
Am nächsten Morgen wachte Malcolm auf und sah Joel neben sich. Allein dieser Anblick ließ sein Herz ruhiger schlagen. Sie kuschelten noch eine Weile, genossen die Stille und den Frieden, den sie so viele Tage nicht gehabt hatten, bevor sie schließlich aufstanden und zum Frühstück gingen.
In der Cafeteria herrschte eine ruhige, fast friedliche Atmosphäre. Als Robby und Tyler von Benji erzählten, der traurig war, weil sie bald wieder weg mussten, zog sich etwas in Malcolm zusammen. Es gab so viele junge Menschen, die schon zu viel verloren hatten. Sicher war das auch bei diesem Benji der Fall.
"Joel hat Recht. Wir sollten den Jungen mitnehmen, wenn alle einverstanden sind", stimmte er seinem Freund zu. "So hat er Gesellschaft von Gleichaltrigen, auch wenn es vielleicht nur ihr beide seid", meinte er zu Tyler und Robby. "Und Ellie und dieses andere Mädchen... Wie war ihr Name noch gleich?" Er überlegte kurz. "Sarah." Die anderen Teenagerjungs, die in Hilltop noch lebten, waren irgendwie merkwürdig. Sie hatten auch schon einmal Robby und Tyler gemobbt. Vom Neuen in Hilltop hatten sie alle noch keine Ahnung. Dass der Neue genau der Junge war, den Benji vermisste, wusste hier also niemand.
Als Joel die Karte ansah und bemerkte, wie nah Hilltop am Moonlight lag, beugte sich Malcolm neugierig über den Tisch. Die Erkenntnis, dass sie nur eine Stunde von zu Hause entfernt gewesen waren, ließ noch mehr Hoffnung in ihm aufsteigen.
Doch dann fiel der Name, der alles überschattete, Jax. Malcolm bemerkte, wie sehr Joel allein der Gedanke an ihn zusetzte. Schweigend legte er seine Hand auf Joels und drückte sie fest, um ihm Halt zu geben und zu zeigen, dass er nicht allein war.
Tief in seinem Inneren schwor sich Malcolm, dass sie Jax nicht aufgeben würden, vor allem für Jesus und Joel, aber auch für alle anderen hier und zu Hause, die Jax kennen und gernhaben.
@Joel Smith
@Vane Dixon
Jesus hatte in dieser Nacht kaum geschlafen, sich aber ruhig verhalten, damit Diego, der mit ihm in einem der Zimmer untergebracht war, ungestört schlafen konnte.
Obwohl er nun in Sicherheit war, seine Schwester wiedergefunden hatte und die Menschen um ihn herum freundlich und hilfsbereit waren, kam sein Kopf nicht zur Ruhe. Jax’ Gesicht tauchte immer wieder in seinen Gedanken auf. Die Entscheidung, die Jax getroffen hatte, zurückzubleiben, um ihnen die Flucht zu ermöglichen, machte Jesus fertig. Auf der anderen Seite war er aber auch stolz auf ihn. Unendlich stolz. Doch gleichzeitig fraß die Angst ihn von innen auf, und er fühlte sich wie ein Feigling. Vielleicht hätte er dort bleiben sollen, um Jax zu beschützen.
Als er am nächsten Morgen schließlich aufstand und zur Cafeteria ging, fühlte er sich leer, müde und erschöpft. Leah bemerkte es sofort. Ihre ruhige Stimme und ihre Hand auf seiner,all das half ein wenig, aber die Sorge um seinen Mann blieb.
Während sie am Tisch saßen, umgeben von dampfendem Kaffee, Tee, einem guten Frühstück, Karten und vertrauten wie auch neuen Gesichtern, wurde Jesus klar, wie unwirklich diese Situation eigentlich war. Er hatte nach all der Zeit seine Schwester wiedergefunden. Sie war gesund und in Sicherheit. Und Vane, dieser ruhige, entschlossene Anführer der Gemeinschaft, war mit Leah zusammen. Jesus freute sich für seine Schwester, zumal sie in der Vergangenheit oft Schwierigkeiten mit Beziehungen gehabt hatte,bedingt durch das gestörte Verhältnis zum Vater. Er wünschte Vane und den anderen einen guten Morgen und bestätigte Vane und Leah dass er nicht gut geschlafen hatte.
Als Joel die Karte ansah und erkannte, wie nah Hilltop tatsächlich war, durchfuhr Jesus eine bittere Mischung aus Erleichterung und Schmerz. Eine Stunde. Eine verdammte Stunde zu Pferd. Sie hatten es fast geschafft.
Doch Jax würde nicht dort sein,vielleicht nie wieder. Das machte Jesus traurig und er hoffte das Jax wieder nachhause kommt.
Jesus erklärte, wie nah beide Gemeinschaften beieinanderlagen. Für alle anderen war es Hoffnung. Für ihn war es eine schmerzhafte Erinnerung.
Hilltop bedeutete Zuhause, aber ohne Jax fühlte es sich einfach falsch an.
Joel sprach schließlich aus, was Jesus selbst auch dachte.
Er hoffte, dass Jax bald nach Hause kommen würde.
Jesus senkte den Blick. Seine Herz zog sich etwas zusammen.
Malcolms Hand auf Joels zeigte ihm, dass er nicht der Einzige war, der diesen Schmerz mit sich herumtrug. Sie alle trugen den mit sich.
Später, als das Gespräch auf Benji kam, diesen einsamen Jungen ohne Gleichaltrige, hörte Jesus aufmerksam zu. Der Gedanke, ihn vielleicht mit nach Hilltop zu nehmen, gefiel ihm. Hilltop hatte noch Platz für jemanden mehr, und junge Menschen brauchten ein Zuhause und Gleichaltrige. Jesus sah seine Schwester an, dann Vane, Joel,Malcolm,Tyler,Robby und Diego. "Sicher, wenn er das möchte, kann er in Hilltop leben." stimmte er zu und nickte allen zu.
"Wir sollten mit dem Jungen reden und dann bald aufbrechen. Die anderen werden froh sein, wenn wir zurück sind, vor allem unser Sohn. Er hängt sehr an uns, und so bin wenigstens ich wieder bei ihm, bis Jax nach Hause kommt." Auch wenn es keineswegs sicher war, dass Jax jemals zurückkehren würde, sprach Jesus so, als wäre es gewiss, um die Hoffnung aufrechtzuerhalten.
@Joel Smith
@Vane Dixon

Nachdem sie vom Gefängnis wegefahren waren, legte sich Tyler in eines der Betten, denn er war immernoch etwas schwach auf den Beinen. Er hoffte, dass sich das bald wieder legen würde. Während der Fahrt schlief er sogar ein wenig. Leider dauerte die Fahrt länger, als wohl erwartet. Offenbar hatte sich Joel verfahren. Zwischendurch hielten sie an, um etwas zu essen zu suchen. Tyler nutzte die Chance um mal pinkeln zu gehen. Leider fand Jesus nur ein paar abgelaufene Tütensuppen, die er dann auch zubereitete. Die schmeckten überhaupt nicht mehr, aber immerhin hatten sie was im Magen.
Dann ging die Fahrt weiter und als es dunkel geworden war, erreichten sie eine große Mauer, hinter der ein großes Gebäude war. Das schien sowas, wie ein Krankenhaus, oder sowas ähnliches zu sein. Joel und Malcolm schienen die Leute hier zu kennen, denn sie wurden hereingelassen und Tyler wurde von zwei Männern, die Ärzte waren, zur Krankenstation gebracht. Einer davon untersuchte ihn und sah nach seinen Verletzungen. Die hatte Jax aber so gut versorgt, dass der Arzt nicht viel tun konnte. Er rieb die Wunden mit einer Salbe ein und machte dann den Verband neu. Tyler fragte ihn, ob er denn wirklich hierbleiben musste und der Arzt meinte, dass es besser war, bis Zimmer für die Gäste hergerichtet worden waren. Dann durfte Tyler auch mit Robby in einem Zimmer übernachten.Solange sie hier waren, unterhielten sie sich ein wenig mit Benji, der auch hier auf der Krankenstation lag. Er war nett, aber schien ein wenig einsam zu sein.
Nach einer Weile erhielten sie die Nachricht, dass ihnen ein Zimmer hergerichtet wurde und Tyler, wenn er sich gut fühlte, nicht unbedingt auf der Krankenstation bleiben musste. Er konnte aber jederzeit wieder herkommen, wenn er sich wieder schlechter fühlte. Tyler fühlte sich ein wenig schlecht, weil sie Benji wieder allein ließen, aber Tyler wollte endlich mal mit Robby alleine und Benji schien das zu verstehen. Tyler und Robby versprachen, Morgen früh nochmal vorbei zu kommen.
Dann zogen sie sich auf das Zimmer zurück, das für sie zurecht gemacht worden war. "Ich bin froh, dass wir hier sind und endlich etwas zur Ruhe kommen können, wobei ich wünschte, dass Jax auch hier wäre...", sagte er, denn dass Jax zurückgeblieben war, um ihnen die Flucht zu ermöglichen, machte auch Tyler und Robby traurig. Die beiden zogen sich aus und legten sich zusammen ins Bett. Tyler kuschelte sich an Robby und seufzte leise. "Ich hoffe, dass er auch bald zurück kommt..", sagte Tyler und küsste Robby zärtlich. Dann machte er die Augen zu und schlief nach einer Weile ein.
Am nächsten Morgen wurden die beiden früh wach und standen auf. Tyler wollte nochmal zur Krankenstation, denn die Verletzungen taten weh und daher brauchte er neues Schmerzmittel. Zudem wollten sie Benji noch besuchen und dann frühstücken gehen. Das taten sie dann auch. Benji freute sich über den Besuch der Beiden und sie unterhielten sich. Zwischendurch bekam Tyler von einem der Ärzte neues Schmerzmittel. Dann gingen sie etwas frühstücken. Die anderen aus Hilltop waren auch schon da. "Guten Morgen....", sagte Tyler und holte sich mit Robby etwas zu essen. Als sie etwas hatten, setzten sie sich zu den anderen an den Tisch. "Wir haben auf der Krankenstation Benji kennengelernt...er ist in unserem Alter und er scheint traurig zu sein, weil wir ja heute wieder wegfahren....", sagte er und Vane bestätigte, dass es hier niemanden in seinem Alter gab. "Was ist denn, wenn wir ihn mit nach Hilltop nehmen...?"; fragte Tyler, wobei Jesus da natürlich zustimmen musste. Das tat Jesus, denn auch er hielt es für besser, wenn Benji mit Gleichaltrigen zusammensein konnte und auch Vane stimmte zu. "Cool, dann fragen wir Benji nach dem Frühstück, ob er mitkommt...", sagte Tyler und frühstückte mit Robby, wobei sie sich auch immer mal küssten.
Nach dem Frühstück machten sie sich wieder auf den Weg zur Krankenstation. "Hey, Benji....wir haben mit Vane und Jesus geredet, weil du hier so allein bist und es in Hilltop mehrere Leute in unserem Alter gibt......wenn du willst, dann kannst du mit uns kommen....Vane und Jesus erlauben es, aber sie haben gesagt, dass du das entscheiden musst...", erzählte Tyler und Benji meinte, dass er nicht sicher war, ob er wegen seinen Verletzungen die Krankenstation verlassen durfte. "Hmm....dann fragen wir einfach nach...", sagte Tyler und ging einen der Ärzte suchen. Nach einer Weile kam er mit einem von ihnen zurück und die Drei erklärten dem Arzt alles. Der meinte, das Benjis Verletzungen gut versorgt und Benji stabil war. Wenn er die Fahrt über sitzen oder liegen würde und dann bei der Ankunft auch erst nochmal zur Krankenstation ging. "Okay, wir haben eine Krankenstation in Hilltop und auch 2 gute Ärzte....", sagte Tyler undn senkte dann den Blick, denn für einen kurzen Augenblick hatte er vergessen, dass Jax immernoch im Gefängnis bei Mephisto und seinen Leuten festsaß. "Gut, dann schreib ich für die Ärzte in Hilltop noch einen Bericht, den du dann dort abgeben musst, damit sie wissen, was du hast und wie du bisher behandelt wurdest...", sagte der Arzt und ging dann, um den Bericht zu schreiben. "Also, was sagst du....? Kommst du mit uns...?", fragte Tyler dann nochmal und Benji nickte. Er setzte sich erstmal an den Bettrand und Tyler reichte ihm seine Klamotten, die Benji dann auch mit seiner Hilfe anzog, da er wegen seiner Schulter und der Knieverletzung etwas eingeschrämkt war. Der Arzt brachte auch einen Rollstuhl, damit Benji nicht bis zum Wohnmobil laufen musste. Als Benji fertig angezogen war und sich auch im Bad frisch gemacht hatte, schob Tyler ihn zum Wohnmobil, wo auch schon die anderen waren. Diego würde allerdings diesmal nicht im Wohnmobil mitfahren, denn er saß auf seinem schwarzen Friesenhengst und auch Vane und Leah hatten ihre Pferde gesattelt. Diegos Hengst hatte weder Sattel, noch Zaumzeug, sondern einfach nur ein einfaches Seil um den Hals. Mehr schien Diego nicht zu brauchen.Tyler vermutete, dass er sich nicht extra einen Sattel und das Zaumzeug ausleihen wollte. Zuhause hatzte er ja sein eigenes.Tyler und Robby halfen Benji beim Einsteigen und ließen ihn sich auf das Bett legen, damit er es die Fahrt über bequem hatte. Joel nahm wieder auf dem Fahrersitz platz und Jesus und Malcolm setzten sich zu ihm, da Vorne Platz für 3 war. Tyler und Robby setzten sich an den Tisch und warteten dann, das die Fahrt nach Hause losging.
@Robby
@Benji

Robby war fast die ganze Zeit im Gefängnis dicht bei Tyler geblieben, und auch auf der Fahrt weg von diesem schrecklichen Ort wich er nicht von seiner Seite.
Während der langen, verwirrenden Fahrt bemerkte er, wie sehr Tyler die Strapazen der letzten Tage zusetzten. Trotz seines Versuchs, stark zu wirken, hatte Robby genau gesehen, wie unsicher sein Gang gewesen war und wie erschöpft er wirkte. Als Tyler sich schließlich in eines der Betten legte und während der Fahrt einschlief, setzte sich Robby neben ihn und hielt seine Hand,einfach, um für ihn da zu sein.
Als sie schließlich die große Mauer mit den Gebäuden dahinter erreichten, verspürte Robby zum ersten Mal seit Tagen so etwas wie Erleichterung. Dass Joel und Malcolm hier offenbar bekannt waren und sie ohne Schwierigkeiten hineingelassen wurden, gab ihm ein kleines Stück Sicherheit zurück.
Robby wich Tyler nicht von der Seite, als die Ärzte ihn zur Krankenstation brachten. Er blieb neben ihm, hörte aufmerksam zu, während der Arzt die Verbände wechselte und Salbe auftrug, und atmete erleichtert auf, als der Arzt bestätigte, dass Jax’ Versorgung der Wunden ausgezeichnet gewesen war.
Als Tyler fragte, ob er hierbleiben müsse, spürte Robby seine Ungeduld und konnte sie nur zu gut verstehen. Als schließlich klar war, dass sie später zusammen in einem Zimmer schlafen durften, entspannte sich Robbys Haltung deutlich.
Während sie noch auf der Krankenstation waren, lernten Tyler und er Benji besser kennen. Er merkte schnell, dass Benji freundlich war, aber eine tiefe, stille Einsamkeit mit sich herumtrug, die man nur dann entwickelte, wenn man zu lange allein gewesen war und vielleicht sogar eine andere Person vermisste. Als sie ihn später allein in dem Krankenzimmer zurückließen, fühlte sich Robby dabei fast schuldig, auch wenn Benji verständnisvoll reagiert hatte.
Im Zimmer angekommen, ließ sich Robby zusammen mit Tyler aufs Bett fallen. Er hörte, wie Tyler sagte, dass er sich wünschte, Jax wäre bei ihnen, und Robby konnte nur zustimmend nicken. Als Tyler sich an ihn schmiegte und ihn küsste, schloss Robby die Augen und hielt ihn fest im Arm.
Am nächsten Morgen wachte Robby fast gleichzeitig mit Tyler auf. Er begleitete ihn zur Krankenstation, blieb bei ihm, als er neues Schmerzmittel bekam, und war sichtlich froh, als Tyler danach etwas sicherer ging als gestern und nicht mehr so schwach wirkte. Beim Frühstück saß Robby dicht neben ihm, hörte Tyler von Benji erzählen und musste schmunzeln, als Tyler sofort den Vorschlag machte, Benji mit nach Hilltop zu nehmen. Dass Jesus und Vane zustimmten, fühlte sich richtig an.
Als sie später wieder bei Benji waren und Tyler mit dem Arzt sprach, beobachtete Robby alles aufmerksam. Als Benji schließlich nickte und zustimmte mitzukommen, freute sich Robby. Er half Tyler auch ein wenig dabei, Benji anzuziehen und dann aufzustehen, reichte ihm Sachen, stützte ihn vorsichtig und schob schließlich gemeinsam mit Tyler den Rollstuhl bis zum Wohnmobil, als er so weit war.
Als sie Benji ins Wohnmobil gelegt und ihm geholfen hatten, es sich bequem zu machen, setzte sich Robby schließlich an den Tisch neben Tyler. Er warf einen kurzen Blick nach draußen, wo Diego auf seinem großen schwarzen Hengst saß, und sah dann wieder zu Tyler. Robby legte unauffällig seine Hand auf Tylers Knie und schenkte ihm ein kurzes Lächeln. Noch waren sie nicht zu Hause.
Aber sie waren auf dem Weg dorthin, und er freute sich auf Hilltop, auch wenn die Rückkehr ein wenig getrübt war, weil Jax nicht mit nach Hause kam.
@Tyler Dixon

Benji hatte schon aufgehört, die Tage zu zählen,die er auf der Krankenstation verbrachte.
Die Tage auf der Krankenstation unterschieden sich kaum voneinander. Dieselben Wände, dieselben Geräusche, dieselben Schritte der Ärzte,Pfleger und Krankenschwestern auf dem Flur. Manchmal hörte er Stimmen von draußen, manchmal Gelächter. Er war dankbar, dass sie ihn versorgten, dass seine Verletzungen heilten, doch das änderte nichts an diesem leisen, ständigen Gefühl, dass er alleine war und Victor vielleicht nicht mehr am Leben ist.
Als die fremden Jungs hergebracht wurden, hatte er sie erst nur neugierig beobachtet.
Sie waren ungefähr in seinem Alter. Einer von ihnen, Tyler, wirkte erschöpft, aber freundlich, und der andere, Robby, hatte diese ruhige, wachsame Art, als würde er ständig alles um Tyler herum im Blick behalten,doch auch er wirkte freundlich. Benji war sich zunächst nicht sicher, ob sie überhaupt mit ihm reden wollten, aber sie taten es. Sie waren offen, stellten Fragen und hörten zu. Für eine Weile fühlte sich die Krankenstation nicht mehr ganz so einsam an. Als sie später gingen, um in ihr Zimmer zu ziehen, verstand Benji es, doch die Stille danach war trotzdem schwer. Am nächsten Morgen war er überrascht, sie so früh wiederzusehen.
Tyler wirkte trotz der Schmerzen entschlossen, und Robby blieb stets dicht an seiner Seite. Sie setzten sich zu ihm, sprachen mit ihm, und dann sagte Tyler etwas, das Benji im ersten Moment gar nicht richtig verstand. Er wurde eingeladen, mitzukommen an einen anderen Ort namens Hilltop. Dort sollte es andere Jugendliche geben. Vielleicht war auch Victor dort? Er überlegte, nach ihm zu fragen, ließ es dann aber vorerst bleiben, auch wenn er die Hoffnung hatte, dass sein Freund dort war.
Benjis Herz schlug plötzlich schneller bei dem Gedanken, doch war es wirklich die richtige Entscheidung, mitzugehen? Er war unsicher, ob sein Körper das durchhalten würde und ob er sich überhaupt Hoffnungen in Bezug auf seinen Freund machen sollte.
Als Tyler den Arzt holte und dieser erklärte, dass Benji stabil war und die Fahrt möglich sei, wenn er vorsichtig wäre, nickte Benji. Er hatte seine Entscheidung getroffen. Als Tyler ihn direkt fragte, ob er mitkommen wolle, brauchte Benji nicht lange zu überlegen. Er nickte. "Ja, ich komme mit zu euch." sagte er ruhig.
Das Anziehen war mühsam. Seine Schulter schmerzte, das Knie fühlte sich wackelig an, doch Tyler half ihm geduldig, ohne zu hetzen oder ihm das Gefühl zu geben, schwach zu sein. Auch Robby half ein wenig mit. Der Rollstuhl, den der Arzt brachte, war ihm zunächst unangenehm, aber der Gedanke an den langen Weg zum Wohnmobil ließ ihn schließlich dankbar Platz nehmen.
Draußen blendete ihn kurz die Sonne, und er musste blinzeln. Als sie ihn zum Wohnmobil brachten, sah er all die Menschen, die offenbar zusammengehörten,als Gruppe, als Familie und Freunde. Nervosität stieg in ihm auf. Doch Tyler und Robby waren da, halfen ihm hinein und sorgten dafür, dass er bequem lag. Schließlich lag er in einem der Betten und fühlte sich schon jetzt nicht mehr so allein.
Bald war er unterwegs zu einem Ort, an dem vielleicht tatsächlich jemand auf ihn wartete. Er wusste es zwar nicht, aber er hatte die leise Hoffnung, dass Victor genau dort sein würde. Benji schloss die Augen, um sich während der Fahrt weiter auszuruhen. Das brauchte er jetzt noch.
@Tyler Dixon

Nachdem Diego seinen Hengst zu den anderen Pferden in den Stall gebracht hatte, versorgte er ihn mit Wasser und Heu und knuddelte ihn nochmal. Allerdings schrieb er mit Kreide auf die Pferdebox, dass das Pferd gefährlich war und nicht angefasst werden durfte. Dann verließ er den Stall und ging wieder auf das Zimmer zurück. Jesus stand am Fenster und meinte, dass dieses Pferd wirklich was besonderes war. Diego nickte, denn auch er konnte immernoch nicht glauben, dass sein Hengst aus Hilltop ausgebrochen war, um nach ihm zu suchen und ihn nun auch noch gefunden hatte. Das war wirklich unglaublich, aber Diego war glücklich, einen so treuen Freund zu haben und freute sich auch schon darauf morgen auf dem Rücken seines Hengstes wieder nach Hause zu reiten.
Diego zog sich wieder aus und legte sich wieder ins Bett, um noch etwas zu schlafen. Auch Jesus legte sich nach einer Weile wieder hin, doch er schien nicht ganz so gut schlafen zu können. Diego war ohne Probleme wieder eingeschlafen und bekam nicht mit, dass Jesus nicht schlafen konnte und immer wieder wach lag. Jesus verhielt sich sehr ruhig, also wurde Diego auch nicht wach. Am nächsten Morgen stand Diego schon früh auf und merkte, dass Jesus wach war und ebenfalls aufstand. Diego konnte ihm ansehen, dass er kaum geschlafen hatte und konnte auch nachvollziehen, warum. Er legte ihm tröstend die Hand auf die Schulter und nahm sich dann seine Tafel. "Jax wird nach Hilltop zurück kommen....da bin ich mir sicher...", sagte er, um Jesus ein wenig aufzuheitern. Diego glaubte fest daran, dass Jax einen Weg finden würde, um aus diesem Gefängnis herauszukommen. Dann zog er sich an und machte sich auf den Weg zum Stall, um sein Pferd zu versorgen. Als er das getan hatte, ging er etwas frühstücken. Granny hatte für alle, die an der Reise beteiligt waren, auch Sandwiches für Unterwegs gemacht, auch wenn es nach Hilltop nur etwa eine Stunde dauern würde. Jeder bekam eine Tüte mit Sandwiches und einer kleinen Flasche Wasser. Sie hatte auch draufgeschrieben, in welchen Tüten sich vegetarische Sandwiches befanden. Vane hatte ihr bescheid gesagt, dass Jesus, Diego und Joel ja Vegetarier waren. Diego nahm sich eine Tüte mit den vegetarischen Sandwiches und bedankte sich. Diego verstaute die Tüte in der Tasche, in der sich auch seine Tafel befand und machte sich dann wieder auf den Weg in den Stall. Er putzte seinem Hengst das Fell und kratzte ihm auch die Hufen aus. In der Zeit, die der Hengst allein draußen unterwegs gewesen war, hatte sich natürlich niemand um ihn gekümmert. Als sein Hengst wieder gepflegt war, führte er ihn aus dem Stall. Er nickte Vane und Leah zu, die gerade zum Stall kamen, um ihre Pferde zu satteln. Vane bot ihm an, dass er sich auch einen Sattel und Zaumzeug ausleihen konnte, doch Diego lehnte das Angebot ab. "Danke, das ist nett, aber ich kann auch ohne alles reiten...", schrieb er auf seine Tafel, zeigte sie Vane und steckte sie dann wieder ein. "Okay, wie du magst...", lächelte Vane und sattelte Toni, während Leah ihre Stute Bella sattelte. Diegos Hengst hatte ja noch das Seil um den Hals, als Vanes Männer versucht hatten, ihn einzufangen. Das reichte Diego zum Reiten. Nachdem auch die anderen mit dem Frühstück fertig waren, stiegen sie ins Wohnmobil. Wie schon beim Frühstück besprochen worden war, kam auch noch ein anderer Junge mit, da es in Hilltop mehr in seinem Alter gab. Diego saß auf seinem Hengst und wartete, bis die anderen soweit waren und sie sich auf den Weg nach Hause machen konnten.
@Leah Rovia
@Paul Rovia (Jesus)

Jesus hatte kaum geschlafen. Die Nacht war ruhig gewesen, doch in seinem Kopf herrschte keine Sekunde Stille. Immer wieder wanderten seine Gedanken zu Jax, dem Gefängnis, der Ungewissheit und der Frage, ob er ihn jemals wiedersehen würde.
Als Diego ihm beruhigend die Hand auf die Schulter legte und auf seine Tafel schrieb, Jax würde sicher nach Hilltop zurückkehren, senkte Jesus kurz den Blick. Die Worte trafen ihn tiefer, als er zugeben wollte.
Langsam nickte er und hoffte wirklich, dass Diego recht hatte.
"Ich hoffe es wirklich." , sagte er leise.
Während Diego zum Stall ging, blieb Jesus noch einen Moment am Fenster stehen und blickte hinaus auf den Hof. Alles wirkte so ruhig, fast normal – und genau das ließ die Angst in ihm wachsen. Jax würde diesen Ort und die Menschen vielleicht nie kennenlernen und Hilltop womöglich nie wiedersehen. Er atmete tief durch und ging schließlich zu den anderen, um zu frühstücken. Granny drückte ihm eine Tüte mit vegetarischen Sandwiches und eine kleine Flasche Wasser in die Hand. "Für unterwegs." , sagte sie freundlich.
Jesus bedankte sich leise und steckte die Tüte in seine Manteltasche. Solche kleinen Gesten bedeuteten ihm viel und erinnerten ihn daran, dass er nicht allein war. Später, als sie zusammen zum Stall gingen, sah Jesus, wie Diego schon bei seinem Hengst stand. Das Tier wirkte kräftig, aufmerksam und stolz. Jesus hielt kurz inne und betrachtete die beiden.
"Er ist wirklich etwas Besonderes." sagte er leise, mehr zu sich selbst als zu irgendwem sonst hier in der Nähe.
Als Diego den Hengst schließlich hinausführte und aufstieg, während Vane und Leah ihre Pferde sattelten, konnte Jesus nicht anders als ein kleines Lächeln zu zeigen. Trotz allem, trotz der Angst um Jax,fühlte sich dieser Moment richtig an. Bald waren sie zu Hause.
Jesus stieg dann ins Wohnmobil und setzte sich zu Joel und Malcolm. Sein Blick folgte Diego auf dem Pferd.
Bitte komm zurück, Jax… dachte er still bei sich,während Joel den Motor startete und sie sich auf den Weg nach Hilltop machten.
Der Motor des Wohnmobils brummte leise, während Joel es sicher die Straße entlang steuerte. Jesus saß auf dem Beifahrersitz, Malcolm neben ihm. Beide blickten nach vorne, doch Jesus’ Gedanken waren ganz woanders.
Hinten im Wohnmobil saßen Robby und Tyler am Tisch, unterhielten sich leise und bissen in ihre Sandwiches. Ganz hinten lag Benji auf dem Bett.Sein Knie und Schulter waren wegen eines Autounfalls bandagiert, und obwohl er sich tapfer gab, erkannte Jesus, wie sehr ihn die Verletzungen behinderten. Er warf ihm besorgten Blick zu ihm wandte er sich wieder nach vorne.
Malcolm lehnte sich leicht zu ihm.
"Alles okay bei dir?" fragte er nach
Jesus nickte langsam.
"Ja… ich denke schon.
Draußen, neben dem Wohnmobil, ritt Diego auf seinem Hengst vorbei, gefolgt von Vane und Leah. Joel fuhr im Moment noch langsam, doch vermutlich würden sie mit dem Wohnmobil vor den Reitern zu Hause ankommen. Der Anblick der Pferde beruhigte Jesus ein wenig. Er schloss kurz die Augen und atmete tief ein.
Es ging nach Hause zu Tom und all den anderen, die die Entführten sicher schon lange vermissten. Die Angst um Jax war natürlich noch da, aber sie erdrückte ihn nicht mehr so sehr. Er hielt sich an der Hoffnung fest, dass Jax nach Hause kommen würde.
@Diego Dixon
@Joel Smith

Vane freute sich, dass sie nun die Gewissheit hatten, dass es der Familie von Leah gut ging, denn ihre beiden Brüder Jesus und Malcolm, sowie ihr bester Freund Joel, waren nun hier zusammen mit Diego und den beiden Jungs. Vane kannte nur Malcolm und Joel, da die beiden ja schon vorher mal hier gewesen waren. Er war neugierig darauf auch Jesus kennenzulernen und war sich sicher, dass sie gute Freunde werden würden. Mit Leah in seinem Arm, schlief Vane die Nacht sehr gut. Am nächsten Morgen wurde er früh wach und lächelte, als er in Leahs schlafendes Gesicht sah. Er küsste sie immer wieder, bis sie begann seine Küsse zu erwidern und langsam auch wach wurde. Er wünschte ihr einen guten Morgen und kuschelte noch ein wenig mit ihr, bis es Zeit wurde aufzustehen. Sie zogen sich an und gingen sich waschen und die Zähne putzen. Anschließend machten sie sich auf den Weg zur Kantine, wo sie sich was zum Frühstücken nahmen. Nur kurze Zeit später kam auch Jesus dazu, der aussah, als hätte er nicht gut geschlafen. Das konnte Vane ihm auch nicht verübeln, denn schließlich war der Mann von Jesus immernoch bei diesen Leuten im Gefängnis und so, wie Jesus und Malcolm es berichtet hatten, waren sie entführt und dann dort gefangen gehalten wurden, bis Jax dafür gesorgt hatte, dass man sie freiließ. Jax selbst war dafür dort geblieben und Vane hoffte, dass Jax eine Möglichkeit fand, ebenfalls von dort wegzukommen.
Kurz nach Jesus kamen auch Malcolm und Joel, die sich was zum frühstücken holten und sich dann zu ihnen an den Tisch setzten. Joel nahm sich eine von den Karten, die Vane vorbereitet hatte udn sah sie sich an. Als Joel meinte, dass es gar nicht so weit aussah nach Hílltop, wurde Vane neugierig und fragte, wo sich Hilltop befand. Jesus zeigte es ihm und Vane markierte auch diese Stelle mit einem Edding. "Das ist wirklich nicht weit weg.....wenn nicht allzuviele Sachen dazwischen kommen, dauert der Weg zu Pferd eine gute Stunde..", sagte er und markierte Hilltop auch auf den anderen Karten. Eine gab er Jesus, eine nahm er an sich und eine würde hier in Moonlight bleiben, falls es einen Notfall gab, während Vane in Hilltop war. So konnten seine Leute den Weg nach Hilltop finden.
Nachdem Granny ihnen Lunchpakete für die Reise gemacht hatte, packten Vane und Leah ihre ein und machten sich dann auf den Weg in den Stall, um ihre Pferde zu satteln. Dort trafen sie auf Diego, der seinen Hengst putzte, da der wohl länger allein draußen unterwegs gewesen war und dementsprechend ungepflegt ausgesehen hatte. Vane wunderte sich ein wenig darüber, denn Pferde, die alleine da draußen waren, überlebten oft nicht lange. Daher hatte Vane seine Leute angewiesen Pferde sofort einzufangen, wenn sie welche sahen. Leider waren die Stallplätze in der Psychatrie begrenzt und auch die Weide nicht so riesig, daher gab es kaum noch Platz für Pferde. Diegos Hengst hatten sie für die Nacht noch gerade so unterbringen können, doch falls sie noch weitere Pferde fanden, hätten sie ein Problem. Allerdings kam das auch nicht oft vor, wenn sie ein freilaufendes Pferd fanden. Leider fielen diese oft den Untoten zum Opfer, was Vane sehr traurig fand. Umso bemerkenswerter fand er, dass Diegos Hengst unversehrt geblieben war. Vane bot Diego an, sich einen Sattel und Zaumzeug zu leihen, doch Diego lehnte ab und meinte ihm würde das Seil reichen. Das schrieb Diego auf seine Tafel, die er in einer Umhängetasche immer mit sich rumtrug. "Okay, wie du magst...", meinte Vane und sattelte Tony, während Bella von Leah gesattelt wurde. Als sie damit fertig waren, stiegen sie auf und ritten zu den anderen, die inzwischen ins Wohnmobil gestiegen waren und auch Benji ins Wohnmobil geholfen hatten, da er ja heute nach Hilltop ziehen würde. Das war besser für den Jungen, da es dort auch andere Teenager gab und vielleicht würde er dort ja sogar seinen Freund wiederfinden. Dass dieser tatsächlich dort war, ahnte in diesem Moment niemand.
"Okay wir reiten neben euch her, also gib nicht ganz soviel Gas...", sagte Vane zu Joel, der nickte und dann den Motor des Wohnmobils startete. Dieses hatten sie nochmal vollgetankt und auch einen Ersatzkanister Benzin eingepackt, wobei sie es mit der einen Tankfüllung locker schaffen sollten. Vorrausgesetzt, das Wohnmobil machte unterwegs nicht schlapp, denn schließlich war das eim älteres Modell. Sicherheitshalber nahm Vane auch noch ein paar Seile mit, denn dann konnten sie das Wohnmobil zur Not mit den Pferden ziehen. Tony war kräftig und Diegos Hengst schien auch sehr stark zu sein. Leahs Stute war auch kräftig, also würden die Pferde das Wohnmobil ziehen können, falls es unterwegs kaputt gehen sollte. Als alle soweit waren, öffneten Vanes Leute das Tor und wünschten ihnen eine gute Reise. Dann machten sie sich auf den Weg. Vane, Leah und Diego trabten neben dem Wohnmobil her. Joel fuhr nicht zu schnell, so konnten die drei auch vor dem Wohnmobil her reiten. Auf dem Weg nach Hilltop begegnete ihnen ein Untoter, um den sich Diego mit seinem Hengst kümmerte. Sowas hatte Vane noch nie gesehen. "Was war das...? Sowas hab ich noch nie gesehen...ein Pferd, das ohne zu zögern einen Untoten tötet.....", sagte Vane und verstand nun auch, warum dieses Pferd gefährlich war, denn es machte wohl keinen großen Unterschied zwischen den Untoten und Menschen, die ihm fremd waren. Jesus hatte die Karte in der Hand und navigierte die Richtung, als sie die erste Kreuzung erreichten sagte er, wo sie lang mussten, also schlugen sie die Richtung ein, in die Jesus sie lotste. Zwischdurch machten sie eine kleine Rast, damit sie etwas essen und trinken konnten. Sie hatten auch einen Eimer und zwei Kanister Wasser für die Pferde mitgenommen. Sie schütteten einen Kanister Wasser in den Eimer und ließen die Pferde abwechselnd daraus trinken. Sie selbst tranken auch was und aßen ihre Sandwiches. Nach der Rast ging es weiter. Zum Glück war es recht ruhig. Es waren nur wenige Untote unterwegs. Um die kümmerten sich Diego und Vane. Diegos Hengst trat die Untoten, dass sie umfielen und zertrampelte dann ihre Köpfe und Vane stach ihnen sein Gunblade in den Kopf.
Nach einiger Zeit wurde die Gegend vertrauter und bald tauchte auch in einiger Entfernung die Mauer von Hilltop auf. Zumindest war sie für Diego und die anderen aus Hilltop vertraut. Für Vane und Leah war sie fremd. Vane merkte, dass Diego schneller wurde und anfing zu galoppieren. Vane verstand es, denn sicher hatte auch Diego eine Frau, die ihn vermisste und auf ihn wartete. Die Wachen,m die auf der Mauer Dienst hatten, sahen durch die Ferngläser, da ihnen aufgefallen war, dass sich Leute näherten. "Oh, Mein Gott....Das ist Diego....und in dem Wohnmobil kann ich Joel erkennen.....SIE SIND WIEDER DA..!!! UNSERE LEUTE SIND WIEDER ZURÜCK...!!", riefen die Wachen, warteten aber noch mit dem Öffnen des Tors, bis es von der Gruppe erreicht wurde.
@Leah Rovia
@Paul Rovia (Jesus)
@Julia Carson

Leah schlief noch, während die Sonne gerade aufging. Sie lag ruhig in Vanes Arm und empfand dieses tiefe, stille Glück im Schlaf, das sie immer fühlte, wenn sie bei ihm war. Als seine Küsse sie schließlich weckten, lächelte sie verschlafen, erwiderte sie, legte eine Hand an seine Wange und schloss für einen Moment erneut die Augen, um diesen Augenblick noch etwas länger zu genießen.
Beim Frühstück in der Cafeteria setzte sie sich dicht neben ihn, lauschte den Gesprächen über Karten und Hilltop und spürte diese Mischung aus Aufregung und Nervosität, die sie seit Tagen begleitete. Hilltop war ein neuer Ort, mit neuen, aber auch vertrauten Gesichtern. Vielleicht war es ein neuer Anfang für beide Gemeinschaften,sie konnten zusammenarbeiten.
Als sie Bella sattelte, sprach sie leise mit der Stute, strich ihr sanft über den Hals und versprach, dass sie schon bald eine andere, sichere Weide in Hilltop sehen und neue Pferde kennenlernen würde. Bella schnaubte ruhig, als wolle sie zustimmen.
Der Ritt begann friedlich. Leah hielt ihr Pferd dicht neben Vane und genoss jede Sekunde, in der sie einfach nur neben ihm reiten konnte. Doch als Diego mit seinem Hengst den Untoten niederstreckte, stockte ihr kurz der Atem.
Dieses Pferd war etwas völlig anderes als alles, was sie bisher gesehen hatte.
Sie schwieg, doch ihr Blick wanderte immer wieder zwischen Diego, seinem Tier und Vane hin und her.
Als die Mauer von Hilltop schließlich in Sicht kam, zog Leah die Zügel an und richtete sich im etwas Sattel auf. Ihr Herz schlug schneller. Ein neuer Ort bedeutete neue Freunde und auch neue Hoffnung für beide Kolonien. Mehr Leute bedeuteten mehr Stärke und sie konnten Handeln, tauschen und sich gegenseitig bei möglichen Auseinandersetzungen mit feindlichen Gruppen unterstützen.
Sie warf Vane einen kurzen Blick zu und schenkte ihm ein Lächeln, während sie weiter auf das große Holztor zuritten.
@Vane Dixon
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